Wirtschaftsmagazin "Capital": Vergleich über Air-Berlin-Pleite gescheitert - Aktiennews




18.09.18 11:58
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Berlin (www.aktiencheck.de) - Wirtschaftsmagazin "Capital": Vergleich über Air-Berlin-Pleite gescheitert - Aktiennews

Die spektakuläre Pleite der Fluggesellschaft Air Berlin (ISIN: GB00B128C026, WKN: AB1000, Ticker-Symbol: AB1, NASDAQ OTC-Symbol: AIBEF) im vergangenen Jahr wird wohl bald die Gerichte beschäftigen, so Wirtschaftsmagazin "Capital", G+J Wirtschaftsmedien, in einer aktuellen Pressemitteilung. Näheres entnehmen Sie bitte dem Wortlaut der folgenden Pressemeldung:

Nach Informationen des Wirtschaftsmagazins "Capital" richten sich Lucas Flöther, der Insolvenzverwalter der früheren Airline, und die Fluggesellschaft Etihad als frühere Hauptaktionärin auf einen großen Schadensersatzprozess ein. Gespräche über einen Vergleich sind nach Capital-Informationen (Ausgabe 10/2018; EVT 20. September) gescheitert.

Am 9. August 2017 hatte Etihad, damals mit knapp 30 Prozent an der defizitären Air Berlin beteiligt, eine fällige Überweisung platzen lassen. Zwei Tage später folgte die Erklärung, dass Etihad jede finanzielle Unterstützung zurückziehe. Am 15. August meldete Deutschlands zweitgrößte Airline Insolvenz an. Der juristische Streit dreht sich nun um einen sogenannten Comfort Letter, den Etihad Ende April 2017 ausgestellt hat. Darin sicherte die Airline aus den Vereinigten Emiraten zu, Air Berlin bis Ende 2018 weiterzufinanzieren und Verluste auszugleichen. Nur dieser Comfort Letter verhinderte, dass Wirtschaftsprüfer schon damals Air Berlin zum Insolvenzrichter schickten.

Nach Ansicht von Insolvenzverwalter Flöther ist der Comfort Letter wie eine Patronatserklärung zu werten. Etihad wäre damit für alle offenen Ansprüche aus der Air-Berlin-Pleite haftbar. Insgesamt haben bei Flöther mehr als eine Million Gläubiger Forderungen angemeldet. Die offenen Rechnungen summieren sich bisher auf mindestens eine Milliarde Euro. Da der Insolvenzverwalter, der für einen Vergleich weiterhin offen ist, im Laufe eines Gerichtsverfahrens noch Ansprüche nachmelden könnte, dürfte die Gesamtsumme einer Schadensersatzklage eher bei zwei bis drei Milliarden Euro liegen. Um einen so großen Prozess vom Landgericht Berlin bis zum Bundesgerichtshof ausfechten zu können, hat sich Flöther die Angebote mehrerer Prozesskostenfinanzierer gesichert. Im Erfolgsfall, auch im Falle eines späteren Vergleichs, erhalten sie einen Anteil der Entschädigung.

Börsenplätze Air Berlin-Aktie:

XETRA-Aktienkurs Air Berlin-Aktie:
0,031 EUR +5,08% (02.07.2018, 17:35)

Tradegate-Aktienkurs Air Berlin-Aktie:
0,011 EUR -21,43% (18.09.2018, 11:19)

ISIN Air Berlin-Aktie:
GB00B128C026

WKN Air Berlin-Aktie:
AB1000

Ticker-Symbol Air Berlin-Aktie:
AB1

NASDAQ OTC Ticker-Symbol Air Berlin-Aktie:
AIBEF

Kurzprofil Air Berlin PLC:

Die Air Berlin PLC (ISIN: GB00B128C026, WKN: AB1000, Ticker-Symbol: AB1, NASDAQ OTC-Symbol: AIBEF) ist die juristische Obergesellschaft der airberlin group und wurde 2005 als Aktiengesellschaft nach britischem Vorbild in England und Wales gegründet. Der Sitz des Managements ist in Deutschlands Hauptstadt Berlin.

Die airberlin group gehört mit mehr als 28,9 Millionen Fluggästen im Jahr 2016 zu den führenden Fluggesellschaften in Europa. Ihre Marktposition hat das Unternehmen mit stetig wachsendem Flugangebot, technischen Innovationen und neuen Produkten ausgebaut. Zur airberlin group gehören neben der deutschen Fluggesellschaft Air Berlin PLC & Co. Luftverkehrs KG (airberlin) auch die österreichische Fluggesellschaft NIKI Luftfahrt GmbH (NIKI), die Schweizer Fluggesellschaft Belair Airlines AG (Belair Airlines), die Luftfahrtgesellschaft Walter mbH und die airberlin technik GmbH. (18.09.2018/ac/a/nw)







 
 
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