Kolumnist: Feingold-Research

Zinsen? Sparer erwartet Modell Japan




22.03.19 15:20
Feingold-Research

Die Nachfrage nach Gold und damit auch die Entwicklung des Goldpreises hängt von vielen Faktoren ab. 2018 haben auch die Notenbanken groß eingekauft und den Preis damit beeinflusst – am Mittwoch hat die FED nochmal bekräftigt, dass der Zinslauf schon wieder zu Ende ist. In Europa heißt es sogar ziemlich unmissverständlich – Zinsen gibt es keine mehr. Modell Japan – auf Jahrzehnte nicht. Wir hatten im Exklusivbereich auf etlichen Folien gezeigt, warum Nullzinsen in Europa Perspektive bis 2030 sind …Anleger greifen nun zum Discounter DS37ZN von X-Markets auf Barrick Gold. Hier locken 15 Prozent Seitwärtsrendite. Für Gold-Fans empfehlen wir den Turbo-Bull VA6SAE von Vontobel auf Barrick Gold. Für Freunde des stabilen Faktors ist die WKN GT05HT eine gute Wahl. Klassische Turbos auf Gold (GS0HH0) und Silber (GS0HH3) von Goldman Sachs haben wir ebenfalls gesucht. Viele Investoren mischen Turbos auf Edelmetalle gerne bei – für diese ist die Auswahl gedacht. Bei WTI sind Sie mit dem Inliner ST66H4 der Societe Generale an der richtigen Stelle.

 


5-Jahres-Chart Rohöl, Quelle: Bloomberg Finance L.P.


Gold: Notenbanken treiben Nachfrage an

Die Nachfrage nach Gold und damit auch die Entwicklung des Goldpreises hängt von vielen Faktoren ab, deren Anteil und Einfluss in gewissen Phasen ganz unterschiedlich ausfallen kann. So haben sich in den letzten Jahren die Goldnachfrage der Exchange Traded Funds (ETFs), der US-Kurzfristzins und auch der Außenwert des US-Dollars ganz entscheidend auf die Goldpreisentwicklung ausgewirkt.


Letztes Jahr kam ein weiterer „Player“ mit ins Spiel, der die Goldnotiz prägte: Die internationalen Notenbanken setzten wieder auf das Edelmetall. Diese haben 2018 ihre Goldbestände netto um mehr als 651 Tonnen erhöht. Das ist der höchste Wert seit dem Ende der Goldpreisbindung des Dollars im Jahr 1971, wie der World Gold Council (WGC) in seinem Jahresbericht 2018 feststellte.


Den größten Goldeinkauf hat im vergangenen Jahr demnach die russische Zentralbank mit 274,3 Tonnen vollzogen. Damit macht sich das Finanzsystem des Landes weniger abhängig vom Dollar. Mit einigem Abstand landete die türkische Zentralbank mit 51,5 Tonnen auf dem zweiten Platz. Die chinesische Zentralbank vermeldete nach zweijähriger Pause als Golderwerber wieder einen Ankauf von 10 Tonnen.


Der Kaufrausch der Zentralbanken ist dem WGC zufolge im vergangenen Jahr der wichtigste Treiber der Goldnachfrage gewesen. „Es geht um große Anlagesummen“, bestätigte Commerzbank-Analyst Eugen Weinberg im Interview mit dem „Handelsblatt“. „Aber aus den Handlungen der letzten Jahre kann man schließen, dass die meisten Notenbanken tendenziell dem Preistrend folgen. Sie kaufen, wenn die Preise steigen und sie höhere Preise erwarten. Das ist für viele in ihrer Anlagestrategie ein Investment wie Staats- oder Unternehmensanleihen. Aber damit können die Notenbanken natürlich den Preistrend verstärken“.


 


 


5-Jahres-Chart Gold, Quelle: Bloomberg Finance L.P. 


Silber: Keine Preisrally zu erwarten

Silber_FotoliaDer Goldpreis ist wieder über die Marke von 1.310 US-Dollar je Feinunze gestiegen. Silber kratzt aktuell an der 16 Dollar-Marke je Feinunze, nachdem die Notiz das neue Jahr bei 15,50 Dollar begonnen hat. Beide Edelmetalle legten in den letzten Wochen zwar zu, allerdings schlug sich Gold im Vergleich erfolgreicher.


Normalerweise heißt es, Silber steige (und falle) prozentual stärker als Gold, weil der Ausgangswert des Preises geringer sei. Silber-Investments gelten insofern auch als ‚Hebel auf Gold‘. Müsste da der Silberpreis aktuell nicht viel stärker anziehen als der von Gold? Von kurzen Phasen abgesehen ist dem aber nicht so.


Dabei ist der Jahresbeginn statistisch gesehen eine erfreuliche Zeit für Silber. In den vergangenen 15 Jahren konnte das Metall insgesamt elf Mal in der ersten drei Monaten Gewinne einstreichen. Zudem lag der durchschnittliche Gewinn für diesen Zeitraum deutlich höher als die jeweiligen Verluste in den vier Jahren mit Abschlägen.


Experten erklären die in diesem Jahr insgesamt noch recht verhaltene Performance des weißgrauen Metalls mit dem Marktumfeld und der Eigenschaft von Silber als Industriemetall. „Die Fundamentaldaten bei Silber lassen momentan keine bessere Preisentwicklung gegenüber Gold zu,“ hieß es von der Commerzbank. Der Markt sei wegen einer nur verhaltenen Industrienachfrage und einer schwachen Nachfrage nach Münzen und Barren deutlich überversorgt, auch die Indexfonds auf Silber verzeichneten Abflüsse. Auch für den Fall einer Konjunkturerholung rechnen die Fachleute deshalb nicht mit einer Silber-Rally.


 


 


5-Jahres-Chart Silber, Quelle: Bloomberg Finance L.P.


 


Quelle: Vontobel, eigene



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