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Volkswagen: Winterkorn & Co zahlen rekordhohe Entschädigung - Aktienanalyse




10.06.21 09:05
Der Aktionär

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Volkswagen-Aktienanalyse von "Der Aktionär":

Marion Schlegel vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Vorzugsaktie des Autobauers Volkswagen AG (VW) (ISIN: DE0007664039, WKN: 766403, Ticker-Symbol: VOW3, NASDAQ OTC-Symbol: VLKPF) unter die Lupe.

Der frühere Konzernchef Martin Winterkorn und drei weitere Ex-Topmanager würden wegen des Diesel-Skandals zusammen mit ihren Versicherungen rekordhohe Entschädigungen an Volkswagen. Laut der abschließenden Einigung sei eine Summe von insgesamt knapp 288 Mio. Euro vereinbart worden, habe es am Mittwoch aus dem Unternehmen geheißen. Der ehemalige Vorstandsvorsitzende persönlich solle 11,2 Mio. Euro überweisen. Ein Großteil der Gesamtsumme entfalle dabei auf spezialisierte Haftpflichtversicherungen.

Ex-AUDI-Chef und -VW-Konzernvorstand Rupert Stadler solle selbst 4,1 Mio. Euro überweisen. Bei ihm und Winterkorn gehe es um die Verletzung aktienrechtlicher Sorgfaltspflichten. Der frühere Porsche-Vorstand Wolfgang Hatz steuere zudem 1,5 Mio. Euro bei, der ehemalige AUDI-Manager Stefan Knirsch 1 Mio. Euro.

Daneben gebe es zusätzliche Versicherungsleistungen, die weit über den privaten Beträgen lägen. Sie würden sich nach Angaben von VW auf insgesamt 270 Mio. Euro summieren. An den Verhandlungen seien neben den Anwälten der einstigen Manager mehr als 30 Versicherer beteiligt gewesen.

Sowohl die persönlichen Zahlungen als auch die versicherte Abdeckung ergäben "mit Abstand die höchste Summe, die ein solches Konsortium in Deutschland jemals auf den Tisch gelegt hat", habe es aus Kreisen der Unterhändler geheißen. Die Grundsatzentscheidung, Winterkorn und einige von dessen Kollegen nach "Dieselgate" finanziell zur Mitverantwortung zu ziehen, sei bereits Ende März gefallen. Nun lägen die Details vor.

VW habe auch von Ex-Entwicklungschef Ulrich Hackenberg Schadenersatz verlangt. Dieser sei allerdings "nicht zu einer Einigung bereit", weshalb nun "gerichtliche Schritte" gegen ihn vorbereitet werden sollten.

Die vereinbarten Zahlungen, die außerhalb zivil- oder strafrechtlicher Prozesse besprochen worden seien, könnten einen vorläufigen Schlusspunkt in der jahrelangen Aufarbeitung individueller Verantwortlichkeiten in der Abgasaffäre setzen. Die für den 22. Juli angesetzte Hauptversammlung müsse die Beschlüsse noch billigen. Vor den Gerichten selbst seien in bereits laufenden oder in demnächst anstehenden Verfahren aber weitere Fragen zu klären.

Nach dem Auffliegen der Stickoxid-Manipulationen an Dieselmotoren in den USA im Herbst 2015 sei es zu Verfahren rund um den Globus gekommen. Auch Strafjustiz und Verbraucherschützer hätten sich mit dem Ursprung des Skandals befasst, der die Autoindustrie in eine Vertrauenskrise gestürzt habe und den VW-Konzern bisher weit über 30 Mrd. Euro gekostet habe. Die Schadensersatzzahlungen würden demnach weniger als ein Hundertstel dessen abdecken, was der Abgasbetrug den Wolfsburger Konzern aus der Bilanz gefressen habe.

Die Volkswagen-Vorzugsaktie habe in den vergangenen Tagen leicht korrigiert. Am Donnerstagmorgen notiere sie bei 232,15 Euro und damit weiter unter einer massiven Widerstandszone. Diese spanne sich zwischen den März- und April-Zwischenhochs bei 248 und 252,20 Euro auf. Ein Sprung über diesen Bereich würde den Weg in Richtung des Rekordhochs bei 262,45 Euro freimachen. Langfrist-Anleger sollten dabeibleiben und ihre Gewinne laufen lassen, so Marion Schlegel vom Anlegermagazin "Der Aktionär" in einer aktuellen Aktienanalyse. (Analyse vom 10.06.2021)

(Mit Material von dpa-AFX)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.

