Wüstenrot & Württembergische: Ziele für 2019 weiterhin gut erreichbar - Kaufen! Aktienanalyse




15.08.19 11:55
Montega AG

Hamburg (www.aktiencheck.de) - Wüstenrot & Württembergische-Aktienanalyse von Aktienanalyst Benjamin Marenbach von der Montega AG:

Benjamin Marenbach, Aktienanalyst der Montega AG, bestätigt in einer aktuellen Aktienanalyse seine Kaufempfehlung für die Aktie der Wüstenrot & Württembergische AG (W&W) (ISIN: DE0008051004, WKN: 805100, Ticker-Symbol: WUW).

Die W&W AG habe gestern Halbjahreszahlen veröffentlicht und ihre Guidance für das laufende Geschäftsjahr (Erreichung des oberen Endes des Zielkorridors für den Konzernüberschuss von 220 bis 250 Mio. Euro) bestätigt.

Der Konzernüberschuss sei in Q2 um 66,8% auf 97,4 Mio. Euro gestiegen (Q2 2018: 58,4 Mio. Euro). Das Finanzergebnis sei auf 667,4 Mio. Euro angewachsen (Q2 2018: 558,7 Mio. Euro), was auf die zwischenzeitliche Erholung an den Kapitalmärkten bzw. die entsprechend GuV-relevante IFRS 9-Anwendung (Bewertung von Finanzinstrumenten) und ein gestiegenes Ergebnis der Württembergischen Versicherung zurückzuführen sei. Auf Ebene der Verwaltungsaufwendungen sei es trotz Steigerungen im Neugeschäft (verdiente Beiträge +7,1% yoy) gelungen weitere Kosteneinsparungen zu erzielen (Verwaltungsaufwand -2,3% yoy). Hier würden sich nach Erachten des Analysten Effizienzerfolge aus der Digitalisierungsstrategie bemerkbar machen. Kerntreiber der Ergebnisentwicklung seien erneut v.a. die Segmente Schaden- und Unfallversicherung (+54% auf 51,6 Mio. Euro), Wohnen (+91% auf 22,9 Mio. Euro) sowie alle sonstigen Segmente (+159% auf 21,0 Mio. Euro). In der Personenversicherung sei der Überschuss hingegen weiter rückläufig (-63% auf 1,8 Mio. Euro).

Die Sachversicherung, die für rund 60% des Konzernüberschusses verantwortlich sei, habe v.a. im Neugeschäft erneut überdurchschnittliche Zuwächse verzeichnet (gebuchte Bruttobeiträge W&W: +5,7% vs. dt. Versicherungswirtschaft laut GDV: +2,9%). Gleichzeitig habe W&W die im Branchenvergleich ohnehin schon niedrige Schaden/Kostenquote weiter auf 88,0% senken können (Vorjahr: 90,2%; Talanx: 97,5%; Allianz: 94,3%; Axa: 95,1%). Damit sei es dem Konzern nach Erachten des Analysten erneut gelungen, Marktanteile zu gewinnen ohne dabei seine gute Risikoallokation aufzugeben. Auch für das Gesamtjahr erwarte der Analyst weiterhin einen deutlich gestiegenen Konzernüberschuss aus der Sachversicherung, wobei üblicherweise schadenreiche Monate noch bevorstünden.

Im Bereich Wohnen habe W&W (Baufinanzierungen +16,0%) weiterhin überdurchschnittlich von der guten Branchenentwicklung der Wohnungsbaukredite (+5% in H1) profitiert. Rückschlagpotenziale bei den Immobilienpreisen, ausgeschöpfte Bau- und Handwerkerkapazitäten sowie Angebotsengpässe bei Bauland und Bestandsimmobilien hätten hier zuletzt jedoch für marginalen Gegenwind gesorgt. Die wesentlichen Treiber für die Baufinanzierungen, wie abermals gesunkene Hypothekenzinsen und die anhaltend hohe Wohnungsnachfrage, sehe Marenbach jedoch nach wie vor intakt. Für das Gesamtjahr rechne der Konzern im Segment Wohnen allerdings mit einem leicht rückläufigen Überschuss, der v.a. über Effekte aus dem verschlechterten Zinsumfeld auf die Bausparkasse zu erklären sein dürfte.

