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Weltfrauentag 2018: EU-Kommission bekräftigt Engagement für Gleichstellung von Frauen




07.03.18 16:58
aktiencheck.de

Bad Marienberg (www.aktiencheck.de) - Vor dem Weltfrauentag am 8. März hat die EU-Kommission am Dienstag in einer gemeinsamen Erklärung zur Gleichstellung von Frauen in Europa und der ganzen Welt aufgerufen. Näheres entnehmen Sie bitte dem Wortlaut der folgenden Pressemitteilung:

"Die Gleichstellung der Geschlechter ist nicht nur eine Frage der Fairness und Gerechtigkeit in Europa - sie ist auch eine Notwendigkeit, damit auf der ganzen Welt dauerhaft Frieden und Sicherheit, eine nachhaltige Entwicklung, wirtschaftlicher Wohlstand und Wachstum erreicht werden können. Die Gleichstellung von Frauen und Männern ist einer der Grundwerte der Europäischen Union. Heute können wir stolz auf die erzielten Fortschritte sein: Weltweit genießen Frauen in Europa mit das höchste Maß an Sicherheit und Gleichberechtigung. Aber damit ist es noch nicht getan - bis zur vollständigen Gleichstellung von Frauen und Männern in der Praxis liegt noch ein langer Weg vor uns. Wir wollen, dass die Chancengleichheit von Frauen und Mädchen in allen Lebensbereichen verwirklicht wird: Zugang zu Bildung, gleiches Entgelt für gleiche Arbeit, Zugang zu Spitzenpositionen in Wirtschaft und Politik sowie Schutz vor Gewalt."

In der gemeinsamen Erklärung, unterzeichnet von 14 EU-Kommissaren, heißt es weiter: "Die Förderung von Frauen in Führungspositionen und die Stärkung ihrer wirtschaftlichen Teilhabe haben absolute Priorität für uns. Die Europäische Union hat neue Rechtsvorschriften zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben von erwerbstätigen Eltern und pflegenden Angehörigen sowie einen Aktionsplan zum Abbau des geschlechtsspezifischen Lohngefälles vorgelegt. Und wir sorgen dafür, dass wir mit gutem Beispiel vorangehen: Im Februar 2018 betrug die Zahl der Frauen in Führungspositionen in der Europäischen Kommission 36% gegenüber 11% bei Amtsantritt der derzeitigen Kommission im November 2014. Laut Zusage von Präsident Juncker soll dieser Prozentsatz bis zum Ende der Amtszeit der Kommission, also bis zum 31. Oktober 2019, 40% erreichen.

Außerdem sind wir in allen Bereichen unserer Politik - sowohl innerhalb der EU als auch im Rahmen unseres auswärtigen Handelns - bestrebt, die Gleichstellung der Geschlechter zu fördern und die Rolle der Frau zu stärken. Unsere Politik trägt zur erfolgreichen globalen Umsetzung der Ziele für nachhaltige Entwicklung und der Agenda für Frauen, Frieden und Sicherheit bei. Im Mittelpunkt der diesjährigen Europäischen Entwicklungstage stehen die wichtige Aufgabe von Frauen und Mädchen bei der nachhaltigen Entwicklung, ihre gleichberechtigte Teilhabe und ihre führende Rolle in allen Lebensbereichen. Darüber hinaus hat die EU in diesem Jahr die Federführung beim "Aufruf zum Schutz vor geschlechtsspezifischer Gewalt" inne, der über 60 Länder und Organisationen mit dem Ziel zusammenführt sicherzustellen, dass in humanitären Krisen gegen geschlechtsspezifische Gewalt vorgegangen wird.

Die Europäische Union unterstützt weltweit geflüchtete oder vertriebene Frauen und Mädchen, die Opfer von Gewalt sind (zum Beispiel im Rahmen der Spotlight-Initiative) oder die vom Zugang zu Bildung sowie vom gleichberechtigten Zugang zu Gesundheits- und Familienplanungsleistungen, zum Arbeitsmarkt sowie generell zum politischen Leben ausgeschlossen sind. Weltweit besuchen über 15 Millionen Mädchen im Grundschulalter keine Schule. Die EU hilft daher, in Afrika, in Lateinamerika, im Nahen und Mittleren Osten und in Südostasien den Zugang zu Bildung zu fördern.

Die Investition in das Potenzial von Frauen und Mädchen ist eine Investition in unsere gesamte Gesellschaft, die genauso in der Verantwortung von Männern und Jungen wie in der Verantwortung von Frauen und Mädchen liegt."

Unterzeichner:

Der Erste Vizepräsident der Kommission, Frans Timmermans
Die Hohe Vertreterin der Europäischen Union für Außen- und Sicherheitspolitik/Vizepräsidentin der Kommission, Federica Mogherini
Das für Haushalt und Humanressourcen zuständige Kommissionsmitglied Günther Oettinger
Das für Europäische Nachbarschaftspolitik und Erweiterungsverhandlungen zuständige Kommissionsmitglied Johannes Hahn
Das für Internationale Zusammenarbeit und Entwicklung zuständige Kommissionsmitglied Neven Mimica
Das für Migration, Inneres und Bürgerschaft zuständige Kommissionsmitglied Dimitris Avramopoulos
Das für Beschäftigung, Soziales, Qualifikationen und Arbeitskräftemobilität zuständige Kommissionsmitglied Marianne Thyssen
Das für Wirtschafts- und Finanzangelegenheiten, Steuern und Zoll zuständige Kommissionsmitglied Pierre Moscovici
Das für Humanitäre Hilfe und Krisenmanagement zuständige Kommissionsmitglied Christos Stylianides
Das für Justiz, Verbraucher und Gleichstellung zuständige Kommissionsmitglied Věra Jourová
Das für Bildung, Kultur, Jugend und Sport zuständige Kommissionsmitglied Tibor Navracsics
Das für Regionalpolitik zuständige Kommissionsmitglied Corina Crețu
Das für Forschung, Wissenschaft und Innovation zuständige Kommissionsmitglied Carlos Moedas
Das für die digitale Wirtschaft und Gesellschaft zuständige Kommissionsmitglied Mariya Gabriel (Pressemitteilung vom 06.03.2018) (07.03.2018/ac/a/m)







 
 
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