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Kolumnist: Redaktion boerse-frankfurt.de

Wochenausblick: Optimismus überwiegt




29.04.19 12:03
Redaktion boerse-frankfurt.de


US-chinesische Handelsgespräche auf Top-Ebene sowie eine Flut von Quartalsberichten und Wirtschaftsdaten können am Aktienmarkt für Bewegung in beide Richtungen sorgen. Charttechnisch wird die Luft beim DAX dünner. 29. April 2019. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Die Fortsetzung der Zollverhandlungen zwischen den Vereinigten Staaten und China auf Ministerebene, Unternehmenergebnisse, zudem eine Reihe von Konjunkturdaten prägen nach Ostern das Bild an den Aktien- und Rentenmärkten. Der DAX startet in die neue Woche mit 12.308 Punkten und damit kaum verändert. 

Eine schnelle Lösung im US-chinesischen Zollstreit erwarten die wenigsten. Kurzfristig gibt es nach Meinung von Chris-Oliver Schickentanz dennoch kaum Belastendes für die Märkte. Höhere US-amerikanische Autozölle und entsprechende Reaktionen vonseiten der EU könnten womöglich negative Reflexe an den Finanzmärkten auslösen, wie der Commerzbank-Analyst meint. Über die wahre Betriebstemperatur der globalen Konjunktur tappten Marktteilnehmer derzeit eher im Dunkeln. Die jüngsten Einzeldaten hätten zum Teil Argumente in Richtung einer Besserung geliefert, andere wiederum sprächen für eine Verlangsamung des Wachstums. 

US-Konzerne trumpfen auf


Dennoch bestimme gegenwärtig eine optimistische Grundhaltung das Bild an den Aktienmärkten. Das hänge mit der klar positiven Interpretation der Ergebnisse von US-Unternehmen für die ersten drei Monate zusammen. Bislang legten laut Bloomberg rund 45 Prozent der S&P 500-Konzerne ihre Zahlen offen. Mehr als drei Viertel davon hätten die Erwartungen übertroffen, nachdem die Annahmen im Vorfeld wie so häufig nach unten korrigiert worden seien. In den vergangenen vier Quartalen seien die Unternehmen im marktbreiten Index laut Datenanbieter Refinitiv auf eine vergleichbare Quote gekommen. In Europa und insbesondere in Deutschland liege diese deutlich darunter. In den kommenden Tagen folgt knapp ein Drittel der S&P 500-Firmen mit ihren Zahlen.

Schnäppchen dünn gesät


"Hält dieser Trend an, dürften die Kurse noch etwas weiter anziehen", meint Thomas Metzger vom Bankhaus Bauer. Gerade Investoren, die den Aufschwung bisher verpasst hätten, würden mit ihrem Einstieg die Kurse zusätzlich stützen. Andererseits werde die etwas überkaufte Situation Marktteilnehmer zu Gewinnmitnahmen einladen. Ein möglicher Deal zwischen den USA und China treibe die Aktienkurse vermutlich nicht mehr extrem an. Denn dieser sei an den Märkten zumindest teilweise bereits eingepreist. Eine zu erwartende Konsolidierung stuft Metzger aus derzeitiger Sicht als ein gesundes Durchschnaufen des Marktes ein. Diese werde Anlegern die Möglichkeit bieten, strategische Positionen aufzubauen. 

Die Luft wird dünner  

Auch aus technischer Perspektive sieht Andreas Büchler von Index-Radar für den deutschen Bluechip-Index auf kurze Sicht eine mögliche Atempause. Danach sei der Weg nach oben frei. Der DAX notiere derzeit nur unwesentlich unterhalb der oberen Randzone seines statistischen Schwankungskorridors, die zwischen etwa 12.400 und 12.550 DAX-Punkte verlaufe. Daher halte der Charttechniker eine Konsolidierungsphase in Richtung der südlichen Limitierung dieses Kanals um 11.850 bzw. 12.100 Punkte jederzeit für möglich. Allzu große Sorgen sollten sich Anleger nach Ansicht von Büchler aber nicht machen. Das bereits häufiger als Wendezone etablierte Areal um 11.700 bzw. 12.100 Punkte werde bei der drohenden Korrektur vermutlich kaum mehr unterschritten. 

"Der DAX konnte den Aufwärtstrend halten, auch wenn zum Wochenschluss die Dynamik etwas abhanden gekommen ist", beschreibt Christoph Geyer die aktuelle technische DAX-Lage. Weitere Kurssteigerungen seien aufgrund es anziehenden MACD-Indikators möglich. "Die Luft dürfte aber im Bereich des nächsten Widerstands um 12.500 DAX-Punkte langsam dünner werden", meint der Charttechniker der Commerzbank. Ein Trendbruch würde allerdings eine Korrektur an die Ausbruchslinie nach sich ziehen.


GeyerGeyer  

Wichtige Konjunktur- und Wirtschaftsdaten


Hierzulande nimmt die Berichtssaison an Fahrt auf. Unter anderem bringen Schwergewichte wie VW, Lufthansa, Deutsche Börse und BASF ihre Zahlen für die ersten drei Monate. Aus der zweiten Reihe öffnen Unternehmen wie Airbus, Knorr-Bremse und Siemens Healthineers ihre Bücher. Aus den USA kommen Zahlen von Alphabet, Apple und Berkshire Hathaway. 

Dienstag, 30. April 

10.00 Uhr. Euroraum: Bruttoinlandsprodukt Erstes Quartal. Nachdem die europäische Wirtschaft im zweiten Halbjahr vergangenen Jahres vor allem aufgrund regionaler Sondereffekte schwächelte, rechnen Analysten für das erste Quartal mit einem soliden Plus von 0,4 Prozent gegenüber den drei Monaten zuvor. Allerdings laste die Industrieschwäche weiterhin auf der europäischen Wirtschaft. 

Freitag, 3. Mai 

14.30 Uhr. USA: Arbeitsmarktbericht April. Der US-Arbeitsmarktbericht dürfte nach Ansicht der DekaBank erneut zeigen, dass sich die heimische Wirtschaft unverändert auf einem guten Wachstumspfad befindet. Die jüngsten Arbeitsmarktindikatoren zeigten zum Vormonat gar eine Verbesserung. Aufgrund der stärker als üblichen winterlichen Belastung für die Beschäftigungsentwicklung bestehe ein Nachholbedarf, der zu einem leicht überdurchschnittlichen Aufbau der Beschäftigung geführt haben könne. In der Arbeitslosenquote sowie in der Veränderung der durchschnittlichen Stundenlöhne im Vergleich zum Vorjahr spiegelten sich die Zuwächse hingegen kaum wider. 

Von: Iris Merker
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