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Die Zeichen stehen auf "Hund" - was das chinesische Neujahr für Investoren bringt




15.02.18 11:55
GAM

Berlin (www.aktiencheck.de) - Am 16. Februar lässt China die Hunde los: Nach dem chinesischen Kalender feiert das Reich der Mitte an diesem Tag Neujahr - und damit den Beginn des Jahres des Hundes, so Michael Lai, Investment Director bei GAM.

In der chinesischen Astrologie symbolisiere dieser Eigenschaften wie Loyalität, Ehrlichkeit und Treue. Zudem würden die treuen Vierbeiner in China als Glücksbringer gelten - komme ein Hund ins Haus, verheiße dies Gutes. "Abgesehen von der Astrologie gilt das in diesem Jahr auch für Investoren: Die Aussichten für China sind durchaus positiv", so Lai. Dafür sprächen gleich mehrere Gründe: "Die Umstrukturierung der Wirtschaft nimmt allmählich Gestalt an, die Fundamentaldaten sind solide, und der Binnenkonsum wächst weiterhin stark. Das eröffnet neue Anlagechancen, die für ein langfristiges Engagement in China sprechen."

Der wichtigste Wachstumstreiber für die chinesische Wirtschaft bleibe auch im neuen Jahr der Binnenkonsum. Durch ihn habe Chinas frühere starke Abhängigkeit vom Dienstleistungssektor und dem Verarbeiteten Gewerbe erfolgreich überwunden werden können. "Für eine Überraschung sorgte dabei nicht nur der starke Konsum im Inland, sondern auch die ihm zugrunde liegenden Trends und Entwicklungen", so Lai. Konsumtreiber hätten dabei vor allem steigende Einkommen und die zunehmende Urbanisierung dargestellt. "Immer mehr Menschen ziehen vom Land in die Städte. Die Verstädterung führt in der Regel zu einem höheren Lohnniveau, was wiederum eine wachsende Mittelschicht mit höherem verfügbaren Einkommen zur Folge hat", erkläre er. Zu den aktuell wichtigsten Trends im Einzelhandel hätten vor allem teure und hochwertige Produkte gezählt.

So wachse die Nachfrage nach höherpreisigen Spirituosen des Premium-Segments derart rapide, dass das Angebot kaum Schritt halten könne. Auch die Haushaltsgerätebranche verzeichne einen deutlichen Wandel: "Verbraucher ersetzen einfache Geräte scharenweise durch anspruchsvollere und teurere Produkte wie sprachgesteuerte Klimaanlagen und ‚intelligente‘ Kühlschränke mit Internetanbindung", so Lai. Und nicht zuletzt investierten Eltern der chinesischen Mittelschicht in die Ausbildung ihrer Kinder, beispielsweise durch private Nachhilfe.

Vor allem die Generation der Millennials stütze den Binnenkonsum - und damit auch das Fundament des chinesischen Wirtschaftswachstums. Dabei handle es sich meist um Einzelkinder aus Familien mit hohen Ersparnissen und geringer Verschuldung. "Die Eltern wollen ihrem einzigen Kind in der Regel nur das Beste bieten", so Lai.

"Unternehmen heben entsprechend die Qualität und Exklusivität ihrer Marken hervor. Börsennotierte Unternehmen, die dem Trend hin zu hochwertigeren und teuren Produkten mit der entsprechenden Marketingstrategie folgten, profitieren von höheren operativen Margen", so der Experte.

Vom Konsumboom Chinas würden auch Technologieunternehmen profitieren, die sich laufend an die veränderten Konsumgewohnheiten der Verbraucher anpassen würden: China sei inzwischen einer der am weitesten entwickelten E-Commerce-Märkte der Welt. 18,4 Prozent der chinesischen Einzelhandelsumsätze seien 2016 auf Online-Käufe entfallen - ein weltweiter Spitzenwert. "Einkäufe über Mobiltelefone wachsen mit enormem Tempo und machen mittlerweile 56 Prozent der E-Commerce-Umsätze aus. Die Basis hierfür bilden Infrastrukturinvestitionen von Unternehmen wie Alibaba und Tencent, die ihre Zahlungssysteme, E-Commerce-Plattformen und Logistikdienstleistungen ausgebaut haben", so Lai. Chinesische Technologiewerte seien zwar hoch bewertet, würden jedoch durch das hohe Gewinnwachstum gut unterstützt. "IT-Unternehmen übertreffen mit ihren Gewinnen selbst die optimistischsten Konsensschätzungen. Daher gehen wir davon aus, dass sich der Technologiesektor auch 2018 hervorragend entwickeln wird", erläutere Lai.

Präsident Xi Jinpings politisches Ziel, ein ausgewogenes und nachhaltiges Wachstum der chinesischen Wirtschaft zu erreichen, stehe weiter hoch im Kurs. China vollziehe derzeit entsprechend einen Wandel: von einer von hohem Wachstum geprägten Volkswirtschaft zu einer wirtschaftlichen Entwicklung mit zunehmendem Schwerpunkt auf hohe Qualität. "Unseres Erachtens wirkt sich dieser Schritt positiv auf das Land aus, da die chinesische Regierung künftig pragmatischer agieren wird, um die grundlegenden Ungleichgewichte in der Wirtschaft zu beseitigen. Vor diesem Hintergrund erwarten wir für dieses Jahr eine leichte Abkühlung des Wirtschaftswachstums von 6,8 Prozent auf 6,7 Prozent, analog zur Prognose der chinesischen Behörden", so Lai.

Insgesamt beurteile der Experte die Wachstumsaussichten der chinesischen Wirtschaft nach wie vor optimistisch. "Die Grundlage hierfür bilden solide Fundamentaldaten, die sich auf anhaltende Konsumtrends, die niedrige Verschuldung der privaten Haushalte und eine hohe Sparquote stützen. Angesichts des stark wachsenden Binnenkonsums ist ein langfristiges Engagement in China unseres Erachtens eine Überlegung wert", schließe Lai. (15.02.2018/ac/a/m)






 
 
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