Erweiterte Funktionen


Kolumnist: Stock-World Redaktion

Die Vermächtnisse des Pandemiejahres für 2021




20.01.21 11:23
Stock-World Redaktion


ZKB_0027.jpg
Christian Nemeth, Chief Investment Officer der Zürcher Kantonalbank Österreich AG


München/Salzburg, 20.01.2020. Die Verlängerung der Lockdowns in vielen Staaten bremst derzeit noch die Genesung der Wirtschaft in der Eurozone. Im zweiten Quartal und mit zunehmender Zahl der Impfungen wird sich die Erholung jedoch leichter entfalten können. Da die Lage in anderen Regionen wie etwa Asien besser aussieht, erholt sich die Weltwirtschaft insgesamt schneller. Die Staatshilfen werden fortgesetzt, niedrige Zinsen gestalten die Aufnahme von Schulden wenig schmerzhaft. Das aktuelle Umfeld lässt Anlegern keine Alternativen zu einer Teilnahme am Aktienmarkt, sagt Christian Nemeth, Chief Investment Officer der Zürcher Kantonalbank Österreich AG, in seinem Marktausblick. Denn während die Börsen mittlerweile von der Konjunktur entkoppelt munter weiterlaufen, machen Anleihen Anleger derzeit meist ärmer.


 


Das nach wie vor hohe Infektionsgeschehen und die Verbreitung neuer Virusvarianten sorgen in Europa für eine Verlängerung der restriktiven Pandemie-Gegenmaßnahmen. Deshalb wird die Wirtschaftsleistung in der Eurozone im ersten Quartal 2021 gemäß unserer aktuellen Prognose nur geringfügig um 0,3 Prozent wachsen. Positiv zu verbuchen ist, dass die Impfungen in vielen Ländern starten konnten. Damit bleibt der mittelfristige Ausblick intakt – im zweiten Quartal sollte das Wirtschaftswachstum auf etwa 2,7 Prozent steigen. Doch die globale Pandemie darf man nicht nur mit der europäischen Brille sehen, denn es gibt andere Regionen, die sich in einer besseren Lage befinden: Asien, das für die globale Wirtschaft bedeutend ist, wurde weniger stark getroffen. Davon profitiert auch die Weltwirtschaft, die 2021 laut Prognose um 5,6 wachsen soll. In den USA sollte indessen der fiskalische Schub nach den neuen Coronahilfen in Höhe von 900 Milliarden US-Dollar bis zum zweiten Quartal anhalten. Die weltweite Entwicklung stimmt uns also positiv.


 


Mögliche Stolpersteine wären eine über längere Zeit verzögerte Auslieferung der Impfstoffe, auftretende gravierende Nebenwirkungen und eine damit verbundene Abnahme der Impfbereitschaft. Vom Eintritt dieser Szenarien gehen wir jedoch derzeit nicht aus. Sollten die Impfzahlen hochgefahren werden können, wird vor allem im zweiten Halbjahr ein verstärkter Zug zur Normalität zu beobachten sein. Zwei weitere große für die Weltwirtschaft relevante „Baustellen“ abseits der Pandemie wurden entschärft: Großbritannien und die EU konnten sich in letzter Minute auf ein rudimentäres Abkommen einigen und die US-Nachwahlen im Bundesstaat Georgia brachten den Demokraten die Mehrheit im Senat. Diese beiden Entwicklungen wurden an den Börsen sehr gut aufgenommen.


 


Niedrigeres Trendwachstum der Weltwirtschaft


Prinzipiell hinterlässt die Pandemie drei Vermächtnisse für 2021. Erstens ist das Trendwachstum der Weltwirtschaft zurück gegangen. Die globale Konjunktur hat an Kraft verloren. Die Beschäftigung ist gesunken, Menschen sind arbeitslos geworden oder erhalten in Kurzarbeit nur einen Teil ihres Lohns. Gleichzeitig hält der Trend der abnehmenden Arbeitsbevölkerung infolge der Alterung der Gesellschaft an. Somit sinkt die Produktivität. Durch die Lockdowns wird auch der Konsum in Mitleidenschaft gezogen, was im Gegensatz zur Abnahme des Anteils der Berufstätigen nur eine vorübergehende Entwicklung darstellt. Wenn beispielsweise der stationäre Handel wieder öffnet, kommt es in der Folge zu Nachholeffekten.