Börsenplätze Volkswagen-Vorzugsaktie:

Tradegate-Aktienkurs Volkswagen-Vorzugsaktie:
232,85 EUR +0,45% (10.06.2021, 08:55)

XETRA-Aktienkurs Volkswagen-Vorzugsaktie:
231,00 EUR -1,09% (09.06.2021, 17:41)

ISIN Volkswagen-Vorzugsaktie:
DE0007664039

WKN Volkswagen-Vorzugsaktie:
766403

Ticker-Symbol Volkswagen-Vorzugsaktie:
VOW3

NASDAQ OTC-Symbol Volkswagen-Vorzugsaktie:
VLKPF

Kurzprofil Volkswagen AG:

Der Volkswagen Konzern (ISIN: DE0007664039, WKN: 766403, Ticker-Symbol: VOW3, NASDAQ OTC-Symbol: VLKPF) mit Sitz in Wolfsburg ist einer der führenden Automobilhersteller weltweit und der größte Autobauer Europas. Zwölf Marken aus sieben europäischen Ländern gehören zum Konzern: Volkswagen Pkw, AUDI, SEAT, ŠKODA, Bentley, Bugatti, Lamborghini, Porsche, Ducati, Volkswagen Nutzfahrzeuge, Scania und MAN. Jede Marke hat ihren eigenständigen Charakter und operiert selbstständig im Markt. Dabei erstreckt sich das Angebot von Motorrädern über Kleinwagen bis hin zu Fahrzeugen der Luxusklasse.

Der Bereich Nutzfahrzeuge umfasst vor allem die Entwicklung, die Produktion und den Vertrieb von leichten Nutzfahrzeugen, Lkw und Bussen der Marken Volkswagen Nutzfahrzeuge, Scania und MAN, zudem das Geschäft mit entsprechenden Originalteilen und Dienstleistungen. Die Zusammenarbeit der Nutzfahrzeugmarken MAN und Scania wird in der TRATON GROUP koordiniert. Das Angebot im Bereich Nutzfahrzeuge beginnt bei Pickups und reicht bis zu schweren Lkw und Bussen. Im Segment Power Engineering wird das Geschäft mit Großdieselmotoren, Turbomaschinen, Spezialgetrieben und Komponenten der Antriebstechnik abgebildet. Bis Oktober 2020 war hier auch das Geschäft von Renk enthalten.

Darüber hinaus bietet der Volkswagen Konzern ein breites Spektrum an Finanzdienstleistungen an. Dazu zählen die Händler- und Kundenfinanzierung, das Leasing, das Bank- und Versicherungsgeschäft, das Flottenmanagementgeschäft sowie Mobilitätsangebote.

Unter der Vision "Shaping mobility - for generations to come" gibt der Volkswagen Konzern mit seiner geschärften Strategie TOGETHER 2025+ Antworten auf die Herausforderungen von heute und morgen. Das Ziel: Mobilität noch aktiver gestalten und nachhaltig sicherstellen - für heutige und kommende Generationen. Das Versprechen: Mit dem elektrischen Antrieb, der digitalen Vernetzung und dem autonomen Fahren macht das Unternehmen das Automobil sauberer, leiser, intelligenter und sicherer. Das Kernprodukt wird zugleich noch emotionaler und bietet ein ganz neues Fahrerlebnis. So kann das Auto auch künftig ein Eckpfeiler nachhaltiger, individueller und bezahlbarer Mobilität sein. Zudem bekennt sich der Volkswagen Konzern zum Pariser Klimaschutzabkommen und verpflichtet sich selbst - als eines der ersten Unternehmen der Branche - bis 2050 ein CO2-neutrales Unternehmen zu werden. Dazu gehören die Fahrzeuge genauso wie die Werke und Prozesse. (10.06.2021/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.







 
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Metadaten
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