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Vonovia: Ergebnisprognose für 2018 erneut erhöht - Aktienanalyse




10.09.18 09:15
DZ BANK

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Vonovia-Aktienanalyse der DZ BANK:

Nach mehreren Übernahmen in den vergangenen Jahren ist die Vonovia SE (ISIN: DE000A1ML7J1, WKN: A1ML7J, Ticker-Symbol: ANN, NASDAQ OTC-Symbol: DAIMF) mit rund 400.000 Wohnungen zu Europas führendem Wohnungsunternehmen aufgestiegen, so die Analysten der DZ BANK in einer aktuellen Veröffentlichung.

Der Portfoliowert liege derzeit bei ca. 41,7 Mrd. Euro. Im ersten Halbjahr 2018 habe das Unternehmen von der nach wie vor hohen Wohnraumnachfrage und steigenden Mieten in den deutschen Metropolen profitiert. Das operative Ergebnis nach laufenden Zinsen und Steuern, kurz FFO 1 (Funds from Operations), sei ohne Berücksichtigung der Übernahmen der österreichischen Wohnungsgesellschaft BUWOG und der schwedischen Immobiliengesellschaft Victoria Park gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 11,5% auf 510,3 Mio. Euro gestiegen.

Der Leerstand an Wohnungen sei leicht von 2,9% auf 2,8% zurückgegangen, während sich die monatlich pro Quadratmeter erzielte Miete durch marktbedingte Anhebungen und Effekte aus Wohnwertverbesserungen und Neubau von 6,12 Euro auf 6,41 Euro erhöht habe. Der Bereich der immobiliennahen Dienstleistungen (Value-add Business), der u.a. Handwerkerdienstleistungen, TV-Kabelanschluss oder Heizkostenerfassung und -verrechnung umfasse, gewinne weiter an Bedeutung. Hier sei das bereinigte EBITDA in den ersten sechs Monaten um 13,4% auf 51,7 Mio. Euro gestiegen.

Insgesamt habe Vonovia das Periodenergebnis im ersten Halbjahr um 12,7% auf 1,2 Mrd. Euro gesteigert. Das Plus aus Bewertungen habe sich in diesem Zeitraum auf 5,7% belaufen. Zugleich sei das Investitionsprogramm für Neubau und Modernisierung erfolgreich fortgesetzt worden. Die umfangreichen Modernisierungen würden zur Erhöhung der Wohnqualität beitragen und sich entsprechend wertsteigernd auswirken.

Allerdings würden die Modernisierungen und die Ungewissheit über die künftige Miethöhe bei den Mietern auch auf Kritik stoßen. Der Vorstand habe dieses Problem erkannt und wolle sich nun verstärkt darum kümmern. Mieter sollten künftig frühzeitig und besser über anstehende Modernisierungen und die künftige Miethöhe informiert werden. Auch das Härtefallmanagement solle verbessert werden. Für den Dialog mit den Mietern stelle Vonovia neue Mitarbeiter ein, die sich speziell um Mieteranlägen kümmern und diese vor Ort individuell betreuen würden. Gleichzeitig habe Vonovia darauf verwiesen, dass man durchschnittlich nur 7% statt 11% der Modernisierungskosten auf die Mieter umlege. Damit erfülle man bereits jetzt die von der Bundesregierung angestrebte Gesetzesänderung, die eine Absenkung der Modernisierungsumlage auf 8% vorsehe.

Nachdem auf dem deutschen Markt zuletzt keine attraktiven Übernahmeziele zu finden gewesen seien, habe sich der Vorstand verstärkt im europäischen Ausland umgesehen. Nach den erfolgreichen Übernahmen von BUWOG und Victoria Park stünden nach Angaben des Vorstands zunächst keine weiteren Schritte an. Auf längere Sicht seien aber weitere Zukäufe außerhalb Deutschlands denkbar. Aktuell konzentriere sich Vonovia auf die Eingliederung der beiden Gesellschaften, die zum Ende des dritten Quartals bilanziell vollständig in den Konzern integriert sein sollten.

Die jüngsten Übernahmen würden sich auch auf die Ergebnisprognose für das Gesamtjahr 2018 auswirken, die der Vorstand mit Vorlage der Halbjahreszahlen erneut angehoben habe. Unter Berücksichtigung der Ergebnisbeiträge in Höhe von rund 20 Mio. Euro durch Victoria Park und rund 30 Mio. Euro durch BUWOG solle das operative Ergebnis aus dem laufenden Geschäft (FFO 1) zwischen 1,05 und 1,07 Mrd. Euro erreichen (zuvor 1,03 bis 1,05 Mrd. Euro). Dies entspreche einem Anstieg um voraussichtlich 15% gegenüber dem Vorjahreswert.

Die Analysten der DZ BANK sähen neben den allgemein positiven Rahmenbedingungen des Wohnimmobiliensektors (hohe Wohnraumnachfrage insbesondere in Ballungsgebieten, steigendes allgemeines Mietpreisniveau, Wertsteigerung von Immobilien) Wachstumsimpulse durch die jüngsten Übernahmen. Der Bereich der immobiliennahen Dienstleistungen dürfte ihres Erachtens weiter an Bedeutung gewinnen, zumal Vonovia sein Dienstleistungsangebot hier weiter ausgebaut habe und nun an den ersten Standorten auch Carsharing anbiete. Risiken sehe man in Verzögerungen bei den anstehenden Projekten. So sind nach Angaben des Unternehmens mangelnde Baugenehmigungen sowie Engpässe bei den verfügbaren Baukapazitäten die größten Hindernisse für den Neubau von Wohnungen, so die Analysten der DZ BANK. (Stand vom 07.09.2018)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link.

Börsenplätze Vonovia-Aktie:

Xetra-Aktienkurs Vonovia-Aktie:
43,13 EUR +0,63% (07.09.2018, 17:35)

Tradegate-Aktienkurs Vonovia-Aktie:
43,20 EUR +0,05% (10.09.2018, 08:40)

ISIN Vonovia-Aktie:
DE000A1ML7J1

WKN Vonovia-Aktie:
A1ML7J

Ticker-Symbol Vonovia-Aktie:
ANN

NASDAQ OTC Ticker-Symbol Vonovia-Aktie:
DAIMF

Kurzprofil Vonovia SE:

Die Vonovia SE (ISIN: DE000A1ML7J1, WKN: A1ML7J, Ticker-Symbol: ANN, NASDAQ OTC-Symbol: DAIMF) ist ein Immobilienunternehmen, das sich auf die Verwaltung von Wohnungen spezialisiert hat. Der Firma gehören über 346.000 Wohnungen und sie übernimmt Leistungen wie Instandhaltung und Modernisierung. Dabei wird das Portfolio ständig optimiert, was bedeutet, dass einzelne Bestandsobjekte verkauft und dafür neue Immobilien erworben werden. Der allgemeine Anspruch besteht darin, bezahlbaren Wohnraum für verschiedene Bevölkerungsschichten anbieten zu können. Neben den Wohnimmobilien besitzt die Vonovia auch einige Gewerbeobjekte, die hauptsächlich an Kleinbetriebe zur lokalen Versorgung in Wohngebieten vermietet sind. Die Objekte befinden sich ausschließlich in Deutschland. (10.09.2018/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.







 
 
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ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE000A1ML7J1 A1ML7J 44,88 € 35,32 €
Handelsplatz Letzter Veränderung  Zeit
 
Tradegate (RT)
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Hannover 42,88 € +0,87%  08:02
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