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Kolumnist: Stock-World Redaktion

Vier Dachfonds-Mythen und ihre Aufklärung




27.11.20 14:00
Stock-World Redaktion

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Christian Nemeth, Chief Investment Officer der Zürcher Kantonalbank Österreich AG


26.11.2020, München/Salzburg. Investments in einige wenige Einzeltitel sind für eine langfristige, breit aufgestellte Anlagestrategie kaum zielführend. Nur eine breite Streuung bietet einen zuverlässigen Schutz gegen unnötige Risiken. Diesen können Fonds oder ganz besonders Dachfonds gewährleisten: Sie vereinen das Beste aus zwei Welten – eine maximale Streuung und dennoch lokale Expertise. Christian Nemeth, Chief Investment Officer der Zürcher Kantonalbank Österreich AG, die dieses Jahr ein zehnjähriges Dachfondsjubiläum feiert, schafft Aufklärung.


 


Lokale Expertise wird überbewertet – Stimmt nicht, sie ist die Hauptsache


„Jeder Anleger sollte zunächst Überlegungen anstellen, wie breit er sich aufstellen will und welche Region er bevorzugt“, erklärt Christian Nemeth. Wer davon überzeugt ist, dass er nur Aktien österreichischer oder deutscher Unternehmen kaufen will, der wird wohl mittels Stockpicking seine bevorzugten Einzeltitel auswählen und in diese investieren. Eine langfristige Diversifikation hat man damit nicht erreicht. Wer langfristig und international investieren möchte, ist mit Fondsinvestments besser beraten. „Wenn es darum geht, möglichst global und über mehrere Assetklassen hinweg zu investieren, dann sind Dachfonds, die in bestehende Fonds investieren, eine vielversprechende Anlageform“, so Nemeth. „Ich glaube, dass es – selbst unter den großen global tätigen Gesellschaften – keine Dachfonds gibt, die in allen Segmenten, Regionen und Anlageklassen dieselbe Einzeltitelexpertise aufweisen. Ein Dachfonds ermöglicht eine breite Streuung, ohne Einbußen bei der Expertise hinnehmen zu müssen. Wir suchen für unsere Dachfonds das jeweilige, lokale Management aus, von dem wir glauben, dass es am vielversprechendsten ist.“


 


Die Fondsauswahl ist ein Kinderspiel – Stimmt nicht, sie erfordert viel Know-how


„Einen Fonds auszuwählen, ist nicht trivial und erfordert viel Sorgfalt, Erfahrung und Geschick. Ich glaube, dass man mit einem sorgfältigen Selektionsprozess der Submanager ein Alpha herausholen kann“, unterstreicht Nemeth. Zu diesem Prozess gehört zum einen die quantitative Analyse durch Kennzahlen, Datenbanken und Chartvergleiche. Zum anderen wird der aufzunehmende Fonds qualitativ auf Herz und Nieren getestet, indem etwa der mehrjährige Track Record des verantwortlichen Managers, der Investmentstil und die Stabilität im Investmentteam beleuchtet werden. Daneben werden auch Querschnittsanalysen durchgeführt, etwa die Branchenstruktur im Verhältnis zum aktuellen Portfolio betrachtet, operative Risiken eingeschätzt und die Performance durch fortlaufendes Investment Controlling überprüft.


 


Dachfonds werden zumeist passiv gemanagt – Stimmt nicht, es kommt auf die Mischung an


Dachfonds sind keineswegs per se passive Strategien – ganz im Gegenteil. Dachfonds können je nach Investmentphilosphie hauptsächlich aktiver Natur sein oder vermehrt auf passive Instrumente wie ETFs zurückgreifen, am häufigsten ist ein Mix aus beiden. „Die Zürcher Kantonalbank Österreich AG bevorzugt eine hauptsächlich aktive Herangehensweise, unsere passive Quote beträgt nur etwa 20 bis 25 Prozent. Ein Schwarz-Weiß-Denken ist hier jedoch fehl am Platz: Ein gutes passives Produkt ist besser als ein schlechtes aktives. Außerdem kann mit Hilfe von günstigen passiven Elementen die taktische Asset Allocation geändert werden, ohne ständig aus langfristig attraktiven, aktiven Fonds ein- und auszusteigen, was auf Dauer Performance kostet. Wir setzen diese Methode beispielsweise gerne ein, um das Verhältnis von US- zu europäischen Aktien zu steuern“, sagt Nemeth.


 


Dachfonds sind teurer – Stimmt teilweise, dafür bieten sie mehr Stabilität


Ein häufiger Vorwurf, der Dachfonds entgegengebracht wird, sind die Kosten. „Man darf nicht wegdiskutieren, dass es einen Kostenunterschied zwischen einem Dachfonds und einem Einzeltitelportfolio gibt. Dieser ist auf die doppelte Managementebene zurückzuführen. Die Architektur eines Dachfonds gewährleistet dafür aber auch die optimale Nutzung des Diversifikationseffektes. Entscheidend ist aber letztendlich die Frage nach dem Kosten-Nutzen-Verhältnis und der tatsächlich erzielten Performance“, so Nemeth. Die Kosten von Investmentfonds sind mittlerweile gut ausgeschildert und erlauben dem Anleger eine objektive Vergleichsbasis. Bei Einzeltiteln wiederum lassen gerade Privatinvestoren bei ihren Überlegungen die mit Transaktionen verbundenen, direkten und indirekten Kosten gerne unter den Tisch fallen. Häufig werden dann Äpfel mit Birnen verglichen. Dachfonds haben aber auch ihrerseits konsequent an der Kostenbasis in den letzten Jahren gearbeitet: Aufgrund des größeren verwalteten Volumens kann der Manager in der Regel auf kostengünstige institutionelle Anteilsklassen zugreifen, die für den Privatanleger aufgrund der hohen Mindestinvestitionssummen unerreichbar bleiben. Der zusätzliche Kostenfaktor für das Dachfondsmanagement ist also tendenziell kleiner geworden.


