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Kolumnist: Redaktion boerse-frankfurt.de

Wochenausblick: Skepsis ist angebracht




12.08.19 13:35
Redaktion boerse-frankfurt.de

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Nach den Verlusten der vergangenen Woche erkennen technisch orientierte Analysten kurzfristiges Aufwärtspotenzial für den deutschen Aktienindex. Fundamental bremsen die Dauerthemen Handelsstreit und Brexit sowie Neuwahlen in Italien.


12. August 2019. FRANKFURT (Börse Frankfurt) Dauerbrenner Handelskonflikt, ein immer wahrscheinlicher werdender Brexit ohne neue sowie die Regierungskrise in Italien sind nur einige der Themen an den Kapitalmärkten mitten in der spätsommerlichen Ferienzeit. In dieser Gemengelage verabschieden sich Anleger tendenziell von risikoreicheren Anlagen. Der DAX verlor im Wochenverlauf unter Schwankungen gut 0,5 Prozent und ging am Freitag mit 11.693 Punkten aus dem Handel. In die neue Woche ist das hiesige Aktienbarometer mit 11.801 Punkten gestartet


Die globalen Aktienmärkte werden sich nach Meinung des Commerzbank-Analysts Chris-Oliver Schickentanz weiterhin in einem fragilen und schwankungsreichen Umfeld bewegen und ihre Konsolidierung eher fortsetzen. Das sieht Robert Greil von Merck Finck Privatbankiers ähnlich und sagt gar einen „heißen Börsenherbst“ voraus. Unter anderem lieferten Rezessionssorgen genügend zusätzlichen Zündstoff für stärkere Ausschläge an den Märkten.


Kurzfristige Erholung


Aus technischer Perspektive ist nach Ansicht von Christoph Geyer offen, ob der positive Start in die Woche für ein erneutes Vordringen in den Bereich von 12.000 Punkten ausreicht. Der DAX sei im Rahmen der Abwärtsbewegung bis an die Unterstützung um etwa 11.600 Punkten gefallen. Hier fand der Markt Halt und verließ den steilen Abwärtstrend zur Seite, wie der Charttechniker der Commerzbank feststellt. Das Kaufsignal des Stochastik-Indikators spreche für positive Impulse, zudem müssten die Aufholtendenzen an den US-Börsen zum Wochenschluss im deutschen Markt noch verarbeitet werden.


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Einigung rückt in weite Ferne


Auf eine baldige Lösung im Zollstreit deutet bislang wenig. Die US-Bank Goldman Sachs rechnet mit einer Verlängerung des Disputs über die US-Präsidentschaftswahlen im November 2020 hinaus. Dabei kosten nach Meinung von Marktbeobachtern die bislang in Kraft getretenen Zölle einen US-amerikanischen Durchschnittshaushalt schon jetzt mehrere Hundert US-Dollar im Jahr. Hinzu kämen die auf 10 Prozent festgesetzten, ab September geltenden US-Einfuhrgebühren für viele Konsumgüter. Sollten diese in einer weiteren Eskalationsstufe auf 25 Prozent angehoben werden, steigt laut Claudia Windt von der Helaba die Belastung auf 1,5 bis 2,0 Prozent des mittleren Jahreseinkommens. Die nächste Tranche Zölle würden die Bürger erst in den kommenden Monaten in ihren Geldbörsen spüren. Dann steige vermutlich auch die Teuerungsrate in den Vereinigten Staaten.


Schuldendiskussion reloaded


Der anstehende italienischen Regierungswechsel macht sich laut HSBC am Rentenmarkt stärker bemerkbar. Die Rendite italienischer Staatsanleihen stieg im Laufe des Freitags wieder an. Ein von Innenminister Matteo Salvini angestrebtes Bündnis der Lega, Fratelli d’Italia“ und der Forza Italia werde vermutlich auf Konfrontationskurs mit den EU-Partnerländern zusteuern. Mit der zur Diskussion stehenden erneuten Aussetzung einer vorgesehenen Mehrwertsteuererhöhung sowie den Steuersenkungen würde der erlaubte, jährliche Minus-Haushalt von 3 Prozent gemessen am Bruttoinlandsprodukt überschritten. Somit wäre die EU-Kommission gezwungen, erneut ein Defizit-Verfahren gegen Italien zu eröffnen.


Wichtige Konjunktur- und Wirtschaftsdaten


Dienstag, 13. August


14.30 Uhr. USA: Verbraucherpreise Juli. Die Verbraucherpreise dürften sich laut DekaBank im vergangenen Monat verhältnismäßig stark nach oben entwickelt haben. Mitverantwortlich seien höheren Zölle für chinesische Waren. Saisonbereinigt würden zudem die kräftiger gestiegenen Energiepreise ins Gewicht fallen. Abgesehen von diesen Sondereffekten sei die Teuerung weiterhin mit dem 2 Prozent Inflationsziel der Federal Reserve im Einklang.


Mittwoch, 14. August


8.00 Uhr. Deutschland: Bruttoinlandsprodukt zweites Quartal. In Deutschland stellen sich der DekaBank zufolge die Kollateralschäden des Handelskriegs und des drohenden Brexits ein. Ersterer sorge für rückläufige Ausrüstungs- und Lagerinvestitionen im Inland. Der Brexit habe im zweiten Quartal das gesamtwirtschaftliche Wachstum auf eine andere Art gedämpft. Nach Hamsterkäufen im ersten Quartal und der Brexit-Verschiebung seien im Vereinigten Königreich die Lager wieder geräumt worden und Käufe im Ausland gebremst. Erstaunlich schwach zeige sich auch der private Konsum. Vor diesem Hintergrund werde das deutsche Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal voraussichtlich um 0,2 Prozent - verglichen mit den Monaten Januar bis März - schrumpfen.


von: Iris Merker
© 12. August 2019, Deutsche Börse AG




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