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Kolumnist: Redaktion boerse-frankfurt.de

Wochenausblick: „Fortsetzung der Gewinndynamik zweifelhaft“




30.08.21 12:02
Redaktion boerse-frankfurt.de

Die neue Woche steht ganz im Zeichen wichtiger Konjunkturdaten. Analysten rechnen hierzulande allerdings mit einer Abkühlung. Highlight der Woche: Am Freitag wird die neue Zusammensetzung des DAX bekannt gegeben. 


30. August 2021. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Verschreckt hat US-Notenbankchef Jerome Powell die Anleger mit seinen Aussagen nicht: Powell stellte auf seiner stark beachteten Rede auf der Notenbankerkonferenz im amerikanischen Jackson Hole am Freitagnachmittag unserer Zeit zwar eine Reduzierung der Anleihekäufe noch in diesem Jahr in Aussicht. Einen festen Zeitplan nannte er aber nicht. S&P 500 und Nasdaq kletterten daraufhin auf neue Rekordhochs. Der DAX, der am Freitag mit 15.855,66 Punkten aus dem Handel gegangen war, steht am Montagmorgen bei 15.867 Zählern. Das Rekordhoch von 16.028 Punkten ist nicht mehr weit.


Auch diese Woche könnte es wichtige Impulse geben, diesmal von Konjunkturseite: Der chinesische Einkaufsmanagerindex, die Verbraucherpreise in der Eurozone und die US-Arbeitslosenzahlen werden veröffentlicht. Davon erhoffen sich Anleger Informationen über Chinas Aufschwung, der sich zu verlangsamen scheint, die Inflation in Europa und den Zustand der US-Wirtschaft.


„Unternehmen haben Einbruch hinter sich gelassen“


Nach Einschätzung von Claudia Windt von der Helaba stehen die erzielten Unternehmensgewinne neuen DAX-Rekorden nicht im Weg. „Ganz im Gegenteil: Die laufende Berichtssaison zeigt, dass die Unternehmen den Einbruch des vergangenen Jahres weit hinter sich gelassen haben.“ Mit Blick auf das zweite Halbjahr scheine die Skepsis der Anleger aber durchaus angebracht. „Eine Fortsetzung dieser Gewinndynamik ist vor dem Hintergrund von Lieferengpässen, mehr Infektionen sowie hoher Inflation eher zweifelhaft.“ Womöglich könne diese Gemengelage die deutsche Konjunktur im zweiten Halbjahr beeinträchtigen. „Der ifo-Geschäftsklimaindex hat das jüngst bereits angedeutet.“


Charttechnisch sieht es für den DAX gar nicht schlecht aus: „Noch ziert sich der DAX, einen nachhaltigen Ausbruch zu generieren“, erklärt Christoph Geyer von der Commerzbank. „Die Chance auf eine Etablierung eines neuen Aufwärtstrends ist aber durchaus gegeben.“


„Wahl ohne große Auswirkungen“


Der Ausgang der Wahl in Deutschland wird nach Einschätzung von Carsten Mumm von Donner & Reuschel übrigens kaum für größere Bewegungen an den Kapitalmärkten sorgen. „Die wesentlichen Treiber bleiben die Corona-Pandemie, der Pfad der wirtschaftlichen Erholung und die Geldpolitik, woran sich kurzfristig auch mit einer neuen Bundesregierung kaum etwas ändern dürfte.“ Nur für den Fall, dass sich eine rot-rot-grüne Koalition konkreter andeuten sollte, wäre mit steigender Verunsicherung an den Börsen zu rechnen.


Mumm


Kandidatenkür: DAX-Erweiterung auf 40


Dem DAX steht im September die größte Veränderung in seiner 33-jährigen Geschichte bevor: Die Mitgliederzahl wird von 30 auf 40 ansteigen. Dem MDAX werden künftig hingegen nur noch 50 statt wie bisher 60 Unternehmen angehören. Die Entscheidung wird am Freitag bekannt gegeben, umgesetzt wird sie am 20. September. Zu den DAX-Kandidaten gehören Airbus (NL0000235190), Siemens Healthineers (DE000SHL1006), Zalando (DE000ZAL1111), Sartorius (DE0007165631), Symrise (DE000SYM9999), Porsche (DE000PAH0038), HelloFresh (DE000A161408) und Brenntag (DE000A1DAHH0) sowie Puma (DE0006969603), Beiersdorf (DE0005200000), Qiagen (NL0012169213) und LEG (DE000LEG1110). Bei einigen Unternehmen steht die Aufnahme schon fest, bei anderen ist die Kursentwicklung bis Ende August entscheidend.


Wichtige Konjunktur- und Wirtschaftsdaten


Montag, 30. August


14.00 Uhr. Deutschland: Verbraucherpreise August. Nach Einschätzung der Helaba dürfte sich die monatliche Dynamik auch angesichts der gesunkenen Energiepreise verlangsamt haben. Basiseffekte sorgten aber dafür, dass die Jahresrate hoch bleibe und sogar nochmals zulegen könnte.


Dienstag, 31. August


3.00 Uhr. China: Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe/Dienstleistungen. Nach der schnellen Aufholbewegung mehren sich laut DekaBank nun die Anzeichen für eine Verlangsamung des Aufschwungs. Die Fortsetzung der No-Covid-Strategie der chinesischen Regierung führe dazu, dass bereits Corona-Einzelfälle erhebliche Restriktionen zur Folge hätten und sich in der wirtschaftlichen Aktivität bemerkbar machten. Daher rechnen die Analysten mit einem weiteren Rückgang der Einkaufsmanagerindizes, der fünfte Rückgang in Folge.


11.00 Uhr. Eurozone: Verbraucherpreise August. Die August-Zahlen werden nach Einschätzung der Commerzbank für einiges Aufsehen sorgen. Denn die Teuerungsrate sei wohl von 2,1 auf 2,6 Prozent gestiegen. Für die Kernteuerungsrate ohne Energie- und Nahrungsmittelpreise prognostiziert die Bank sogar ein Plus von 0,7 auf 1,4 Prozent.


Freitag, 3. September


Arbeitskreis Aktienindizes: Die veränderte Indexzusammensetzung von DAX, MDAX, SDAX und TecDAX wird bekannt geben. Umgesetzt werden die Neuerungen zum 20. September. Highlight ist die Erweiterung des DAX auf 40 Mitglieder.


14.30 Uhr. USA: Arbeitslosenquote August. Die Commerzbank erwartet im Vergleich zum deutlichen Stellenzuwachs im Juli einen gewissen Rückschlag, auch wenn die Stellenzahl erneut sehr kräftig um 650.000 zunehmen werde. Das erwartete Beschäftigungsplus werde aber wohl für einen Rückgang der Arbeitslosenquote von 5,4 auf 5,2 Prozent ausreichen.


von: Anna-Maria Borse 30. August 2021, © Deutsche Börse AG




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