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Wie bekämpft Novomatic den Umsatzrückgang?




16.10.20 16:30
aktiencheck.de

Bad Marienberg (www.aktiencheck.de) - Mit der Quarantäne-Einführung in Europa bleiben Spielautomaten in geschlossenen Casinos gelangweilt. Die Glücksspiel-Einrichtungen waren in vielen Ländern geschlossen. Trotz der aktuellsten Lockerung der restriktiven Maßnahmen, dank denen Casinos wiedereröffnet wurden, ist die Zahl ihrer Besucher erheblich gesunken. Und die wenigen Spieler, die Casinos besuchen, können sich solche Unterhaltung kaum leisten. Die Corona-Krise hat viele Software Hersteller getroffen. Es war ein schwieriges Jahr auch für das heimische Glücksspielunternehmen Novomatic AG, das in diesem Jahr sowohl wirtschaftlich als auch politisch sein 40-jähriges Bestehen feiert.

Laut dem "Bloomberg"-Finanzportal, das sich wiederum auf Schätzungen der Ratingagentur "S&P" stützt, könnte der Jahresumsatz von Novomatic um 20% und der operative Gewinn um 40% sinken. In den letzten Jahren waren die Verluste, mit Ausnahme einer Abschreibung im Jahre 2018, nicht typisch für das Unternehmen. Laut "Bloomberg" muss Novomatic jedoch in den nächsten 12 Monaten die Schulden in Höhe von 450 Millionen Euro abbezahlen. Die 500 Mio-Euro-Anleihe muss ebenfalls bis 2023 zurückgezahlt werden. Natürlich wirkt sich die Coronavirus-Pandemie im Jahre 2020 negativ auf den Cashflow aus. Die kurzfristigen Fälligkeiten werden daher durch vorhandene Liquidität, Verkäufe von Vermögenswerten, prognostizierte positive Free Cash Flow und bestehende Finanzierungsvereinbarungen (Kreditlinien) bedient. So sind keine zusätzliche Finanzierung in 2020 erforderlich. Das sagt Novomatic.

Die finanzielle Unterstützung könnte auch aus dem kürzlich erfolgten Verkauf von Casinos Austria-Aktien an die tschechische Sazka-Gruppe bezogen werden. Darüber hinaus soll es bereits einige Interessenten für das renommierte Novomatic Forum im Zentrum von Wien geben. Verschiedene Möglichkeiten zur Refinanzierung von 500 Millionen Euro-Anleihen, fällig in 2023, werden bereits bewertet.

Ende Juli hat Novomatic jedoch ein BB+ -Rating (mit anderen Worten "spekulativ") von der "S&P"-Ratingagentur erhalten. Die Aussichten sind negativ, und dies ist nicht nur wegen Umsatzverlust aufgrund der Corona-Krise verbunden.

In Sichtweite der Justiz


Es war nur ein Teil des Satzes - "Novomatic zahlt alle." -, das im skandalösen Ibiza-Video aus dem Zusammenhang gerissen wurde, aus dem eine Welle von Ermittlungen und Druck in Novomatic hervorging. Strache hat später seine Behauptung zurückgezogen. Konkret wird der Fall von Postenschacher jetzt im Vorstand des Casinos Austria und die mögliche Beteiligung von Novomatic daran untersucht. Inzwischen wurden 70 Ermittlungsberichte an die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft laut "Wiener Zeitung" geschickt. Der Vorwurf in dieser Causa besteht darin, dass die FPÖ-Seite Novomatic die Änderungen zum Glücksspielgesetz versprochen hat, falls Peter Sidlo zum Mitglied des Casinos-Vorstand ernannt wird.

Der "S&P"-Analyst Patrick Janssen hat "Bloomberg" erzählt, der negative Ausblick sei auch auf die möglichen Anklage oder andere rechtliche Schritte der österreichischen Behörden zurückzuführen. Die Novomatic Gruppe bestreitet die Anklage.

Der Mehrheitseigner von Novomatic, Johann Graf, hat die Vorwürfe nie öffentlich kommentiert. Er wurde nur berühmt für den Satz aus dem Suchprotokoll, das Falter zugespielt wurde, dass er 5% seines Umsatzes in Österreich macht, 100% der Steuern zahlt und 80% der Scheiße hier hat. Es wäre etwas zu beneiden, aber es motiviert einige.

Novomatic beschäftigt 30.000 Mitarbeiter in 2.000 Unternehmen in 50 Ländern der Welt. Tatsächlich ist Österreich für Novomatic keine Cash Cow. Nach der Corona-Krise will die Gruppe ihr Online-Angebot erweitern und sich auf die Märkte in den USA und Lateinamerika konzentrieren. In den USA können Spielautomaten beispielsweise außerhalb von Glücksspiel-Einrichtungen installiert werden, beispielsweise in Bars oder sogar an Tankstellen.

Novomatic Echtgeldspiele sind bei vielen seriösen Online Betreibern erhältlich. In Novomatic Slots können Sie um echtes Geld ohne Einzahlung spielen. Solche Willkommensboni stehen Spielern in fast allen Novomatic Spielautomaten zur Verfügung. Der Betrag, der als Bonus auf Ihrem Konto gutgeschrieben wird, kann je nach Online Casino zwischen ein paar Euro und mehreren hundert Euro liegen. Neben der kostenlosen Einzahlung können Sie auch Freispiele als Bonus erhalten. Deshalb gefallen die Online Spielautomaten von Novomatic den Spielern so sehr. (16.10.2020/ac/a/m)








 
 
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