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Kolumnist: Redaktion boerse-frankfurt.de

Wochenausblick: „Woche der Wahrheit“




02.11.20 15:22
Redaktion boerse-frankfurt.de

Derzeit blickt alles gen USA – und auf die aktuellen COVID-19-Zahlen in Deutschland bzw. Europa. Größere Ausschläge am Aktienmarkt erwarten Analysten am Tag vor der US-Präsidentschaftswahl allerdings nicht mehr.



2. November 2020. FRANKFURT (Börse Frankfurt). US-Präsidentschaftswahl, Teil-Lockdown in Deutschland, US-Notenbanksitzung: In der neuen Handelswoche gibt es eine Menge marktbewegende Themen.


Erste Ergebnisse der Wahl werden frühestens für Mittwoch 1:00 Uhr nachts erwartet, das wichtige Ergebnis aus Florida für 2:00 Uhr. Wegen eventuell fehlender genauer Ergebnisse aus einigen Bundesstaaten kann es aber unter Umständen auch Tage dauern, bis der neue US-Präsident feststeht. Einen „Lieblingskandidaten der Börsen“ gibt es diesmal nicht. Nach Einschätzung der meisten Marktbeobachter dürfte das Ergebnis den Aktienmarkt kaum beeinflussen.


„Risiko liegt im Umgang mit US-Wahlergebnis“


Risiken für die Börsen existieren aber durchaus. Martin Utschneider von Donner & Reuschel spricht von einer „Woche der Wahrheit“. Das grundlegende Risiko liege im Umgang mit dem US-Wahlergebnis. „Ein knappes Ergebnis könnte sich wie ein Kaugummi ziehen.“


Für die Kapitalmärkte sei US-Fed-Chef Jerome Powell allerdings letztlich wichtiger als der nächste US-Präsident. „Und Powell hat seinen Kurs ja bereits vorgegeben: Dauerhaft niedrige Zinsen und ein dynamisches Inflationsziel.“


Martin Utschneider

Utschneider


„Kein Ausverkauf wie im März“


Hierzulande gilt seit heute der Teil-Lockdown, in anderen europäischen Ländern wie Frankreich oder Österreich sind die Einschränkungen noch härter. Trotz heftiger Kurseinbußen in der vergangenen Woche: Ein Ausverkauf wie im März ist laut Markus Wallner von der Commerzbank noch nicht zu erkennen. „Dies dürfte daran liegen, dass bei den neu angeordneten Beschränkungen das wirtschaftliche Leben bis auf einige Ausnahmen wie zum Beispiel Schließung von Kinos, Bars, Restaurants, Fitnessstudios aufrechterhalten werden kann“, meint der Analyst.


Der DAX startete am Montagmorgen unverändert. Am Freitag war der Index bei 11.549 Zählern aus dem Handel gegangen – nach Verlusten auf Wochensicht von über 1.000 Punkten oder fast 9 Prozent. An der Wall Street sah es nicht ganz so düster aus: Der Dow Jones gab vergangene Woche 6,5 Prozent ab.


Konjunkturseitig stehen in den kommenden Tagen zwar wichtige Daten zur Veröffentlichung an, die Aufmerksamkeit richtet sich aber ganz auf die US-Wahlen am Dienstag.


Wichtige Konjunktur- und Wirtschaftsdaten


Montag, 2. November


16.00 Uhr. USA: ISM-Index verarbeitendes Gewerbe Oktober. Die Commerzbank geht davon aus, dass sich die deutliche Erholung aus dem dritten Quartal fortsetzt, aber erheblich an Schwung verliert. Vom verarbeitenden Gewerbe erwarten die Analysten relativ gute Zahlen. Bei den Dienstleistungen (Veröffentlichung Mittwoch, 16.00 Uhr) bewege sich der ISM-Index seit vier Monaten auf relativ hohem Niveau seitwärts, das werde sich fortsetzen.


Dienstag, 3. November


USA: Präsidentschaftswahlen. 


Donnerstag, 5. November


13.00 Uhr. Großbritannien. Zinsentscheid der Bank of England. Bei ihrem November-Zinsentscheid werde die Bank of England ihre neuen Prognosen vorstellen, erklärt die DekaBank. Zur Unterstützung der Wirtschaft bei der Bewältigung von Corona-Krise und Brexit werde die Notenbank zudem ihren expansiven Kurs bestätigen und eine Verlängerung ihrer Wertpapierkäufe beschließen. Negativzinsen stünden kurzfristig nicht auf der Agenda.


20.00 Uhr. USA: Entscheidung US-Notenbanksitzung. Entscheidende Änderungen werden nicht erwartet.


Freitag, 6. November


8.00 Uhr. Deutschland: Industrieproduktion September. Die deutsche Industrie dürfte im September weiter zugelegt haben, meint die Commerzbank. Sie rechnet mit einem kräftigen Plus von 3,5 Prozent (Konsens: 3,9 Prozent), womit das Vorkrisenniveau aber immer noch deutlich verfehlt werde.


14.30 Uhr. USA: Arbeitslosenzahlen Oktober. Die Dynamik der US-Wirtschaft flacht sich laut DekaBank weiter ab. Der von den Analysten erwartete Beschäftigungsaufbau von 550.000 sei in „normalen“ Wachstumszeiten gigantisch, angesichts des niedrigen Beschäftigungsniveaus sei der Zuwachs aber enttäuschend.


von: Anna-Maria Borse
2. November 2020, © Deutsche Börse AG




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