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Kolumnist: Redaktion boerse-frankfurt.de

Wochenausblick: Richtung unentschieden




25.05.20 16:24
Redaktion boerse-frankfurt.de

Die Rückkehr des US-chinesischen Schlagabtauschs, positiver ausfallende Stimmungsindikatoren und mögliche großzügige Corona-Hilfen aus Brüssel sorgen für wechselhafte Anlegergefühle. 
 


25. Mail 2020. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Es scheint, als hätte Corona die Spannungen zwischen den USA und China lediglich auf Eis gelegt. Mit den vielerorts fallenden Infektionszahlen samt zunehmender Lockerung der Beschränkungen treten die Konflikte wieder stärker in den Vordergrund. Diese politischen Kontroversen könnten nach Ansicht von Chris-Oliver Schickentanz von der Commerzbank die Fortsetzung der Erholungsbewegung an den Aktienmärkten bremsen.


Einiges vorweggenommen


Für Frank Engels von Union Investment bleiben die Kapitalmärkte auf kurze Sicht anfällig. Ein Großteil der erwarteten Wirtschaftserholung für das zweite Halbjahr sei in den aktuellen Börsenkursen bereits eingepreist. Weiteres Kurspotenzial erkennt Engels für den Fall einer nachhaltigen Eindämmung des Covid-19 oder eines Durchbruchs im Wettlauf um einen Impfstoff.


Steiniger Weg zum Wiederaufbaufonds


Dieser wird nach Ansicht von Christian Apelt von der Helaba wohl zunächst auf sich warten lassen. Noch befinde sich die Entwicklung eines Präparats in der Frühphase. Auch werde ein geplanter EU-Wiederaufbaufonds nicht über Nacht aus der Taufe gehoben.


Am Mittwoch will EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen einen neuen EU-Finanzenentwurf für die Jahre 2021 bis 2027 – samt Corona-Paket – vorlegen. Dieser sieht Medienberichten zufolge Hilfsgelder in Form von nicht zurückzahlbaren Zuschüssen, Krediten und Garantien vor. Ein Tauziehen scheint vorprogrammiert. Die Notfallhilfe muss von den EU-Staats- und Regierungschefs einstimmig beschlossen werden.



Christian Apelt

Apelt


Achtsamkeit ist angebracht


Hierzulande macht sich in der Wirtschaft verhaltener Optimismus breit. Die konjunkturellen Stimmungs-Indikatoren erholen sich laut Apelt von „Depressions- auf normales Rezessionsniveau“. Leicht freundlichere Konjunkturdaten würden die Finanzmärkte aber kaum zusätzlich befeuern, schließlich seien diese schon vorab gefeiert worden.


DAX-Richtungssuche


Nach einem Plus von 5,8 Prozent auf 11.073 Punkten in der abgelaufenen Woche startet der deutsche Aktienindex am Montag mit 11.186 Punkten erneut gestärkt in den Handel.


Technisch steht eine richtungsweisende Entscheidung beim DAX noch aus, wie Christian Schmidt von der Helaba beschreibt. Der deutsche Leitindex bewege sich derzeit innerhalb einer Range zwischen 10.850 und 11.235 Punkten. Ein Ausbruch aus dieser Spanne würde Schmidt zufolge einen deutlichen Hinweis auf den weiteren DAX-Verlauf liefern. Bis es soweit ist, gelte es, die Wahrscheinlichkeiten für die eine oder andere Richtung abzuwägen. Mit Blick auf die zuletzt häufig auftretenden, kleinen Kerzenkörper, die schwache Umsatzentwicklung bei steigenden Kursen und einen sich abschwächenden MACD gewichtet Schmidt das Risiko auf der Unterseite höher.



Christian Schmidt

Schmidt


Ausschüttungen schrumpfen


Die Pandemie wird Unternehmen unterschiedlich schwer belasten. Das wirkt sich sicher auch auf die diesjährigen Dividendenzahlungen aus. Nach weltweiten Rekorddividenden im ersten Quartal rechnet der Vermögensverwalter Janus Henderson im Laufe des Jahres mit einem drastischen Rückgang. Im besten Fall würden die Ausschüttungen um 15 Prozent gesenkt, im schlimmsten Fall müssten Anleger demnach mit einem Minus von 35 Prozent rechnen. Das volle Ausmaß des Einbruchs werde wahrscheinlich erst in den nächsten zwölf Monaten sichtbar.


Relativ stabil blieben wohl die Gewinnbeteiligungen von Firmen aus der Gesundheitsbranche, dem Lebensmittelsektor sowie aus den meisten anderen Basiskonsumgüter-Segmenten. Dividenden aus dem Bausektor und aus speziellen Industriebranchen wie der Luft- und Raumfahrt seien hingegen unter Druck. Auch Aktionäre von Banken und Luxusgüterkonzernen dürften Henderson zufolge im laufenden Jahr eine Enttäuschung erleben.


von: Iris Merker


25. Mai 2020, © Deutsche Börse AG




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