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Mit angeschlagener Stimmung in den zweiten OPEC-Tag




07.12.18 08:02
HSH Nordbank AG

Hamburg (www.aktiencheck.de) - Trotz spürbar angeschlagener Marktstimmung blicken die Analysten der HSH Nordbank AG optimistisch auf die Fortsetzung der Beratungen über Ölförderkürzungsmaßnahmen der OPEC-Staaten, welche heute in Wien zusammen mit Russland und weiteren Nicht-OPEC-Ländern, im Rahmen der "OPEC+", fortgesetzt werden.

Die Analysten würden weiterhin mit großzügigen Kürzungsmaßnahmen im Umfang von mindestens 1,3 Mio. Barrel/Tag rechnen. Die ökonomischen Anreize hierfür seien für alle beteiligten ölproduzierenden Länder überzeugend.

Dass die OPEC-Sitzung gestern ohne Pressekonferenz und somit ohne greifbare Ergebnisse - zumindest für die Öffentlichkeit - zu Ende gegangen sei, sei nach Ansicht der Analysten, als eine kluge taktische Entscheidung der zu Kürzungen bereiten OPEC-Staaten, vor den "OPEC+"-Gesprächen, zu sehen.

Denn hier gelte es vor allem Russland zu spürbaren Einschnitten zu bewegen. Aussagen des saudischen Energieminister Khalid al-Falih würden die Analysten dahingehend interpretieren, dass das Königreich es anstrebe, möglichst eine paritätische Aufteilung der Einschnitte zwischen den beiden größten Förderländern der Gruppe zu beschließen. Ein Hinweis darauf sei, dass der russische Energieminister Nowak gestern (06.12.), vor der Abreise nach Wien, zunächst nach St. Petersburg gereist sei, um sich mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zu beraten.

Die Analysten der HSH Nordbank AG bekräftigen ihre Sicht, dass die "OPEC+" dem Markt heute spürbare Förderkürzungen ankündigen wird. Die ökonomischen Anreize hierzu seien überzeugend. Die Analyse der Analysten von Saudi-Arabiens Haushaltseinnahmen durch Energieexporte zeige, dass Saudi-Arabien, starke Anreize hätte, sollten andere Länder nicht von tiefgreifenden Förderkürzungen überzeugt werden, notfalls diese sogar alleine zu schultern. Eine Kürzung von 1,1 bis 1,2 Mio. Barrel/Tag könnte Saudi-Arabien alleine stemmen, ohne, dass die Haushaltseinnahmen dadurch belastet würden, da der mit den Kürzungen erwartete positive Preiseffekt den negativen volumetrischen Effekt kompensiere. (07.12.2018/ac/a/m)






 
 
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