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Kolumnist: Redaktion boerse-frankfurt.de

Wochenausblick: „Oszillieren zwischen Hoffnung und Sorge“




04.05.20 11:26
Redaktion boerse-frankfurt.de

Negative Vorgaben von der Wall Street und die immer schärfer werdenden Corona-Anschuldigungen der US-Regierung gegen China belasten den DAX. So mancher befürchtet, dass es noch einmal deutlich nach unten geht, für andere ist das Schlimmste überstanden.  



4. Mai 2020. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Die deutliche Erholung im April dürfte sich nach Ansicht vieler Analysten Anfang Mai erst einmal nicht fortsetzen, die Vorgaben sind denkbar schlecht. Der Dow Jones verlor am Freitag wegen Sorgen um ein Wiederaufflammen des Handelskonflikts 2,6 Prozent. US-Präsident Trump hatte mit neuen Zöllen gegen China gedroht, da das Land das Ausmaß der Corona-Krise im eigenen Land heruntergespielt habe. Am gestrigen Sonntag forderte US-Staatssekretär Mike Pompeo, dass China wegen der Covid 19-Ausbreitung zur Verantwortung gezogen werden müsse. 


An vielen asiatischen Börse wird heute feiertagsbedingt nicht gehandelt, in Hongkong und Korea verzeichneten die Börsen erneut hohe Verluste. Der DAX liegt am Montagmorgen bei 10.540 Punkten. Im April hatte sich der Leitindex um über 9 Prozent erholt.


„Rückkehr zur Normalität ein weiter Weg“


„Die Aktienmärkte oszillieren zwischen Hoffnung und Sorge“, formuliert es Hannah Thielcke von der Weberbank. Einerseits stabilisierten sich in vielen Teilen der Welt die Infektionszahlen oder gingen zurück. Die Ankündigungen erster Lockerungsmaßnahmen häuften sich, Regierungen wie Zentralbanken handelten zudem schnell und großzügig. „Andererseits deutet alles darauf hin, dass die wirtschaftlichen Verluste bis Juni 2020 immens sein werden.“ 


Sollten die Lock-downs weltweit länger andauern und zunehmend auch den internationalen Handel behindern, werde eine Beschleunigung des wirtschaftlichen Abschwungs und eine verlangsamte Erholungsbewegung auch durch erhöhte fiskal- und geldpolitische Maßnahmen nicht zu verhindern sein. „Der Blick nach China zeigt uns, dass eine Rückkehr zu unserer zuvor gekannten Normalität ein weiter Weg sein wird.“


Droht das „W“ am Aktienmarkt?


„Der deutsche Leitindex legte zwar eine fulminante Handelswoche hin, konnte diesen kurzfristigen Run aber nicht behaupten“, erklärt der Charttechniker Martin Utschneider von Donner & Reuschel. Es deute weiterhin viel auf eine übergeordnete langgezogene W-Formation hin, also einen abermaligen Einbruch nach der ersten Erholungswelle. „Dieses Muster kennen wir bereits aus den Jahren 2008/2009 als Folge der Finanzmarktkrise.“



Martin Utschneider

Utschneider


„Das Schlimmste liegt hinter uns“


Erste Lockerungen und nennenswerte Fortschritte bei Corona-Medikamenten auf der einen, negative Wirtschaftsnachrichten wie eine zunehmende Arbeitslosigkeit und eine Welle von Unternehmenspleiten auf der anderen Seite prägen die Börsen auch nach Ansicht von Robert Halver von der Baader Bank. Insgesamt sei daher mit einer grundsätzlich schwankungsintensiven Börse zu rechnen. „Dennoch sind klare Kursstabilisierungen unverkennbar. Das Schlimmste liegt hinter uns.“


Wichtige Konjunktur- und Wirtschaftsdaten


Donnerstag, 7. Mai


8.00 Uhr. Deutschland: Industrieproduktion März.Angesichts des bereits bekannt gegebenen Einbruchs der Autoproduktion und der erwarteten deutliche Einbußen in anderen Branchen rechnet die Commerzbank insgesamt mit einem Rückgang der Industrieproduktion um 10 Prozent.


14.30 Uhr. USA: Erstanträge Arbeitslosenunterstützung 2. Mai. Derzeit werden die wöchentlichen Meldungen stark beachtet, da sie ein aktuelleres Bild der Lage geben als die Monatszahlen. Vergangenen Woche stellten fast vier Millionen Menschen einen Erstantrag auf Arbeitslosenhilfe, damit haben bereits über 30 Millionen Menschen ihre Arbeit verloren. 


Freitag, 8. Mai


14.30 Uhr. USA: Arbeitsmarktzahlen April. Der Stillstand der US-Wirtschaft hat viele Millionen Arbeitsplätze vernichtet, erklärt die Commerzbank. Die Arbeitslosigkeit sei im April wohl so hoch wie zuletzt während der Depression der 1930er Jahre gewesen. Die Analysten erwarten eine Arbeitslosenquote von 17 Prozent nach 4,4 Prozent im März. 


Von: Anna-Maria Borse


4. Mai 2020, © Deutsche Börse AG




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