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Kolumnist: Stock-World Redaktion

Wasserstoff - Lange Schmerzen nach einem kurzen Moment der Freude




21.01.21 09:20
Stock-World Redaktion

Hamburg, 20. Januar 2021 – Wasserstoffaktien boomten schon 2020 an der Börse, bis zu 800 Prozent ging es für einzelne Anbieter nach oben. Gedeckt ist das nur selten von realem Geschäft oder gar Gewinnen. „Hier rennt eine Herde blind in eine Richtung“, sagt Nikolas Kreuz, Geschäftsführer der INVIOS GmbH. „Und das wird nach einer kurzen Glücksphase lange Schmerzen bedeuten.“

 


Die Erkenntnisse der Neuro-Finance beschreiben die Vorgänge derzeit sehr gut: „Herdentrieb. Angst, etwas zu verpassen. Als nächstes Kontrollillusion und dann der tiefe, lange Fall und Schmerz“, sagt Kreuz. Denn rein wissenschaftlich betrachtet streben alle Dinge, auch Aktien, immer zu ihrem inneren Wert. „Dieser aber liegt bei vielen der jetzt so beliebten Wasserstoffaktien deutlich unter ihrem derzeitigen Kurs“, so Kreuz.


 


Es wird also nur eine Frage der Zeit sein, bis das Pendel umschlägt und Verluste auf den Kurszetteln notiert werden. „Dies folgt allein aus der Tatsache des schnellen Anstiegs, der immer auch zu Gewinnmitnahmen führen wird“, sagt Kreuz. „Hier ist nur die Frage: Wer verkauft noch rechtzeitig und streicht gute Gewinne ein und wer wartet zu lang und verliert?“ Ein gutes Beispiel hierfür ist der Aktienverlauf im vergangenen Jahr des börsennotierten amerikanischen Hybrid-Truck-Herstellers Nikola Corporation.


 


Im Herdentrieb des Hypes ging es mit Wasserstoffaktien steil aufwärts. Die Angst, das nächste heiße Ding zu verpassen, trieb die Anleger in die Papiere. „Das betrifft ja nicht nur einzelne Privatanleger“, so Kreuz. „Die Kurssteigerungen kamen auch durch den Einstieg großer Institutioneller zustande.“ Genau wie jeder Einzelne unterliegen vor allem Profis der Kontrollillusion: Sie gehen davon aus, alles im Griff zu haben, sehen und gewichten Argumente nicht mehr rational, sondern gefärbt durch das eigene Wollen. „Das menschliche Gehirn ist eigentlich nicht in der Lage, mit Geld umzugehen“, so Kreuz. „Es gibt kein eigenes Zentrum im Gehirn dafür und das ist der Grund für so viele irrationale Entscheidungen.“


 


Wer sich dieser Thematik aber bewusst ist, kann entsprechend gegensteuern. „Wenn die Mechanismen immer die gleichen sind, lassen sie sich für den eigenen Anlageerfolg nutzen“, sagt Kreuz. Entscheidend dabei ist ein absolut rationales Verhalten innerhalb der Geldanlage, wie es etwa auch beim Erfolg des INVIOS Vermögensbildungsfonds zu sehen ist.


 


Was Wasserstoff angeht, ist der kommende Absturz bedauerlich. „Es handelt sich um eine faszinierende Technologie, die durchaus das Potenzial hat, die Energieversorgung zu revolutionieren“, sagt Kreuz. „Wasser und Sonnenlicht gibt es auf der Erde im Überfluss und damit lässt sich per Elektrolyse das Energieproblem auf der Erde nachhaltig lösen.“ Da dies aber nun bereits zum zweiten Mal angekündigt wurde und die Anleger sich mit ziemlicher Sicherheit wieder blutige Nasen holen werden, steht eine dritte Chance auf wackligen Beinen. „Schlechte Nachrichten tun weh und schmerzen sogar mehr, als positive Nachrichten Glück erzeugen“, so Kreuz. „Deshalb wird die Herde in nicht allzu ferner Zukunft gegen die Wasserstoffaktien rennen.“ Und hier gilt es, vorher eventuelle Gewinne zu sichern.


 


 


Über INVIOS:


INVIOS ist ein bankenunabhängiges Institut für Vermögenssicherung und Vermögensverwaltung in Hamburg. Das Management verfügt über jahrzehntelange und mehrfach ausgezeichnete Investmenterfahrung. Das Institut betreibt Vermögensmanagement, betreut mit Bestnoten bewertete Multi-Asset-Fonds und fördert die finanzielle Allgemeinbildung durch Seminare und Vorträge.


Der Name INVIOS leitet sich aus dem englischen „inviolable“ ab, was so viel bedeutet wie unverletzlich. Der Name unterstreicht den hohen Anspruch an die drei Geschäftsbereiche, die vorhandenen Kundenvermögen zu sichern und gegen externe Einflüsse zu schützen. So folgen alle Anlageentscheidungen von INVIOS grundsätzlich einem disziplinierten Multi-Asset-Ansatz. Dadurch ist es möglich, stabile Renditen unabhängiger von Kapitalmarktschwankungen zu erzielen.


 


Über Nikolas Kreuz:


Nikolas Kreuz ist seit über 35 Jahren am Kapitalmarkt tätig. Der Diplom-Kaufmann und Geschäftsführer der INVIOS GmbH war davon 20 Jahre in der Leitung von Vermögensverwaltungen aktiv: bei der Deutschen Bank, der UBS und der DZ Privatbank in der Schweiz, Luxemburg und Deutschland sowie als Chief Investment Officer für zwei Landesbanken. Nikolas Kreuz führte über 100 Portfoliomanager und verwaltete Vermögenswerte im dreistelligen Milliardenbereich. Die von ihm betreuten Fonds wurden mehrfach ausgezeichnet. Seine langjährige Investmenterfahrung fließt als Know-how in den INVIOS Vermögensbildungsfonds ein, der laut Morningstar zu den besten Fonds weltweit gehört, ausgezeichnet mit fünf Sternen von Fuchs Kapital und Asset Standard sowie einem Top-5-Ranking bei Citywire.


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Der Autor stellt hier lediglich Informationen zur Verfügung, es erfolgt keine Anlageberatung, Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Vermögensanlagen. Anlagegeschäfte beinhalten Risiken, so dass die Konsultierung professioneller Anlagenberater empfohlen wird. Wir möchten in diesem Zusammenhang darauf hinweisen, dass ein Engagement in Aktien (auch Hot Stocks oder Penny Stocks), Zertifikate, Fonds oder Optionsscheine zum Teil mit erheblichen Risiko verbunden. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals kann nicht ausgeschlossen werden.





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