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Zinssorgen belasten Aktienbörsen




08.10.18 16:40
Nord LB

Hannover (www.aktiencheck.de) - Die Korrektur an den globalen Aktienbörsen setzte sich in der abgelaufenen Woche fort, so die Analysten der Nord LB.

Vor allem Zinssorgen hätten belastet. So seien die Renditen länger laufender deutscher Staatsanleihen auf den höchsten Stand seit viereinhalb Monaten gestiegen, bei laufzeitgleichen US-Treasuries hätten sie sich deutlicher nach oben von der psychologisch bedeutsamen Marke von 3% abgesetzt. Genährt worden seien die Zinssorgen durch gute Wirtschaftsdaten und das recht optimistische Bild, das Notenbankchef Powell derzeit von der Lage der US-Wirtschaft zeichne. Eine weitere Leitzinsanhebung im Dezember werde zunehmend eingepreist.

Hinzu komme die Situation in Italien. Obwohl die Regierungsparteien bei ihren Haushaltsplänen inzwischen den Kritikern etwas entgegen kämen, rege sich weiter Widerstand in der EU-Kommission, bei der der Haushaltsentwurf für 2019 bis zum 15. Oktober eingereicht werden müsse. Den Euro hätten die Befürchtungen vor einem Wiederaufleben einer europäischen Schuldenkrise gegenüber dem US-Dollar vorübergehend auf das tiefste Niveau seit sechs Wochen gedrückt - allerdings ohne dass dies den Aktienkursen der exportstarken europäischen Unternehmen besonders genützt hätte.

Mit gemischten Gefühlen würden die Anleger auf die näher rückende Berichtssaison blicken, in der die Unternehmen über den Geschäftsverlauf des dritten Quartals informieren würden. Nach einigen Gewinnwarnungen im Vorfeld stelle man sich darauf ein, dass es die eine oder andere negative Überraschung geben werde. Die aktuellen Bewertungen würden aber noch Spielraum für daraus resultierende Abwärtsrevisionen bei den Gewinnschätzungen lassen. Als überteuert würden europäische Aktien derzeit jedenfalls nicht gelten.

Dagegen stelle sich schon die Frage, ob US-Aktien nicht bereits zu teuer seien. Auf Basis der Gewinnschätzungen für 2019 liege das KGV der im S&P 500 (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) enthaltenen Aktien derzeit bei knapp 18. Neben den geopolitischen Risiken gebe es mit den Wahlen in Bayern am kommenden Sonntag und in Hessen zwei Wochen später auch in Deutschland politische Unwägbarkeiten, und die Zwischenwahlen in den USA am 6. November seien ebenfalls nicht mehr weit entfernt. Somit dürften die Börsen schwankungsanfällig bleiben, zumal der Handelskonflikt der USA mit anderen Staaten weiter schwele. (08.10.2018/ac/a/m)







 
 
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