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Volkswagen: Ein Muss im Depot? Aktienanalyse




10.09.18 10:53
Heibel-Ticker

Berlin (www.aktiencheck.de) - Volkswagen-Aktienanalyse von "Heibel-Ticker":

Stephan Heibel, Chefredakteur und Herausgeber des "Heibel-Ticker", nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Volkswagen-Vorzugsaktie (ISIN: DE0007664039, WKN: 766403, Ticker-Symbol: VOW3, NASDAQ OTC-Symbol: VLKPF) unter die Lupe.

Auch Bentley, AUDI, Skoda, Seat, Porsche, Lamborghini, Bugatti, Ducati, MAN und Scania würden zum VW-Konzern gehören. Knapp zwei Drittel des Konzernumsatzes würden aber von VW und AUDI erwirtschaftet. Die mit Abstand größte Gewinnmarge habe Porsche und steuere trotz des nur kleinen Umsatzanteils immerhin ein Viertel zum Konzerngewinn bei.

Die Dieselaffäre möchte VW gerne durch interne Kosteneinsparungen finanzieren. Die Gewinnmarge liege aktuell bei 7,4% des Umsatzes, im Vorjahr seien es noch 6,7% gewesen. Aufgrund der Dieselkosten und bei gleichzeitigen Kosteneinsparungen im Konzern rechne VW mit einer Gewinnmarge von 6,5 bis 7,5% im Jahr 2020. Die Nettoliquidität würde dann von 27 Mrd. Euro im Jahr 2016 auf etwas über 20 Mrd. Euro sinken.

Bis 2022 möchte VW gleichzeitig 34 Mrd. Euro in den Elektroantrieb, in autonomes Fahren und in die Digitalisierung bis hin zu Mobilitätsdiensten investieren. Im gleichen Zeitraum würden 90 Mrd. Euro in die Weiterentwicklung der bestehenden Technologie gesteckt. Ja, 34 Mrd. Euro seien eine Hausnummer, mit der sich VW der Zukunft zuwende. Aber für einen Konzern mit 230 Mrd. Euro Jahresumsatz sei ein jährliches Investitionsvolumen von unter 3% des Umsatzes für Zukunftstechnologien in Heibels Augen mickrig.

Für die kommenden Jahre würden Analysten von einem Umsatzwachstum von 4 bis 6% ausgehen. In den aktuellen VW-Unterlagen werde von "bis zu +10%" gesprochen. Die Gewinnentwicklung dürfte sich überproportional zum Umsatz verhalten, sofern nichts Unvorhergesehenes passiere. Und genau da liege das Problem. Neben der bestehenden Dieselaffäre schwebe noch der Kartellvorwurf über Volkswagen, der Konzern habe durch geheime Absprachen mit den anderen großen deutschen Autobauern die Basis für den Dieselbetrug gelegt.

Zudem seien die Investitionen in Elektromobilität, autonomes Fahren und in die Digitalisierung in meinen Augen viel zu gering. Mit solchen Beträgen werde VW nicht zu Wettbewerbern wie Tesla oder inzwischen auch Volvo aufschließen können. Es bestehe nach Einschätzung von Heibel die Gefahr, dass VW in den kommenden Jahren deutlich höhere Strafen als heute abzusehen und deutlich höhere Investitionen als heute geplant tätigen müsse, um die Vergangenheit zu bewältigen und sich für die Zukunft zu rüsten.

Und so betrachtet seien alle Schätzungen derzeit einfach nur aus der Luft gegriffene Zahlen, die keine vernünftige Basis für eine Bewertung der Aktie bilden würden. Denn das KGV 2019e von nur noch 5 bei einer erwarteten Dividendenrendite von 4,6% mache die VW-Aktie zu einem der günstigsten Unternehmen in Deutschland, die müsste man - sofern an den Erwartungen etwas dran sei - im Depot haben.

Solange Tesla seine Produktionsziele verfehle und der Dieselskandal keine neuen Betrügereien zu Tage bringe, dürfte die VW-Aktie weiter ansteigen. Je mehr Zeit verstreiche, desto mehr Geld könne VW zwischenzeitlich für die Vergangenheit beiseite legen und desto besser könne sich der Konzern auf die Zukunft vorbereiten. Doch das extrem niedrige Bewertungsniveau zeige an, dass Anleger oben aufgezählte Risiken durchaus ernst nehmen würden.

