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Wirecard-Milliarden wohl futsch - Lufthansa-Großaktionär Thiele fordert günstigere Bedingungen für Eigenkapitalgeber




22.06.20 13:43
XTB

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die europäischen Aktien eröffneten die Woche tiefer, konnten sich aber von den Rückgängen erholen, so die Experten von XTB.

Das Ausmaß der Anstiege sei jedoch gering. Für heute seien keine wichtigen Wirtschaftsberichte geplant, sodass der Handel wahrscheinlich weiterhin von den Schlagzeilen bestimmt sein werde.

Es werde erwartet, dass Spitzenbeamte aus der Europäischen Union und China heute einen Videokonferenz abhalten würden. Ursula von der Leyen, die Präsidentin der Europäischen Kommission, und Charles Michel, der Präsident des Europäischen Rates, würden Gespräche mit Premierminister Li Keqiang und Präsident Xi Jinping führen. Die Videokonferenz werde als eine Chance gesehen, die Spannungen zwischen der EU und China abzubauen, nachdem erstere ihre Unzufriedenheit darüber zum Ausdruck gebracht habe, wie China den Rest der Welt über die Covid-19-Pandemie informiert habe.

Der DAX (ISIN: DE0008469008, WKN: 846900) sei in die Woche wie die US-Futures mit einem Minus gestartet, habe aber nach dem Start der europäischen Sitzung eine starke Aufwärtsbewegung erlebt. Der Index habe die 200-Stunden-Linie durchbrochen: Eine Hürde, die den Aufwärtstrend in letzter Zeit begrenzt habe. Man solle beachten, dass der Index in diesem Monat an dem gleitenden Durchschnitt einige Fehlausbrüche erlebt habe, weshalb die Anleger den gegenwärtigen Durchbruch nicht als selbstverständlich ansehen sollten. Ein Tagesschlusskurs über 12.400 Punkten würde den Trend bestätigen und könnte die Käufer dazu ermutigen, aktiver zu werden. In einem solchen Szenario sollte das Fibonacci-Retracement von 78,6% bei 12.550 Punkten als der erste Widerstand angesehen werden, den es zu beobachten gelte.

Wirecard (ISIN: DE0007472060, WKN: 747206, Ticker-Symbol: WDI, Nasdaq OTC-Symbol: WRCDF) habe die neue Woche unter erheblichem Druck begonnen, da die Aktie heute um über 30% falle. Der deutsche Zahlungsdienstleister habe gesagt, dass die angeblich fehlenden 1,9 Milliarden EUR möglicherweise nie existiert hätten. Wirecard habe beschlossen, die Finanzergebnisse für das Gesamtjahr 2019 und Q1 2020 zurückzuziehen, da sie nicht korrekt seien. Das Unternehmen versuche, die Kreditgeber davon zu überzeugen, seine Kreditlinien zu verlängern, da dies sonst das Überleben von Wirecard gefährden könnte. Der Aktienkurs habe im Laufe der letzten drei Sitzungen über 80% an Wert verloren.

Der Deal zwischen der Lufthansa (ISIN: DE0008232125, WKN: 823212, Ticker-Symbol: LHA, Nasdaq OTC-Symbol: DLAKF) und der Bundesregierung sei in Frage gestellt worden, da der größte Anteilseigner des Unternehmens damit gedroht habe, gegen die Rettungsaktion zu stimmen. Der deutsche Milliardär Heinz Hermann Thiele, der einen Anteil von 15,5% an der Lufthansa halte, habe gesagt, dass den Eigenkapitalgebern günstigere Bedingungen angeboten werden sollten, da die 20%-ige Beteiligung des Bundes an dem Unternehmen ihre Beteiligung erheblich verwässern werde. Nach jüngsten Medienberichten wolle Thiele heute Gespräche mit Lufthansa-Chef Spohr und zwei deutschen Ministern führen.

BMW (ISIN: DE0005190003, WKN: 519000, Ticker-Symbol: BMW, NASDAQ OTC-Symbol: BAMXF) und Mercedes-Benz, die Tochtergesellschaft von Daimler (ISIN: DE0007100000, WKN: 710000, Ticker-Symbol: DAI, Nasdaq OTC-Symbol: DDAIF), hätten eine Entscheidung zur Aufhebung der Partnerschaft für autonomes Fahren bekannt gegeben. Die beiden Unternehmen würden gemeinsam autonome Fahrzeuge der nächsten Generation entwickeln, die im Jahr 2024 auf den Markt kommen sollten. Ungünstige wirtschaftliche Bedingungen, verursacht durch die Covid-19-Pandemie, sowie unerwartet hohe Kosten hätten die Automobilhersteller jedoch veranlasst, das Projekt aufzugeben. (22.06.2020/ac/a/m)






 
 
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