 


„Insgesamt ist zu sagen, dass Dachfonds mit einer langfristigen Ausrichtung, sorgfältigen Selektionsprozessen und der Möglichkeit moderater Abweichungen in der taktischen Allokation gute Erfolgschancen aufweisen“, unterstreicht Christian Nemeth. Das zeigt etwa das langfristig gute Abschneiden des Dachfonds „Portfolio Selektion ZKB Oe“, der von der Auflage im Jahr 2010 bis 23. November 2020 über 60 Prozent Wertsteigerung erwirtschaften konnte.


 


Die Zürcher Kantonalbank Österreich AG


Die Zürcher Kantonalbank Österreich AG ist ein auf Private Banking spezialisiertes Bankhaus und betreut vermögende Privatpersonen, Stiftungen und Unternehmer in Österreich und Süddeutschland. Sie ist eine 100-prozentige Tochter der Zürcher Kantonalbank in Zürich. Unsere Mutter verfügt als eine der wenigen Banken weltweit über die Bestnoten AAA bzw. Aaa der drei großen Rating-Agenturen Fitch, Standard & Poor‘s und Moody’s und zählt zu den sichersten Universalbanken der Welt. Als Schweizer Traditionshaus blickt die Zürcher Kantonalbank auf eine 150-jährige Geschichte zurück.

Sicherheit, Stabilität und Wachstum prägen unsere Geschäftspolitik. Seit Beginn unserer Tätigkeit im Jahre 2010 verzeichnet die Zürcher Kantonalbank Österreich AG ein jährliches Wachstum von 15-20 %. An den beiden Standorten Salzburg und Wien sind 103 Mitarbeiter beschäftigt und verwalten ein Geschäftsvolumen von 2,5 Milliarden Euro. Wir konzentrieren uns auf das Veranlagungsgeschäft. Strategische Beratung und Vermögensverwaltung zählen zu unseren Kernkompetenzen. Unsere lokalen Asset-Management-Spezialisten unterstützen unsere Kunden und Berater bei allen wichtigen Anlagethemen. Dank der engen Zusammenarbeit mit über 220 Anlageexperten unserer Mutter ist es uns möglich, die besonderen Bedürfnisse unserer Kunden zu berücksichtigen. Kunde, Berater, Asset Manager: Wir bringen alle Entscheidungsträger an einen Tisch. Das macht uns zu einem kompetenten und verlässlichen Partner.


 


Rechtliche Hinweise


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Zuständige Behörde: Finanzmarktaufsicht, Otto-Wagner-Platz 5, 1090 Wien.


 


Dieses Papier und die darin enthaltenen Informationen dürfen nicht an Personen, die möglicherweise US-Personen nach der Definition der Regulation S des US Securities Act von 1933 sind, verteilt und/oder weiterverteilt werden. Definitionsgemäß umfasst „US Person“ jede natürliche US-Person oder juristische Person, jedes Unternehmen, jede Firma, Kollektivgesellschaft oder sonstige Gesellschaft, die nach amerikanischem Recht gegründet wurde. Im Weiteren gelten die Kategorien der Regulation S.


 


Zusätzliche Informationen gemäß Mediengesetz:


Herausgeber, Medieninhaber und Redaktion: Zürcher Kantonalbank Österreich AG, Getreidegasse 10, 5020 Salzburg.


Sitz der Gesellschaft: Salzburg.


Vorstand: Hermann Wonnebauer (Vorsitzender), Christian Nemeth, Michael Walterspiel.


Vorsitzender des Aufsichtsrates: Christoph Weber.


Weitere Mitglieder des Aufsichtsrates: Adrian Kohler (Stellvertreter des Vorsitzenden), Dr. Stephan Hutter, Matthias Franz Stöckli, Ankie Brummans, Johanna Wieser.


Direkte Gesellschafterin: Zürcher Kantonalbank (100 %), selbständige Anstalt des Kantons Zürich.


Unternehmensgegenstand: Kreditinstitut gemäß BWG.


Erklärung über die grundlegende Ausrichtung des Newsletters:


Informationen über allgemeine Themen im Zusammenhang mit der Vermögensanlage, insbesondere Vermögensverwaltung, Wertpapiere und Kapitalmärkte.


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Der Autor stellt hier lediglich Informationen zur Verfügung, es erfolgt keine Anlageberatung, Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Vermögensanlagen. Anlagegeschäfte beinhalten Risiken, so dass die Konsultierung professioneller Anlagenberater empfohlen wird. Wir möchten in diesem Zusammenhang darauf hinweisen, dass ein Engagement in Aktien (auch Hot Stocks oder Penny Stocks), Zertifikate, Fonds oder Optionsscheine zum Teil mit erheblichen Risiko verbunden. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals kann nicht ausgeschlossen werden.





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