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Kolumnist: Feingold-Research

Wie Anleger mit Prognosen umgehen sollten




13.12.17 12:24
Feingold-Research

Wenn es in den Innenstädten brechend voll wird und zuhause langsam der Christbaumschmuck ausgepackt wird, setzt man sich in den großen Banken zusammen und überlegt sich das das kommende Jahr wohl an den Finanzmärkten bereit hält. Wir selektieren die vielen Analysen die täglich in unseren Mail-Fächern landen für Sie und stellen nahezu täglich einzelne Einschätzungen vor. Doch wie sollte man allgemein an Prognosen herangehen? Damit hat sich die Laureus Bank beschäftigt. 

“Prognosen sind immer dann besonders schwierig, wenn sie die Zukunft betreffen.” Von wem dieses Zitat stammt, weiß man nicht mehr so genau, doch es beschreibt hervorragend den Gemütszustand vieler Menschen, wenn es um Vorhersagen am Kapitalmarkt geht: Einerseits möchte man vor allem als Anleger einen Ausblick haben, um die Zukunft und das eigene Portfolio planen zu können. Andererseits weiß man auch, dass niemand die Zukunft vorhersagen kann. Wie sollte man als Anleger also richtig reagieren?


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Zwei Extreme führen am Ziel vorbei


Börse_USA_NewYork_5Bezüglich Prognosen gibt es zwei Extreme: Die Einen schauen überhaupt nicht in die Zukunft und lassen sie auf sich zukommen. Die anderen versuchen fast punktgenau die Marktentwicklung zu prophezeien. Beides ist wenig zielführend.


Nehmen wir als Beispiel die Prognosen für den DAX. Für 2017 waren diese eher zurückhaltend. Im Durchschnitt prophezeiten die Banken ein Plus von 1,3 Prozent für den deutschen Aktienindex. Mittlerweile verzeichnet der DAX jedoch schon ein Plus von mehr als 10 Prozent. Demzufolge liegen die Prognosen im Schnitt derzeit um ca. 9 Prozent daneben. Das Jahresende rückt immer näher und dementsprechend wird sich die “Trefferquote” vermutlich nicht mehr signifikant verbessern.


Im Krisenjahr 2008 lagen die Schätzungen sogar mehr als 50 Prozent daneben. Da stellt sich die Frage: Wie wertvoll sind dann noch Prognosen, wenn sie so deutlich daneben liegen? Deshalb jedoch gänzlich auf einen Blick nach vorne zu verzichten, wäre zu kurzsichtig.


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Welche Fragen Anleger wirklich weiter bringen


Wie so häufig liegt die Lösung in der Mitte. Man kann als Anleger Prognosen konsumieren, sollte dabei jedoch nicht auf punktgenaue Dax-Prophetien achten, sondern auf die Argumentation, die dahinter steckt. In die Zukunft kann keiner schauen, aber dafür auf die Fakten.


“Wie stellen sich die Fundamentaldaten dar? Wie entwickelt sich die globale Wirtschaft? Wie gestaltet sich die Politik der wichtigsten Notenbanken? Welche Ereignisse stehen im nächsten Jahr an?” Das sind die Fragen, die sich ein Anleger stellen sollte – und nicht: “Wo steht der DAX an Tag X?”. Zumal immer wieder unerwartete Entwicklungen die Kapitalmärkte – ob begründet oder nicht – kurzfristig in die eine oder andere Richtung beeinflussen.


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Die Glaskugel, um am Kapitalmarkt erfolgreich zu sein, gibt es ohnehin nicht. Folglich bedarf es eines soliden Verständnisses der Konjunkturdaten, wirtschaftlichen Zusammenhänge und Entwicklungen, um die Bedeutung für das eigene Portfolio ableiten zu können. Fehlt dem Anleger jedoch genau dieses Wissen, sollte er sich im Zweifel externe Hilfe holen, um nicht Gefahr zu laufen, dem eigenen Halbwissen zum Opfer zu fallen.


Prognosen sind insoweit wertvoll, wenn man sich die Fakten und Daten zu Nutzen  macht, die in das Urteil eingeflossen sind. Enthält die Prognose keinerlei fundierte Informationen, dann ist sie nicht mehr als ein „Schuss ins Blaue“. Als Anleger sollte man bei den Fakten bleiben und sich eine eigene Meinung bilden. Denn schließlich ist es auch das eigene Geld, das man investiert.


Quelle: Laureus AG Privat Finanz



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