 


Staatshilfen halten über Impfungen hinaus an


Zweitens werden die Staaten ihre Hilfsleistungen auch über die aktuell akute Phase hinaus fortsetzen. Dafür nehmen sie Schulden in neuer Rekordhöhe auf. Die Fortsetzung der Unterstützung von fiskalischer und geldpolitischer Seite muss mit einem weinenden und einem lachenden Auge betrachtet werden. Einerseits werden damit Unternehmenskonkurse und Massenarbeitslosigkeit verhindert, andererseits die reinigenden Effekte der Rezession unterdrückt. Schlecht wirtschaftende Unternehmen werden dadurch am Leben gehalten, der Wettbewerb leidet darunter.


 


Geldpolitik sorgt für günstige Finanzierungsbedingungen


Drittes Vermächtnis ist die Geldpolitik, die für anhaltend günstige Finanzierungsbedingungen sorgt. Entscheidend ist, dass die Schuldenlast nicht steigt. Denn nicht die Höhe der Staatsschulden ist relevant, sondern wie viel Zinsen die Staaten für diese Schulden zahlen müssen. So sind die Schulden auf ein Rekordhoch geklettert, während die Schuldenlast so gering wie zuletzt vor 45 Jahren ist. Das stützt die Aufnahme von weiteren Verbindlichkeiten.


 


Durch die anhaltende Niedrigzinsphase und mehrheitlich negative Realrenditen im Anleihesektor – Anleger dieser Anlageklasse werden demzufolge tendenziell ärmer – spricht weiterhin alles für Investments in Aktien. Seitdem der Start der Impfungen angekündigt wurde, lassen sich die Börsen nicht mehr durch zwischenzeitlich neue Pandemie-Maßnahmen aus dem Tritt bringen. Die Zürcher Kantonalbank Österreich AG ist deshalb bei Aktien übergewichtet. Zuletzt war hier eine Sektorrotation zu beobachten. Hatten die Kurse der Wachstumsaktien vor allem aus dem Technologiebereich über weite Strecken des Jahres 2020 stark profitiert, kommen nun durch die neue Perspektive angesichts der Impfungen auch Aktien zyklischer Unternehmen zunehmend besser in Fahrt. Insgesamt sollte also auch 2021 ein Aktienjahr werden. Angesichts der hohen Bewertung und des noch fragilen Umfeldes, muss aber mit zwischenzeitlichen Korrekturen gerechnet werden.


 


Die Zürcher Kantonalbank Österreich AG


Die Zürcher Kantonalbank Österreich AG ist ein auf Private Banking spezialisiertes Bankhaus und betreut vermögende Privatpersonen, Stiftungen und Unternehmer in Österreich und Süddeutschland. Sie ist eine 100-prozentige Tochter der Zürcher Kantonalbank in Zürich. Unsere Mutter verfügt als eine der wenigen Banken weltweit über die Bestnoten AAA bzw. Aaa der drei großen Rating-Agenturen Fitch, Standard & Poor‘s und Moody’s und zählt zu den sichersten Universalbanken der Welt. Als Schweizer Traditionshaus blickt die Zürcher Kantonalbank auf eine 150-jährige Geschichte zurück.

Sicherheit, Stabilität und Wachstum prägen unsere Geschäftspolitik. Seit Beginn unserer Tätigkeit im Jahre 2010 verzeichnet die Zürcher Kantonalbank Österreich AG ein jährliches Wachstum von 15-20 %. An den beiden Standorten Salzburg und Wien sind 104 Mitarbeiter beschäftigt und verwalten ein Geschäftsvolumen von 2,6 Milliarden Euro. Wir konzentrieren uns auf das Veranlagungsgeschäft. Strategische Beratung und Vermögensverwaltung zählen zu unseren Kernkompetenzen. Unsere lokalen Asset-Management-Spezialisten unterstützen unsere Kunden und Berater bei allen wichtigen Anlagethemen. Dank der engen Zusammenarbeit mit über 220 Anlageexperten unserer Mutter ist es uns möglich, die besonderen Bedürfnisse unserer Kunden zu berücksichtigen. Kunde, Berater, Asset Manager: Wir bringen alle Entscheidungsträger an einen Tisch. