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Kolumnist: wikifolio.com

Web killed the Video killed the Radio Star




15.07.18 12:14
wikifolio.com

Investieren in die Zukunft der Unterhaltung

Die 80er und 90er – das waren noch Zeiten. Niemals war und niemals wird die Musik je wieder besser sein (Backstreet's back, alright!). Das TV-Programm wollte genossen werden, denn irgendwann war Sendeschluss. Im deutschen Fernsehen hatten Nachteulen bis 1994 die Wahl zwischen Testbild oder nächtlicher Autofahrt mit dem ZDF durch Deutschland.


Bewegtbild? Läuft.

Das ist nicht einmal 25 Jahre her - und deutlich Schnee von gestern. Denn die Medienlandschaft hat sich mit der Digitalisierung rasant verändert. Das Angebot ist so vielfältig wie der Nutzer selbst. Entertainment und Information gibt’s immer und überall. Klar ist, Fernsehen ist nicht tot. Das Gros der deutschen Haushalte besitzt auch heute noch ein TV-Gerät – und es wird genutzt. Wenn auch nicht unbedingt nur für das klassische 20:15 Uhr Hauptabendprogramm. Internet-TV oder Video on Demand komplementieren das Angebot.


„Aus einem großen Markt kann durchaus in naher Zukunft nur noch eine Nische werden. Diese kann jedoch ebenfalls profitabel sein – ein gutes Beispiel ist die Schallplatte als Unterhaltungsmedium. Sie ist nie ganz verschwunden und es gibt Unternehmen, die daran ganz gut verdienen.“
wikifolio-Traderin Sandra Kunze („SandraKunze“)


Selbst die rasante Verbreitung von mobilen Endgeräten wie Smartphones und Tablets hat bislang die Bedeutung stationärer Geräte nicht sonderlich gemindert: 85 Prozent der Deutschen verwenden laut dem „Media Activity Guide“ des Werbevermarkters SevenOne Media das Smartphone. 2014 waren es demnach nur knapp 60 Prozent. Das TV-Gerät wird derweil aktuell (noch) öfter genutzt – von 89 Prozent der Deutschen. Deutlich wird auch: Jüngere streamen mehr, Ältere schauen eher nach Programm (lineares Fernsehen). Die Quintessenz: Bewegtbild funktioniert. Wir konsumieren es heute nur auf eine andere Art als früher.



Lineares Fernsehen? Läuft langsamer.

Entsprechend glaubt Sandra Kunze, die das wikifolio „Entertainment heute und morgen“ betreut, zwar an einen Fortbestand von TV und Radio, aber mit Abstrichen: „Verschwinden wird vermutlich nicht alles, aber aus einem großen Markt kann durchaus in naher Zukunft nur noch eine Nische werden. Diese kann jedoch ebenfalls profitabel sein – ein gutes Beispiel ist die Schallplatte als Unterhaltungsmedium. Sie ist nie ganz verschwunden und es gibt Unternehmen, die daran ganz gut verdienen.“



Moritz Lange, als wikifolio-Trader verantwortlich für „Aktien-Werte aus der Popkultur“ sieht das ähnlich. So seien klassisches TV und Radio noch nicht Geschichte, sie würden aber weiter an Bedeutung verlieren.


Der Grund leuchtet ein: „Wir haben heute weitaus individuellere Ansprüche an unsere Unterhaltung als früher. Diesen Ansprüchen können Fernsehen und Radio nur noch sehr schwer gerecht werden. Eine Ausnahme davon gibt es dennoch. Sie können die Menschen auch in Zukunft mit Liveübertragungen von Sportereignissen anziehen und erreichen.“

Wie individuell die Ansprüche der Nutzer sind und auf welch vielfältige Weise sie Medien heute nutzen, zeigt auch eine (nicht repräsentative) Umfrage, die wir innerhalb des wikifolio.com-Teams durchgeführt haben. Sie fördert interessante Erkenntnisse ans Licht.


Fetter Oled-Fernseher? Läuft.

Auch hier verfügt eine (kleine) Mehrheit weiterhin über ein TV-Gerät. Eine gewisse Vorliebe fürs lineare Fernsehen konnte ebenso ausgemacht werden: „Sonntag ist Tatort-Tag – das ist ein Pflichttermin.“ Freude findet man auch am einseitigen Gespräch. So wird der Laptop genutzt, während Tablet und Smartphone griffbereit daneben liegen und gleichzeitig im Hintergrund auf dem stationären TV-Gerät digitales Kabelfernsehen läuft. Der Grund: „Da ist jemand, der mit mir redet.“ Deutlich wird aber auch: Die Flexibilität, die Streaming-Dienste bieten, kommt gut an. So gut wie alle wikifolio.com-Mitarbeiter nutzen sie - manche gleich mehrere, die Mehrheit nutzt Netflix. Auch Doppelgleisigkeit ist immer wieder zu beobachten: „Ich nutze Netflix für Serien, Amazon Prime für Filme.“ Oder: „Ich besitze einen fetten Oled-Fernseher zum Streamen – als Sekundärmedium. Primär surfe ich im Internet.“


YouTube? Läuft.

Die Bedeutung von Endgeräten für die einzelnen Mitglieder des wikifolio.com-Teams und die Gründe für die Nutzung variieren enorm, wie folgende Aussagen belegen: „Das Smartphone ist zum Telefonieren da“ oder auch „E-Book-Reader sind super, weil ich im Dunkeln lesen kann“. Apropos lesen: Das gedruckte Buch wird ebenfalls genutzt, wiewohl auch seltener. Gelesen wird aber nicht weniger, sondern mehr: In Blogs oder auf Online-Nachrichtenportalen. Immerhin: Einer der Befragten des Teams hat Print-Zeitungsabos abgeschlossen.

Besonders beliebt ist darüber hinaus YouTube als Bewegtbild-Quelle für Info-Inhalte und natürlich auch Musik. Spotify spielt eine kleinere Rolle, wird aber immer noch doppelt so oft genutzt wie Amazons Twitch, das Live-Streaming-Portal für – nicht nur, aber vorrangig – Videospiele.


Individuelle Unterhaltung? Läuft.

Wie sich Medien-Nutzung und Entertainment im nächsten Jahrzehnt entwickeln werden, ist schwer vorherzusagen, weiß wikifolio-Traderin Kunze: „Das Thema Unterhaltung ist genau aus diesem Grund in meinem wikifolio sehr breit ausgelegt. Es sind viele Trends am Markt, die ihr Potenzial haben, aber die Bedürfnisse der Konsumenten ändern sich sehr schnell. Shopping ist für den einen genauso Unterhaltung wie für den anderen ein MMORPG („Massive Multiplayer Online Role-Playing Game“, Anm.). Morgen können beide jedoch auch schon wieder ganz andere Interessen haben.“


„Künstliche Intelligenz wird uns immer bessere Vorschläge von Filmen oder Serien unterbreiten. Streaming-Anbieter werden analog hierzu ihr Nischenangebot ausweiten und mit eigenen Produktionen weiter punkten. Auch Virtual Reality wird in der Unterhaltung eine große Rolle spielen.“
wikifolio-Trader Moritz Lange („LangeKapital“)


Was allerdings vorhersagbar ist, ist der Wunsch nach Individualität, weiß wikifolio-Trader Lange: „Wie wir in den letzten Jahren beobachten konnten, wird unsere Unterhaltung immer individueller und dieser Trend wird sich meiner Meinung nach weiter fortsetzen. Künstliche Intelligenz wird uns immer bessere Vorschläge von Filmen oder Serien unterbreiten. Streaming-Anbieter werden analog hierzu ihr Nischenangebot ausweiten und mit eigenen Produktionen weiter punkten. Auch Virtual Reality wird in der Unterhaltung eine große Rolle spielen. Hierzu müssen jedoch die Anwendung und der Dauerbetrieb noch deutlich komfortabler werden.“


Entertainment-wikifolios? Laufen ebenso.

Aufgrund ihrer Investitionen in Eigenproduktionen sieht Lange daher auch bei den Aktien von Netflix und Amazon große Chancen. „Wer heute die bekannten und preisgekrönten Serien und Filme sehen möchte, kommt kaum noch an diesen beiden Anbietern vorbei.“ In seinem wikifolio „Aktien-Werte aus der Popkultur“ sind die beiden US-Titel daher auch mit jeweils gut 13 Prozent am höchsten gewichtet. Seit Jahresbeginn hat das wikifolio 25 Prozent zugelegt, von Börsen-Schwäche fehlt hier also jede Spur.

Völlig losgelöst von den Märkten konnte auch Sandra Kunzes wikifolio „Entertainment heute und morgen“ im Laufe des Jahres deutlich steigen. Woran das liegt, wird schnell klar, wie Kunze treffend beschreibt: „An der Gewichtung im wikifolio sieht man schon sehr gut, dass ich die 'Rundum-Sorglos-Paketanbieter' wie Amazon, Tencent oder Alphabet übergewichtet habe. Jedoch sollte man Microsoft und Sony nicht unterschätzen, daher befinden sie sich ebenfalls in den Top 5.“ Läuft.


Hier geht’s zu den wikifolios von Sandra Kunze und Moritz Lange:


wikifolio „Entertainment heute und morgen“ ansehen
wikifolio „Aktien-Werte aus der Popkultur“ ansehen


Mehr über Anlagechancen in der spannenden Welt des Entertainments bei uns im Blog:


Disneys entscheidender Schlag gegen Netflix
Pantaflix - Nach der Kurshalbierung jetzt die Chance?
Wer des Spiels nicht kann, soll zusehen


Oder auf unserem YouTube-Kanal: 


Webinar: Die Top-Entertainment-Aktien der wikifolio.com-Community




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