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adidas-Aktie: Stärkung der Kernmarken, neue Produktionskonzepte und E-Commerce - Aktienanalyse




08.06.18 18:04
DZ BANK

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - adidas-Aktie: Stärkung der Kernmarken, neue Produktionskonzepte und E-Commerce - Aktienanalyse

In der kommenden Woche hat das Warten ein Ende! Am 14. Juni startet die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland, so die Analysten der DZ BANK in einer aktuellen Veröffentlichung.

Weltweit würden Milliarden Fußballfans das größte Sportereignis verfolgen und auf spannende Spiele hoffen. Beim offiziellen FIFA-Partner adidas (ISIN: DE000A1EWWW0, WKN: A1EWWW, Ticker-Symbol: ADS, NASDAQ OTC-Symbol: ADDDF) sei mit dem Verkauf der neuen WM-Trikots und Fußbälle der größte Teil des WM-Effekts bereits im ersten Quartal mitgenommen worden.

Der weltweit zweitgrößte Sportartikelhersteller habe von Januar bis März 2018 ein währungsbereinigtes Umsatzplus von 10% erzielt. Inklusive Währungseffekte hätten sich die Einnahmen um 2% auf 5,55 Mrd. Euro erhöht. Besonders positiv bewerten die Analysten der DZ BANK die Entwicklung der Gewinne. Die ungünstige Entwicklung der Wechselkurse habe durch einen verbesserten Preis- und Produktmix mehr als kompensiert werden können. So habe adidas weniger Rabatte eingeräumt und habe neue Produkte zu höheren Preisen absetzen können. Trotz höherer Investitionen zur Stärkung der Attraktivität der Marken sei es dem Konzern daher gelungen, seinen Profit deutlich zu steigern. Beim Gewinn aus den fortgeführten Geschäftsbereichen habe adidas ein Plus von 17% auf 542 Mio. Euro verzeichnet. "Wir sind erfolgreich ins Jahr gestartet. Die Ergebnisse entsprechen voll und ganz unseren Erwartungen", habe der Vorstand kommentiert.

Erfolgreich sei adidas vor allem auf den Absatzmärkten Nordamerika und China. Hier habe das Unternehmen Umsatzzuwächse von 21% und 26% verzeichnet. Dabei spiele das Thema Fußball in beiden Regionen bei weitem (noch) keine so große Rolle wie in Europa. Die gedämpften Erwartungen an die WM in Russland bezüglich der Ergebniseffekte sehen die Analysten der DZ BANK daher nicht als großen Makel an. Vielmehr sei für sie die positive Entwicklung in Nordamerika und China ein weiteres Indiz dafür, dass der Fokus auf die strategischen Wachstumsregionen nachhaltig zu fruchten scheine. Für den Vorstand habe die WM vor allem als Mittel zur Stärkung des Markenimages eine hohe Bedeutung. Immerhin rüste adidas zwölf der 32 teilnehmenden Nationalmannschaften aus, darunter den amtierenden Weltmeister Deutschland sowie Argentinien, Spanien und Gastgeber Russland.

Mit der Vorlage der Quartalszahlen habe adidas die Prognosen für das Gesamtjahr 2018 bestätigt. Der Vorstand erwarte nach wie vor einen währungsbereinigten Umsatzanstieg um etwa 10%. Wachstumstreiber würden dabei in erster Linie die Absatzregionen Nordamerika und Asien-Pazifik bleiben. Der Gewinn aus den fortgeführten Geschäftsbereichen werde sich den Erwartungen zufolge auf einen Wert zwischen 1,615 und 1,675 Mrd. Euro erhöhen. Im Vergleich zum Vorjahreswert von 1,43 Mrd. Euro entspreche dies einer Steigerung von 13% bis 17%.

Für den Vorstand sei das aktuelle Geschäftsjahr ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Erfüllung der Langfristziele bis 2020. Beim währungsbereinigten Umsatz peile der Konzern zwischen 2015 und 2020 einen jährlichen Anstieg um durchschnittlich 10% bis 12% an. Der Gewinn aus fortgeführten Geschäftsbereichen solle durchschnittlich um 22% bis 24% pro Jahr wachsen.

Um die finanziellen Ziele zu erreichen, habe der Konzern einen Plan ausgearbeitet, der konsequent umgesetzt werde. Dazu gehöre die Stärkung der Kernmarken adidas und Reebok durch Marketing oder Sponsoring. Daneben setze der Vorstand auf neue Produktionskonzepte, beispielsweise solche, die die kostengünstige Herstellung vergleichsweise kleiner Stückzahlen ermöglichen würden. Damit könnten aktuelle Trends schnell aufgegriffen und die Wünsche der Konsumenten zügig erfüllt werden. Erklärtes Ziel von adidas sei es, das erste wirklich schnelle Sportartikelunternehmen zu sein.

Und nicht nur in der Produktion gehe adidas neue Wege. Auch dem Verkauf über eigene Online-Shops werde ein großer Stellenwert beigemessen. "Unsere Webseite ist unser wichtigster Store auf der Welt", habe der Vorstand in einem Interview mit der "Financial Times" betont. Der Konzern werde daher in Zukunft die Zahl seiner Verkaufsläden langsam verringern. Im ersten Quartal 2018 habe das Segment E-Commerce einen Umsatzanstieg von 27% verzeichnet. Es sei damit erneut der am stärksten wachsende Vertriebskanal gewesen. Entsprechend ehrgeizig seien auch die Ziele. Bis 2020 will adidas seinen Online-Umsatz von 1,6 Mrd. Euro (2017) auf 4 Mrd. Euro ausbauen und damit mehr als verdoppeln, so die Analysten der DZ BANK. (Ausgabe vom 08.06.2018)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link.

Börsenplätze adidas-Aktie:

Xetra-Aktienkurs adidas-Aktie:
199,30 EUR +0,56% (08.06.2018, 17:27)

Tradegate-Aktienkurs adidas-Aktie:
199,60 EUR +1,26% (08.06.2018, 17:37)

ISIN adidas-Aktie:
DE000A1EWWW0

WKN adidas-Aktie:
A1EWWW

Ticker-Symbol adidas-Aktie:
ADS

NASDAQ OTC Ticker-Symbol adidas-Aktie:
ADDDF

Kurzprofil adidas Group AG:

Die adidas Gruppe (ISIN: DE000A1EWWW0, WKN: A1EWWW, Ticker-Symbol: ADS, NASDAQ OTC-Symbol: ADDDF) ist einer der weltweit führenden Anbieter in der Sportartikelindustrie und unterhält ein sehr umfassendes Portfolio von Schuhen, Bekleidung und Zubehör für Sport und Lifestyle um die Kernmarken adidas, Reebok, TaylorMade und Reebok-CCM Hockey. Mit 56.888 Mitarbeitern aus über 100 Ländern produziert adidas mehr als 900 Mio. Produkte pro Jahr und generiert damit einen Umsatz von 21,218 Mrd. Euro (bezogen auf das Jahr 2017). (08.06.2018/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.







 
 
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ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE000A1EWWW0 A1EWWW 215,50 € 165,05 €
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