Und dabei habe Heibel noch gar nicht über den weltweiten Handelsstreit gesprochen, der von US-Präsident Trump vom Zaun gebrochen worden sei. China sei inzwischen der wichtigste Absatzmarkt von VW, dicht gefolgt von den USA. Die beiden Märkte seien heute schon größer für VW als das Geschäft in ganz Europa. Wenn der Handelsstreit eskaliere - egal ob seitens der USA oder seitens Chinas - , werde VW Federn lassen, so Stephan Heibel, Chefredakteur und Herausgeber des "Heibel-Ticker", in einer aktuellen Aktienanalyse. (Ausgabe 36 vom 07.09.2018)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.

Börsenplätze Volkswagen-Vorzugsaktie:

Xetra-Aktienkurs Volkswagen-Vorzugsaktie:
136,40 EUR +0,24% (10.09.2018, 10:26)

Tradegate-Aktienkurs Volkswagen-Vorzugsaktie:
136,26 EUR +0,22% (10.09.2018, 10:41)

ISIN Volkswagen-Vorzugsaktie:
DE0007664039

WKN Volkswagen-Vorzugsaktie:
766403

Ticker-Symbol Volkswagen-Vorzugsaktie:
VOW3

Eurex Optionskürzel Volkswagen-Aktienoption:
VO3

NASDAQ OTC Ticker-Symbol Volkswagen-Vorzugsaktie:
VLKPF

Kurzprofil Volkswagen AG:

Der Volkswagen Konzern (ISIN: DE0007664039, WKN: 766403, Ticker-Symbol: VOW3, NASDAQ OTC-Symbol: VLKPF) mit Sitz in Wolfsburg ist einer der führenden Automobilhersteller weltweit und der größte Automobilproduzent Europas.

Unter schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen steigerten sich im Jahr 2016 die Auslieferungen von Konzernfahrzeugen auf 10,297 Millionen (2015: 9,931 Millionen). Der Pkw-Weltmarktanteil beträgt leicht verringert 11,9 Prozent.

In Westeuropa stammen 22,3 Prozent aller neuen Pkw aus dem Volkswagen Konzern. Der Umsatz des Konzerns belief sich im Jahr 2016 auf 217 Milliarden Euro (2015: 213 Milliarden Euro). Das Ergebnis nach Steuern betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 5,4 Milliarden Euro (2015: -1,4 Milliarden Euro).

Zwölf Marken aus sieben europäischen Ländern gehören zum Konzern: Volkswagen Pkw, Audi, SEAT, SKODA, Bentley, Bugatti, Lamborghini, Porsche, Ducati, Volkswagen Nutzfahrzeuge, Scania und MAN. Jede Marke hat ihren eigenständigen Charakter und operiert selbstständig im Markt. Dabei erstreckt sich das Angebot von Motorrädern über Kleinwagen bis hin zu Fahrzeugen der Luxusklasse. Im Bereich der Nutzfahrzeuge beginnt das Angebot bei Pick-up-Fahrzeugen und reicht bis zu Bussen und schweren Lastkraftwagen.

In weiteren Geschäftsfeldern werden im Volkswagen Konzern Großdieselmotoren für maritime und stationäre Anwendungen, Turbolader und -maschinen, Spezialgetriebe, Kompressoren und chemische Reaktoren hergestellt.

Darüber hinaus bietet der Volkswagen Konzern ein breites Spektrum an Finanzdienstleistungen an. Dazu zählen die Händler- und Kundenfinanzierung, das Leasing, das Bank- und Versicherungsgeschäft sowie das Flottenmanagement.

Der Konzern betreibt in 20 Ländern Europas und in elf Ländern Amerikas, Asiens und Afrikas 120 Fertigungsstätten. 626.715 Beschäftigte produzieren an jedem Arbeitstag rund um den Globus durchschnittlich 43.000 Fahrzeuge, sind mit fahrzeugbezogenen Dienstleistungen befasst oder arbeiten in weiteren Geschäftsfeldern. Seine Fahrzeuge bietet der Volkswagen Konzern in 153 Ländern an. (10.09.2018/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.







 
 
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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
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ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE0007664039 766403 192,38 € 131,00 €
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Tradegate (RT)
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München 152,00 € +4,94%  17:30
Xetra 152,36 € +4,53%  17:35
Frankfurt 152,22 € +4,35%  19:47
Stuttgart 151,92 € +4,30%  20:50
Hamburg 152,00 € +4,21%  17:34
Düsseldorf 151,04 € +3,67%  17:16
Nasdaq OTC Other 171,71 $ +3,28%  16:26
Berlin 150,12 € +2,12%  16:16
Hannover 146,94 € +0,49%  08:10
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