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Kolumnist: Redaktion boerse-frankfurt.de

Wochenausblick: Zieht die Fed jetzt die Zügel an?




23.08.21 10:25
Redaktion boerse-frankfurt.de

DAX Kurslinie

So mancher befürchtet, dass auf dem internationalen Notenbanker-Treffen in Jackson Hole diese Woche das Ende der extrem lockeren Geldpolitik eingeläutet werden könnte. Auch andere Faktoren belasten, doch bislang erholen sich die Märkte immer wieder.



23. August 2021. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Angst vor einer strafferen US-Geldpolitik, wieder stärker steigende Corona-Zahlen in vielen Teilen der Welt und nachlassendes Wachstum in China – das sind die Themen, die Investoren derzeit bewegen. Vergangene Woche hatten sie den DAX kurzzeitig auf fast 15.600 Punkte gedrückt. Der Wochenausklang fiel aber schon wieder viel freundlicher aus – auch an der Wall Street. Zum Beginn der neuen Woche steht der DAX bei 15.900 Punkten.


Von der am Donnerstag startenden Notenbanker-Konferenz in Jackson Hole im US-Bundesstaat Wyoming erwartet sich der Markt Informationen über die weitere Marschrichtung der US-Notenbank. Sorgen bereiten auch immer neue Markteingriffe Pekings sowie enttäuschende Konjunkturzahlen. Der chinesische Aktienmarkt liegt gemessen am Festlandsbörsenindex CSI 300 schon rund 17 Prozent unter seinem Hoch vom Februar.


„Saisonale Effekte im September und Oktober“


Neben der Diskussion um die Anleihenkäufe, neuen Konjunktursorgen und steigenden Corona-Infektionszahlen spielen laut Christian Schmidt von der Helaba auch die immer deutlicher werdende Lieferkettenproblematik sowie die Inflationsentwicklung eine Rolle. „Die deutschen Hersteller haben ihre Preise im Juli so stark angehoben wie seit 46 Jahren nicht mehr“, erklärt der Analyst. Da sich das Bild auch bei den Wall-Street-Indizes und an den asiatischen Märkten eintrübe, wachse an den Aktienmärkten die Gefahr für neuerliche, auch ausgeprägte Rücksetzer. „Im September und Oktober könnten sich zudem noch saisonale Effekte bemerkbar machen.“


Christian Schmidt

Schmidt


„Corona-Virus länger als erhofft Unsicherheitsfaktor“


„Nicht nur die Wachstumsabschwächung in China, sondern auch anhaltende Sorgen vor dem Corona-Virus werden die Aktienmärkte in den nächsten Wochen belasten“, meint auch Andreas Hürkamp von der Commerzbank. So leide Israel trotz einer bereits sehr hohen Impfquote unter einem neuerlichen, kräftigen Anstieg der Neuinfektionen und Krankenhausaufenthalte. „Es mehren sich damit die Anzeichen, dass der Corona-Virus noch länger als erhofft als Unsicherheitsfaktor auf dem Radarschirm der Investoren bleiben wird.“


Übergeordneter Aufwärtsmodus intakt


Charttechnisch sieht es aber nicht schlecht aus: Laut Martin Utschneider von Donner & Reuschel befindet sich der DAX weiterhin in einer kurzfristigen Konsolidierung – allerdings mit positiven Vorzeichen und einem charttechnischen Doppelboden bei 15.622 Zählern. „Sowohl die markttechnischen Trendfolgeindikatoren als auch die markttechnischen Kurzfristindikatoren deuten auf eine übergeordnete Trendstärke und lediglich kurzfristige Konsolidierung hin“, erklärt der Charttechniker. Der MACD-Indikator schwäche sich zwar weiter leicht ab, er signalisiere allerdings dabei noch kein Trendänderungssignal. Dazu sei das Momentum weiter positiv, es könne sogar wieder nach oben drehen. „Fazit ist: Der übergeordneter Aufwärtsmodus ist intakt.“


Martin Utschneider

Utschneider


Wichtige Konjunktur- und Wirtschaftsdaten


Montag, 23. August


10.00 Uhr. Eurozone: Einkaufsmanagerindex August.


Mittwoch, 25. August


10.00 Uhr. Deutschland: ifo-Geschäftsklima August. Die Konsensschätzungen liegen bei 100,2 Punkten nach 100,8 im Juli, was einer leichten Abkühlung des Geschäftsklimas entspräche.


Donnerstag, 26. August


USA: Beginn des geldpolitischen Symposiums in Jackson Hole. Die DekaBank rechnet damit, dass sich US-Notenbankchef Powell bei der Eröffnungsrede hinsichtlich der Reduzierung der Anleihekäufe zurückhaltend äußern wird. Interviews mit Mitgliedern des Fed-Entscheidungsgremiums könnten aber weiteren Aufschluss über die Mehrheitsverhältnisse liefern.


Freitag, 27. August


14.30 Uhr. USA: Deflator des privaten Konsums Juli. In den USA war die Inflation gemessen am Deflator der Konsumausgaben wohl auch im Juli recht hoch, erklärt die Commerzbank. Der Inflationsschub verliere aber allmählich an Kraft. Die Preise hätten vermutlich um 0,5 Prozent gegenüber Juni zugelegt, ohne Energie und Nahrungsmittel um 0,4 Prozent.


von: Anna-Maria Borse
23. August 2021, © Deutsche Börse AG




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