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Kolumnist: Redaktion boerse-frankfurt.de

Wochenausblick: Bullen wieder mit Oberwasser




13.12.21 13:31
Redaktion boerse-frankfurt.de

Neue strenge Lockdowns, ein erneuter drastischer Konjunktureinbruch – danach sieht es nun doch nicht aus. An den Börsen atmet man auf.
 


13. Dezember 2021. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Ja, die Geldpolitiker werden – vor allem in USA – die Zügel wohl bald etwas straffer spannen, so die Meinung am Markt. Aber nein, die Stimmung lässt man sich dadurch nicht verderben. Denn die jüngsten Corona-Nachrichten beruhigen: Die Omikron-Variante soll zwar extrem ansteckend sein, aber wohl doch nicht so gefährlich wie ursprünglich gedacht.


Der DAX startet jedenfalls mit 15.740 Punkten in die neue Woche, am Freitagabend waren es 15.673,81 Zähler. Die US-Börsen hatten am Freitag nach einer starken Woche mit Gewinnen geschlossen, die asiatischen Börsen legen heute morgen überwiegend zu.


„Noch die eine oder andere Kursverwerfung“


Christian Schmidt von der Helaba geht davon aus, dass immer mehr Marktteilnehmer sukzessive ihre Bücher für dieses Jahr schließen werden. Allerdings werde der große Verfalltermin am Freitag diese Woche noch für die ein oder andere Kursverwerfung sorgen. Auch werde die EZB-Sitzung viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen. 


Gleich vier wichtige Notenbanksitzungen stehen diese Woche an: der EZB, der US-Notenbank Fed, der Bank of England und der Bank of Japan. In den USA ist die Inflationsrate im November auf 6,8 Prozent gestiegen – den höchsten Stand seit 1982. „Der Druck auf die US-Notenbank dürfte zunehmen“, erklärt Christian Henke von IG. Bereits übermorgen könnte Jerome Powell daher die Anleihekäufe weiter reduzieren, auch eine Zinserhöhung werde immer wahrscheinlicher. „Die Marktteilnehmer rechnen mit einem solchen Schritt bereits Mitte des nächsten Jahres.“


„Neue Höchstmarken im ersten Quartal“


Nach Einschätzung der DekaBank werden die zuletzt verschärften Corona-Maßnahmen zwar zu einer Delle in der wirtschaftlichen Erholung führen. Die Perspektive auf eine dynamische Erholung in den Unternehmensgewinnen im kommenden Jahr sei dadurch aber nicht gefährdet. „Denn die Unternehmen sitzen auf unverändert hohen Auftragsbeständen, die erst im Laufe des kommenden Jahres abgearbeitet werden“, erklären die Analysten. Die Kurskorrektur habe zu einer gesunden Bereinigung der Stimmung geführt, ohne dass sich der Ausblick für die fundamentalen Rahmenbedingungen verschlechtert hätte. „Die Kurse dürften über den Jahreswechsel zwar erhöhten Schwankungen unterliegen, sich aber in der Tendenz erholen und im ersten Quartal neue Höchstmarken in Angriff nehmen.“


„Notenbanken bleiben treue Aktienfreunde“


Auch Robert Halver von der Baader Bank rechnet mit einem soliden, aber auch volatilen Kapitalmarktjahr 2022. „Die weitere Entwicklung von Corona ist unsicher, dennoch nimmt sein Schrecken für die Aktienmärkte ab“, erklärt Halver. Man werde mit dem Virus leben müssen, der Umgang mit ihm werde immer professioneller. So nehme die Politik Abstand von generellen Lockdowns, um schädliche Konjunkturverläufe und soziale Folgen zu minimieren. „Im Übrigen bleiben die Notenbanken trotz zwischenzeitlich verbaler Stabilitätsbekundungen treue Aktienfreunde.“ Auf mehr Schwankungsbreite müssten sich die Anleger allerdings einstellen.


Wichtige Konjunktur- und Wirtschaftstermine der Woche


Mittwoch, 15. Dezember


14.00 Uhr. USA. Einzelhandelsumsätze November. Trotz der starken Inflation dürfte die Kauflaune der Konsumenten robust geblieben sein und dem Einzelhandel höhere Einnahmen als im Vormonat beschert haben, erklärt die Deutsche Bank.


20.00 Uhr. USA: Zinsentscheid der US-Notenbank. Nach der Reduzierung um jeweils 15 Milliarden US-Dollar im November und Dezember geht die DekaBank davon aus, dass die Fed eine Reduzierung für den Januar um 30 Milliarden US-Dollar beschließen wird.


Donnerstag, 16. Dezember


10.00 Uhr. Eurozone: Einkaufsmanagerindex Dezember. Sowohl in Deutschland als auch im gesamten Euroraum dürften der Deutschen Bank zufolge steigende Produktionskosten sowie die Verschärfung der pandemischen Lage zu einem leichten Abflauen der Aktivitäten im verarbeitenden Gewerbe und im Dienstleistungssektor geführt haben.


13.00 Uhr. Großbritannien: Zinsentscheid der Bank of England. Die Bank of England scheint angesichts der neuen Corona-Beschränkungen in Sachen Zinserhöhung noch zu zögern, bemerkt die Helaba. In den kommenden Monaten – nach einem Abebben der aktuellen Corona-Welle – dürfte sie aber eine erste Zinserhöhung auf 0,25 Prozent beschließen.


13.45 Uhr. Eurozone: Zinsentscheid der EZB. Die EZB wird, so die Markterwartung, die Absicht bekräftigen, die Nettoanleihekäufe des Notfallprogramms PEPP Ende März 2022 einzustellen.


Freitag, 17. Dezember


Großer Verfallstermin an den Terminbörsen. Futures- und Optionskontrakte laufen aus, es kommt häufig zu hohen Schwankungen.


JapanZinsentscheid der Bank of Japan. Eine Leitzinsanpassung wird nicht erwartet.


10.00 Uhr. Deutschland: ifo-Geschäftsklima Dezember. Angesichts der verschärften Corona-Lage, der Lieferengpässe und der Energiepreisexplosion rechnet die DekaBank mit einem deutlich fallenden ifo-Geschäftsklimaindex.


von: Anna-Maria Borse


13. Dezember 2021, © Deutsche Börse AG




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