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Kolumnist: Redaktion boerse-frankfurt.de

Zertifikate-Trends: Lust auf US-Techwerte




19.09.20 08:33
Redaktion boerse-frankfurt.de

Zertifikate-Anleger erkennen Aufwärtspotenzial für Silber, die Aussichten für DAX und Euro bewerten sie positiv wie negativ. Bei Einzelwerten stehen Tesla, Apple, Amazon, Nvidia und VW im Handelsfokus. 


 


17. September 2020. Frankfurt (Börse Frankfurt). Einzelne Aktien – insbesondere US-Technologiewerte – rücken bei vielen Händlern in der Zertifikate-Bestenliste nach vorn. „In den vergangenen Wochen liefen – abgesehen von den üblichen Lieblingsthemen – vor allem Apple. Adobe, aber auch Tesla besonders gut“, beschreibt Simon Görich von der Baader Bank.


Das große Interesse an dem Elektrobauer aus den Vereinigten Staaten vonseiten kurzfristig orientierter Anleger liegt Görich zufolge nicht zuletzt an den starken Bewegungen der Aktie. Auf Monatssicht schwankte die Tesla-Aktie auf Basis der Gemeinschaftswährung zwischen 295 und 409,50 Euro, aktuell kostet ein Anteil 375 Euro. Besonders große Nachfrage bestehe derzeit an einem sechsfach geheblten Faktor-Long-Zertifikat auf Tesla (WKN CU2YGX).


Übertreibungen sichtbar


„Der DAX steht vergleichsweise weniger im Fokus als sonst“, stellt Markus Königer von der ICF Bank fest. Stattdessen konzentrierten sich auch seine Kunden zunehmend auf Einzelwerte. Überwiegend Long-Positionierungen sieht der Händler in Tesla- (WKNs VP6CL5VP5W70VP4UWW), Apple- (WKNs TT2LVBTR9NJQ), Amazon- (WKNs TT2LY1TR903ZVP6J6U) und Nvidia-Zertifikaten (WKNs VP6TUSVP676L). Königer hält US-Technologieaktien für "gehypt" und mittlerweile zu teuer. Wenn selbst Vorstandsvorsitzende vor einer Übertreibung warnen, sei dies ein Signal. „Ich freue mich aber, wenn Anleger mit ihrem Optimismus rechtbehalten.“


Es gibt auch Skeptiker


„In unserer Zertifikate-Statistik belegen Volkswagen, Apple und Tesla in dieser Reihenfolge als Basiswerte die Plätze fünf, sechs und sieben“, meldet Anouch Wilhelms von der Société Générale. Gefühlt beschäftige sich jeder mit Tesla. „Auch im Rahmen unseres seit 7. September laufenden Börsenspiels ist Tesla der beliebteste Wert.“ Börsianer feierten die Aktie regelrecht und hätten den Elektroautobauer damit innerhalb kürzester Zeit zum wertvollsten Autokonzern der Welt gekürt. „Dabei lag der Umsatz von Tesla im vergangenen Jahr bei nur 20 Milliarden Euro.“ Im Zertifikate-Handel positionierten sich Wilhelms Kunden eher short. Das gelte beispielsweise für ein gefragtes Faktor 1:1-Produkt auf den US-Autobauer (WKN SB0Q13).


Anouch Wilhelms

Wilhelms


Bullish für VW


Auf steigende Kurse der VW-Aktie setzen Käufer eines gern gehandelten Calls auf den Wolfsburger Fahrzeughersteller (WKN SR8G55) mit einer Knock-Out-Schwelle von 124 Euro, wie Wilhelms registriert. Trotz Absätzen im Volumen von rund 252 Milliarden Euro in 2019 stehe der größte Automobilproduzent der Welt mit einen Börsenwert von 77 Milliarden Euro eher klein da.


Gold uneinheitlich


Gold und Silber bleiben als Underlying gefragt. Derivate-Anleger positionieren sich Wilhelms zufolge in Gold-Zertifikaten sowohl Long (WKN SB8F80) als auch Short (WKN SB8FD7). „Gold ist etwas zur Ruhe gekommen.“


Königer spricht von Interesse an Goldprodukten, die von steigenden Kursen profitieren. Gefragt sei beispielsweise ein Tracker-Zertifikat auf Gold (WKN HW3KLU).


Nach Ansicht von Wilhelms französischen Kollegen könnte der Goldpreis im ersten Quartal 2021 im Schnitt bei 2.200 US-Dollar pro Feinunze liegen. Aktuell liegt der Preis bei 1.945 US-Dollar. Sollten sich die Weltwirtschaft sowie die Finanzmärkte normalisieren, werde Gold im Anschluss eher nachgeben. Für die Goldpreisentwicklung sei zudem die Nachfrage nach Gold-ETFs entscheidend. An die hohe Nachfrage in diesem Jahr werde Gold in 2021 aller Voraussicht nach nicht anknüpfen können. Große Vermögensverwalter und viele Privatkunden hätten ihre Goldallokation bereits erhöht.


Silber mit Aufwärtspotenzial


Silber sehen Käufer eines Knock-Out-Produkts (WKN SB29T7) mit einer Schwelle von 19,3635 US-Dollar tendenziell stärker, wie Weilhelms informiert. Auch König spricht von Nachfrage nach zumeist Long-Silberwerten (WKN VP53D1).


Euro: ohne eindeutige Tendenz


Derivate, die das Währungspaar Euro/US-Dollar abbilden, waren Wilhelms zufolge sehr gefragt. „Aufgrund der schwächeren Volatilität kommen zumeist Faktorprodukte zum Einsatz.“ Mit einem rege gekauften Hebel-Zertifikat (WKN SB9B5C) setzten Anleger auf eine weitere Aufwertung der Gemeinschaftswährung zum Greenback. Käufer eines Puts (WKN SB8H2V) erwarteten einen schwächeren Euro.


DAX unentschieden


„In einer Spanne von 13.000 bis 13.500 Punkten ist der DAX mit größeren Ausschlägen im Moment etwas richtungslos“, stellt Görich fest. Das spüre man im Handel.


Wilhelms sieht das ähnlich. Mit einem gefragten Indexzertifikat auf den DAX (WKN CJ8M7K) profitierten Anleger von einer fortgesetzten Erholung am deutschen Aktienmarkt. Ebenso erwarteten Käufer eines Knock-Out-Produkts (WKN SB1JKY) eher steigende DAX-Kurse. Gleichzeitig käme ein Short-Derivat (WKN CJ49SW) häufig zum Tragen, das bei Erreichen von 13.600 Punkten und darüber wertlos wird.


von: Iris Merker
17. September 2020, © Deutsche Börse AG




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