Der starke Ergebnisanstieg der sonstigen Segmente dürfte die positiven Einmaleffekte aus dem Pfandbriefbankverkauf enthalten, wohingegen sich der Kauf der Aachener Bausparkasse aus regulatorischen Gründen noch bis ins nächste Jahr hinziehen könnte.

In der Personenversicherung habe die Württembergische die gebuchten Bruttobeiträge im schwierigen Marktumfeld um 8,3% erhöhen können.

Die Guidance für das Gesamtjahr sei bestätigt worden und dürfte nach Erachten des Analysten nach wie vor sehr gut erreichbar sein (MONe Konzernüberschuss: 245,5 Mio. Euro; H1: 175,8 Mio. Euro).

Der Analyst habe in ihrer Prognose allerdings den positiven Effekt aus dem Kauf der Aachener Bausparkasse (MONe: 20 Mio. Euro) berücksichtigt und gehe inzwischen von einer Erreichung der Jahresziele ohne diesen Effekt, der nun erst im nächsten Jahr zum Tragen kommen sollte, aus. Einer Guidance-Erhöhung dürften zudem das aktuelle Kapitalmarktumfeld, dessen Volatilität durch die Anwendung von IFRS 9 voll in die GuV durchschlage, sowie die aktuellen wirtschaftlichen und geopolitischen Entwicklungen entgegengestanden haben. Gleichzeitig würden die erneuten Zinssenkungen Bausparkasse und Lebensversicherung auch mittelfristig vor weitere Herausforderungen stellen.

Bewertungsseitig sei die W&W-Aktie mit einem KGV 2019e von 6,8x und einem P/B von 0,4x nach Erachten des Analysten nach wie vor attraktiv (STOXX Europe Insurance KGV 12,9x, P/B: 1,3x). Von konjunkturellen Verwerfungen sei der Konzern bislang zudem weitgehend unberührt geblieben und operativ sei W&W nach Erachten des Analysten weiter auf einem guten Weg.

Benjamin Marenbach, Aktienanalyst der Montega AG, bestätigt daher sein Kursziel von 23,00 Euro bei unveränderter Kaufempfehlung. (Analyse vom 14.08.2019)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link.

Börsenplätze Wüstenrot & Württembergische-Aktie:

XETRA-Aktienkurs Wüstenrot & Württembergische-Aktie:
17,30 EUR -2,81% (15.08.2019, 11:07)

Tradegate-Aktienkurs Wüstenrot & Württembergische-Aktie:
17,46 EUR -1,47% (15.08.2019, 10:37)

ISIN Wüstenrot & Württembergische-Aktie:
DE0008051004

WKN Wüstenrot & Württembergische-Aktie:
805100

Ticker-Symbol Wüstenrot & Württembergische-Aktie:
WUW

Kurzprofil Wüstenrot & Württembergische AG:

1999 aus dem Zusammenschluss der beiden Traditionsunternehmen Wüstenrot und Württembergische entstanden, entwickelt und vermittelt die Wüstenrot & Württembergische-Gruppe (ISIN: DE0008051004, WKN: 805100, Ticker-Symbol: WUW) heute die vier Bausteine moderner Vorsorge: Absicherung, Wohneigentum, Risikoschutz und Vermögensbildung. Als börsennotierter Konzern mit Sitz in Stuttgart verbindet die W&W die Geschäftsfelder Wüstenrot, Württembergische und W&W brandpool als gleichstarke Säulen und bietet auf diese Weise jedem Kunden die Vorsorgelösung, die zu ihm passt. Dabei setzt sie auf den Omnikanalvertrieb, der von eigenen Außendiensten über Kooperations- und Partnervertriebe sowie Makleraktivitäten bis hin zu digitalen Initiativen reicht. Derzeit arbeiten rund 13.000 Menschen im Innen- und Außendienst für die W&W-Gruppe. (15.08.2019/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Die diesem Artikel zugrundeliegende Finanzanalyse / Studie zu dieser Gesellschaft ist im Auftrag dieser Gesellschaft oder einer dieser Gesellschaft nahe stehenden Person oder Unternehmens erstellt worden.







 
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Metadaten
Ratingstufe:kaufen
Ratingentwicklung:reiterated
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Analysten: Benjamin Marenbach
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