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Kolumnist: Redaktion boerse-frankfurt.de

Wochenausblick: Chancen auf Weihnachtsrallye bestehen




09.12.19 12:34
Redaktion boerse-frankfurt.de

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Von vorweihnachtlicher Ruhe kann angesichts eines straffen Wochenprogramms keine Rede sein. Unter anderem sorgen zwei Notenbanksitzungen, die Wahl zum britischen Unterhaus sowie mögliche Zollentscheidungen für Spannung. Technisch orientierte Analysten erkennen Potenzial für eine Jahresendrallye.
 


9. Dezember 2019. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Mit den Wahlen des britischen Unterhauses sowie den Zinsentscheiden der Federal Reserve und Europäischen Zentralbank stehen in dieser Woche spannende Ereignisse an. Am 15 Dezember könnte Washington zudem die Drohung höherer Strafzölle gegen Importe aus China in die Tat umsetzen. Eine viel diskutierte erste Einigung scheint nicht bevorzustehen. Einerseits nutzt Präsident Trump die Proteste in Hongkong für sich, wie Claudia Windt von der Helaba anmerkt. Umgekehrt müsse sich China in der Sonderzone behaupten. „Immerhin haben beide Protagonisten eine Eskalation bislang vermieden.“


"Zwar wollen und brauchen sowohl die US-Regierung als auch Chinas kommunistische Partei den Deal, aber es wird auf den letzten Metern hart verhandelt", meint Martin Lück von Blackrock.


Umfassender Freihandel in Reichweite


„Gibt es keine wichtigen Meldungen zu den Handelskonflikten, sollten sich Anleger vor den britischen Wahlen eher in Zurückhaltung üben“, rät Chris-Oliver Schickentanz von der Commerzbank. Ein konservativer Sieg würde tendenziell positiv wirken, der bisherige Verhandlungsmarathon gehe dann in die letzte Runde. Umfragen zufolge hat Boris Johnson gar Chancen auf die absolute Mehrheit im Unterhaus.


In dem Fall könnten die Verhandlungen über die künftigen wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Großbritannien und der Europäischen Union postwendend wieder aufgenommen werden. Der vorliegende Vertragsentwurf sehe ein umfassendes Freihandelsabkommen nach dem Brexit Ende Januar vor. Erzielten die Konservativen keine Mehrheit, drohe angesichts der Schwäche von Labour eine Fortsetzung der Hängepartie mit Verlängerung der Brexit-Frist.


Zinsen bleiben im Keller


Am Mittwoch wird die US-Notenbank nach den drei Leitzinsreduzierungen voraussichtlich erst einmal eine Pause einlegen. Auch die robusten Arbeitsmarktdaten stützen laut HSBC die Einschätzung der Federal Reserve, dass in diesem Jahr zunächst keine weitere geldpolitische Lockerung notwendig ist.


Trotz aller Bemühungen vonseiten der US-Währungshüter, weitere Zinssenkungsphantasien an den Finanzmärkten zu zerstreuen, erwartet Robert Halver von der Baader Bank für das kommende Jahr einen intakten Zinssenkungstrend. Die hohe öffentliche und private Verschuldung und ein langsameres Wirtschaftswachstum erlaubten kaum restriktivere Ansätze.


Robert Havler

Halver


Auf der Suche nach neuen Akzenten


Auch die europäische Zentralbank hat wenige Gründe, nach der im September beschlossenen geldpolitischen Lockerung am Donnerstag erneut aktiv zu werden, wie die HSBC meint. Mit einem großen Richtungsschwenk rechne auf der Sitzung unter Leitung der neuen EZB-Chefin kaum jemand. Denn die Entscheidungen würden vom gesamten EZB-Rat getroffen. Gestaltungsspielräume gebe es für Christine Largarde dennoch. Insofern richte sich die Aufmerksamkeit der Anleger auf Hinweise möglicher neuer Akzente.


Viel Zeit für den Start in eine Jahresendrallye bleibt den Aktienmärkten nicht mehr. Häufig beginnt die Aufwärtsphase in diesen Tagen des Dezembers, wie Christoph Geyer anmerkt. Die freundliche Tendenz vergangene Woche stuft der Commerzbank-Charttechniker bislang lediglich als Korrektur auf die jüngsten Kursverluste ein. „Erst ein Anstieg über die letzten Tops würde die Lage signifikant verbessern.“ Der DAX ging am Freitag mit 13.166 Punkten aus dem Handel und startete die neue Woche mit 13.147 Punkten.


Technisch sei der deutsche Aktienindex aus der Seitwärtsspanne nach unten ausgebrochen, konnte sich aber recht schnell wieder stabilisieren. „Am Freitag ist es dem deutschen Leitindex sogar gelungen, wieder in den Bereich des Seitwärtstrends zu steigen.“ Der MACD-Indikator habe nach oben gedreht und stehe nun vor einem Kaufsignal. Als auffällig beschreibt Geyer die rückläufigen Umsätze in der jüngsten Anstiegsbewegung. „Sollte nun eine Jahresendrallye starten, müssten auch die Umsätze anziehen.“ Die Chancen dafür stehen nicht schlecht


Christoph Geyer

Geyer


Wichtige Konjunktur- und Wirtschaftsdaten


Dienstag, 10. Dezember


11.00 Uhr. Euroraum. ZEW Konjunkturerwartungen. Die Umfrage liefert Informationen über die derzeitige Stimmung unter den Finanzmarktteilnehmern. Nach den jüngsten deutlichen Anstiegen rechnet die Helaba mit einem Rücksetzer.


von: Iris Merker


9. Dezember 2019, © Deutsche Börse AG

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