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09.02.18 15:51
DekaBank

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - In den vergangenen zwei Jahren hat sich das japanische Bruttoinlandsprodukt erstaunlich gut entwickelt, so die Analysten der DekaBank.

Die bisherige Serie von sieben Quartalen in Folge mit Anstiegen des Bruttoinlandsprodukts sei historisch einmalig für Japan. Allerdings beginne die japanische Statistik auch erst Mitte der Neunzigerjahre. Für das vierte Quartal 2017 dürfte nun sogar der achte Anstieg in Folge gemeldet werden. Allerdings sorge der Außenhandel, wegen eines starken Importanstiegs, für eine Wachstumsverlangsamung. Hingegen würden die Einzelhandelsumsätze andeuten, dass die privaten Konsumausgaben nach einer Schrumpfung im dritten Quartal nun wieder zugelegt hätten. Für die Unternehmensinvestitionen erwarten die Analysten der DekaBank ebenfalls eine positive Entwicklung.

Eigentlich dürfte die Veröffentlichung des deutschen Bruttoinlandsprodukts (BIP) im vierten Quartal kein Hingucker mehr sein, denn das Statistische Bundesamt habe die Jahreszahl 2017 schon veröffentlicht und auf der Pressekonferenz das Wachstum im vierten Quartal mit 0,5% im Vorquartalsvergleich beziffert. Da diese Rate allerdings auf 0,25 Prozentpunkt gerundet sei, umfasse sie den Bereich zwischen 0,375% und 0,625%. Die zuletzt veröffentlichten Konjunkturindikatoren waren ganz gut, sodass wir mit einem Anstieg des BIP um 0,6% rechnen, so die Analysten der DekaBank. Enttäuschend dürften dabei der private Konsum und die Bauinvestitionen gewesen sein. Auf der Habenseite schlage insbesondere eine gute Exportentwicklung zu Buche.

Die jüngste Entwicklung an den Aktienmärkten habe gezeigt, dass es zurzeit ein bestimmendes Angstthema für die Kapitalmarktteilnehmer gebe: Die US-Inflation. Im Januar dürften die US-Verbraucherpreise zwar gegenüber dem Vormonat relativ kräftig angestiegen sein. Hierfür seien aber die Energiepreise hauptverantwortlich. Deren Anstieg sei allerdings geringer als vor einem Jahr, sodass die Inflationsrate im Vorjahresvergleich sogar von 2,1% auf 1,9% fallen sollte. Basiseffekte würden dazu beitragen, dass auch die Inflationsrate ohne Lebensmittel und Energie im Vergleich zum Dezember von 1,8% auf 1,7% gesunken sein dürfte. Nichtsdestotrotz habe der jüngste US-Arbeitsmarktbericht gezeigt, dass selbst kleine Überraschungen, die aus schwer prognostizierbaren Sondereffekten resultieren würden, zu größeren Marktverwerfungen führen könnten. (09.02.2018/ac/a/m)





 
 
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