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Wirecard: Schadenersatz für Aktionäre? - Aktienanalyse




18.11.20 16:43
Der Aktionär

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Wirecard-Aktienanalyse von "Der Aktionär":

Nikolas Kessler vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie des Anbieters von Lösungen für den elektronischen Zahlungsverkehr Wirecard AG (ISIN: DE0007472060, WKN: 747206, Ticker-Symbol: WDI, Nasdaq OTC-Symbol: WRCDF) unter die Lupe.

Im Insolvenzverfahren bei Wirecard habe am heutigen Mittwoch die erste Gläubigerversammlung stattgefunden. Im Vorfeld der Veranstaltung hätten Gläubiger und Aktionäre ihre Forderungen gegen das Skandalunternehmen anmelden können. Diese würden offenbar weit über das hinausgehen, was bislang bekannt gewesen sei.

Bei der Gläubigerversammlung seien von rund 11.500 Gläubigern und Aktionären Forderungen in Höhe von knapp 12,4 Milliarden Euro gegen die Wirecard AG angemeldet worden, habe das für das Insolvenzverfahren zuständige Münchner Amtsgericht mitgeteilt. Hinzu kämen noch etwaige Ansprüche gegen weitere Wirecard-Gesellschaften.

Den Großteil davon dürften Schadenersatzforderungen von geprellten Investoren ausmachen, denn bislang sei "nur" von Verbindlichkeiten in Höhe von rund 3,2 Milliarden Euro die Rede gewesen. Allein die Fondsgesellschaft DWS mache im Insolvenzverfahren eigenen Angaben zufolge Ansprüche von mehr als 600 Millionen Euro geltend.

Neben den Verlusten der kreditgebenden Banken und Geschäftspartner stünden die ungleich höheren Kursverluste der Wirecard-Aktie: Das Unternehmen sei bei der Aufnahme in den DAX im September 2018 mehr als 23 Milliarden Euro wert gewesen, nach der Insolvenz und dem Kurssturz seien es dann weniger als 100 Millionen gewesen. Das habe neben institutionellen Anlegern auch sehr viele Kleinaktionäre getroffen.

Aktionäre seien rechtlich betrachtet keine Gläubiger eines insolventen Unternehmens, sondern Gesellschafter. Als solche würden sie bei Insolvenzverfahren häufig leer ausgehen. Wenn es sich jedoch - wie bei Wirecard um einen großen Betrugsfall handle, könnten Aktionäre ihre Schadenersatzforderungen beim Insolvenzverwalter anmelden, wie ein Sprecher der Anlegervereinigung DSW gesagt habe.

Die Gläubiger und ihre Anwälte würden hoffen, zumindest einen Teil der verlorenen Milliarden in absehbarer Zeit wiederzusehen. Allzu viel dürfte bei Wirecard allerdings nicht mehr zu holen sein. Zwar habe Insolvenzverwalter Michael Jaffé im Zuge der Zerschlagung einige Wirecard-Gesellschaften sowie das Kerngeschäft rund um die Wirecard-Bank verkaufen können.

Laut Finanzkreisen sei dabei allerdings lediglich eine halbe Milliarde Euro erlöst worden. Weitere Verkäufe seien zwar geplant, doch es gelte als ausgeschlossen, dass der Insolvenzverwalter die verlorenen Milliarden komplett zurückhole.

Angesichts der hohen Forderungen würden die Erlöse aus den Verkäufen die ein Tropfen auf den heißen Stein erscheinen. Das werde jetzt offenbar auch den letzten verbliebenen Wirecard-Aktionären bewusst: Die Aktie knicke erneut ein und gebe ihre Vortagesgewinne vollständig ab. Als ernsthaftes Investment ist sie aber ohnehin längst tabu, so Nikolas Kessler von "Der Aktionär". (Analyse vom 18.11.2020)

Mit Material von dpa-AFX

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link.

Börsenplätze Wirecard-Aktie:

Xetra-Aktienkurs Wirecard-Aktie:
0,5832 EUR -6,87% (18.11.2020, 16:27)

Tradegate-Aktienkurs Wirecard-Aktie:
0,5938 EUR -7,07% (18.11.2020, 16:42)

ISIN Wirecard-Aktie:
DE0007472060

WKN Wirecard-Aktie:
747206

Ticker-Symbol Wirecard-Aktie Deutschland:
WDI

Nasdaq OTC Ticker-Symbol Wirecard-Aktie:
WRCDF

Kurzprofil Wirecard AG:

Die Wirecard AG (ISIN: DE0007472060, WKN: 747206, Ticker-Symbol: WDI, Nasdaq OTC-Symbol: WRCDF) ist einer der weltweit führenden unabhängigen Anbieter von Outsourcing- und White-Label-Lösungen für den elektronischen Zahlungsverkehr. Wirecard unterstützt Unternehmen dabei, elektronische Zahlungen aus allen Vertriebskanälen anzunehmen. Über eine globale Multi-Channel-Plattform stehen internationale Zahlungsakzeptanzen und -verfahren mit ergänzenden Lösungen zur Betrugsprävention zur Auswahl.

Für die Herausgabe eigener Zahlungsinstrumente in Form von Karten oder mobilen Zahlungslösungen stellt die Wirecard Gruppe Unternehmen die komplette Infrastruktur inklusive der notwendigen Lizenzen für Karten- und Kontoprodukte bereit.

Am 25.06.2020 stellte das Unternehmen einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. (18.11.2020/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.







 
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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
0,4911 € 0,4808 € 0,0103 € +2,14% 26.11./20:02
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE0007472060 747206 145,45 € 0,47 €
Metadaten
Ratingstufe:Ohne
Analysten: Nikolas Kessler
Handelsplatz Letzter Veränderung  Zeit
 
Tradegate (RT)
0,4911 € +2,14%  20:02
Hamburg 0,4931 € +7,20%  17:12
Hannover 0,5021 € +6,15%  10:50
Frankfurt 0,4901 € +4,50%  19:04
Xetra 0,50 € +4,38%  17:36
Düsseldorf 0,4909 € +4,27%  19:43
Berlin 0,4913 € +3,76%  16:53
München 0,4911 € +3,06%  19:09
Nasdaq OTC Other 0,555 $ -13,28%  25.11.20
Stuttgart 0,4911 € -14,26%  19:45
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