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Kolumnist: wikifolio.com

Von Kursraketen und Wendehälsen - 12 Aktien, die die wikifolio-Trader kaufen




05.07.18 11:17
wikifolio.com

Der Aktienmarkt hat, bei all seinen Macken, auch und überwiegend gute Seiten. Dass an Aktien kein Weg vorbeiführt, wenn es um den langfristigen Vermögensaufbau geht, ist hinlänglich bewiesen. Und in den kurzfristigen Schwankungen, den unvermeidbaren Korrekturen und den Übertreibungen nach unten wie auch nach oben, liegen Chancen.

Entsprechend bietet auch das aktuell herausfordernde Marktumfeld viele Möglichkeiten – vor allem auch auf der Käuferseite. Überbewertungen werden abgebaut und machen echte Kursraketen binnen kürzester Zeit wieder attraktiv. Andere Unternehmen sind so gut aufgestellt, dass selbst ein globaler Handelsstreit ihren Aktien nichts anhaben kann – im Gegenteil: Qualität zahlt sich noch mehr aus. Und wieder andere kommen aufgrund hausgemachter Probleme aktuell so stark unter die Räder, dass sich so manch einer an eine spekulative Erholungswette heranwagt.

Beispiele gefällig? Hier sind die 12 meistgehandelten Aktien der wikfolio.com-Community der letzten sieben Tage - mit einem Käufer-Überhang von an die 60 Prozent oder mehr.



Oft gehandelt und gekauft: Die Einkaufsliste der wikifolio-Trader
# Name ISIN Handelsvolumen Alle Trades Käufe
1 Wirecard DE0007472060 1.831.468 479 56,6%
2 Steinhoff NL0011375019 132.445 423 61,5%
3 Osram Licht DE000LED4000 449.091 339 69,6%
4 Daimler DE0007100000 877.210 290 61,7%
5 Isra Vision DE0005488100 708.294 272 70,6%
6 Deutsche Bank DE0005140008 276.213 253 66,0%
7 Volkswagen DE0007664039 622.359 235 57,0%
8 Covestro DE0006062144 1.973.820 229 58,5%
9 Fintech Group DE000FTG1111 593.456 198 74,7%
10 Tesla Motors US88160R1014 655.607 194 67,5%
11 Infineon DE0006231004 694.034 193 67,9%
12 Rocket Internet DE000A12UKK6 476.545 183 64,5%

 


Möbelkonzern Steinhoff – wie Tag und Nacht

In die Kategorie spekulative Erholungswette fällt zweifelsohne die Steinhoff-Aktie. Binnen drei Handelstagen hat sich das Papier um über 70 Prozent verteuert – von 0,07 auf 0,12 Euro. Vor allem gestern Dienstag startete der Titel des angeschlagenen Möbelkonzerns durch. Grund: Ende letzter Woche wurde die Halbjahresbilanz vorgelegt mitsamt einer Überlebenschance. Offenbar hat sich das Unternehmen mit Banken und Gläubigern auf eine Verlängerung der Kreditlinien geeinigt. Laut den Wirtschaftsprüfern liegt der Substanzwert Steinhoffs außerdem bei 0,58 Euro je Aktie.


In den letzten sieben Tagen wurde die Aktie 423mal auf wikifolio.com gehandelt – die Käuferseite war hier klar im Vorteil, bei allerdings vergleichsweise geringen Volumina.

Ralf Burmeister („GesundeSkepsis“) orderte das Papier ins wikifolio „Parkplatz für freie Mittel“ mit einer klaren Ansage, die wohl als Stimmungsindikator dienen könnte: „Mini-Portion, weil ich nicht widerstehen kann. Bei sieben Cent war wohl Schluss, ob ich an den testierten Buchwert von 58 Cent glaube, sei auch mal dahingestellt, aber das Chance-Risiko-Verhältnis sieht ganz vernünftig aus.“



Deutsche Bank – nur eine „Trading-Position“

Bei dem einstigen Vorzeige-Geldhaus Deutsche Bank hielt sich das Handelsvolumen in den letzten sieben Tagen ebenso in Grenzen – zwei Drittel der Trades waren Käufe. Der Kurs hat sich in der letzten Handelswoche vom Tief bei nur noch 8,75 Euro auch erholt. Kaum vorstellbar: Das war der tiefste Kurs seit 1987.

Unter den Käufern war zuletzt auch Bernard Jamsek („Jamsek“), der die Aktie in seinem wikifolio „Jamsek´s Premiumstrategie“ hält. „Die Deutsche Bank wurde nach einem weiterem Reversal nochmals aufgestockt. Die Chancen für eine Gegenbewegung stehen gar nicht mal schlecht“, erklärt der Trader in einem Kommentar. Aber: „Es handelt sich nur um eine Trading-Position und nicht um ein Investment. Ein größerer Rückgang wird daher nicht geduldet.“



Kursraketen auf dem Einkaufszettel

Ganz anders als bei der Deutschen Bank oder gar Steinhoff ist die Lage bei Unternehmen, die grundsätzlich gut aufgestellt sind. Die Gewinnmitnahmen bei Isra Vision in der Vorwoche nutzte zum Beispiel Robert Brack („Wosab“) für sein wikifolio „Darvas Trading“. Er kaufte die Aktie am Donnerstag Nachmittag in mehreren Trades und erwischte sie dabei nahe des Tiefs zwischen 48,8 und 49 Euro. Noch am selben Tag verkaufte er den Titel wieder. Kurz und knapp war sein Kommentar dazu: „Schnelle acht Prozent mitgenommen bei Isra Vision-Rebound-Trade.“

Die Aktie handelt aktuell übrigens wieder bei 55,4 Euro und damit nahe des Allzeithochs – keine üble Leistung für das aktuelle Börsenumfeld.



Rocket Internet und Wirecard sind zwei weitere Kursraketen, die ganz klar auf den Einkaufszetteln der wikifolio-Trader stehen. Christoph Klar („SystematiCK“) hat am Freitag die Position bei Rocket Internet aufgestockt.


Aktuell ist sie mit einem Anteil von acht Prozent im wikifolio „Trendfollowing Deutschland“ vertreten, das übrigens zudem zu 44 Prozent aus Cash besteht: „Die Rocket Internet-Aktie hatte sich der allgemeinen Marktkorrektur der letzten Tage entziehen können und nach einer starken Aufwärtsbewegung nur sehr wenig korrigiert. Heute ist die Aktie bei der ersten Erholung des Gesamtmarktes unter sehr starkem Volumen auf ein neues 52-Wochenhoch gesprungen, ein klar bullisches Zeichen. Den Stop Loss des Nachkaufes habe ich bei 25,35 Euro gesetzt.“




Das 52-Wochenhoch bietet übrigens eine Orientierungsmöglichkeit für Anleger, die spannende Investments suchen, wenn es an der Börse holpriger zugeht. Fünf weitere Tipps hat wikifolio-Trader Michael Flender („GoldeselTrading“): 6 Tipps für Trader, wenn die Börse schwächelt



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