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Wendepunkt bei den Schwellenländeraktien erreicht?




24.09.19 10:10
WisdomTree Europe

London (www.aktiencheck.de) - Schwellenländeraktien notieren auf dem niedrigsten Niveau im Vergleich zu US-Technologiewerten seit 2000, so Aneeka Gupta, Associate Direktor, Research beim ETP-Anbieter WisdomTree.

Das werfe die Frage auf, ob jetzt ein Wendepunkt bei Schwellenländer-Aktien erreicht sein könnte. Als die Titel zuletzt auf einem so niedrigen Niveau wie jetzt gehandelt worden seien, sei eine acht Jahre lang währende kraftvolle Erholung gefolgt. Die Zusammensetzung der Schwellenländersektoren habe sich im Laufe der Jahre weiterentwickelt und sei ausgereifter, sie würden nun größere Finanz- und Technologieaktien und einen geringeren Anteil von Materialien und Rohstoffaktien beinhalten.

Die Schwellenländer würden stark durch das Wechselspiel der zwischen Trump, China und US-Notenbank (FED) gebildeten Troika beeinflusst. Im ersten Quartal 2019 habe dies für Schwellenländer gut funktioniert, da die FED einen Zinssenkungszyklus eingeleitet habe und die Frist für Zollschranken bis zum 31. März verlängert worden sei. Seitdem hätten die Schwellenländer jedoch eine Achterbahnfahrt hinter sich, denn die Handelskriege zwischen den USA und China hätten zuletzt eskaliert und es hätten sich zudem spezifische Risiken in Argentinien und der Türkei ergeben. Dennoch seien die Ertragsergebnisse bei Schwellenländern im zweiten Quartal von Konsenseffekten bei 72 Prozent der Marktkapitalisierung des MSCI EM Index dominiert worden - 43 Prozent der Marktkapitalisierung habe zuvor den Konsens geschlagen verglichen mit nunmehr 28 Prozent, dies markiere eine Erholung gegenüber dem Vorquartal. Interessanterweise sei die deutliche Verbesserung vor allem vom IT-Sektor getragen worden, angeführt von Korea und Taiwan.

Den jüngsten Prognosen des Internationalen Währungsfonds zufolge werde das Wachstum der Schwellenländer dieses Jahr voraussichtlich bei 4,1 Prozent liegen und im kommenden Jahr auf 4,7 Prozent steigen. Es werde erwartet, dass sich das BIP-Wachstum der entwickelten Märkte von 1,9 Prozent in diesem Jahr auf nur 1,7 Prozent im Jahr 2020 weiter verlangsame. Der Großteil des globalen Wachstums, das voraussichtlich von 3,2 Prozent in diesem Jahr auf 3,5 Prozent im nächsten Jahr steigen werde, könnte aus den Schwellenländern kommen. Einer der Hauptgründe, warum die Wachstumsraten der Schwellenländer zögern würden, liege an den Wachstumsstimuli in China. Die aktuellen Bewertungen würden eine hohe Unsicherheit unter den Schwellenländer-Investoren widerspiegeln. Die Experten von WisdomTree Europe würden glauben, dass die niedrigen Bewertungen bei Schwellenländer-Aktien angesichts der positiven Ertragsdaten, der günstigen Wachstumsaussichten und der jüngsten Deeskalation der Handelskriege zwischen den USA und China einen aussichtsreichen Einstiegspunkt darstellen könnten.

Nach den jüngsten Prognosen des Internationalen Währungsfonds werde das Wachstum voraussichtlich in den Schwellenländer 4,1 Prozent betragen. (Ausgabe vom 23.09.2019) (24.09.2019/ac/a/m)







 
 
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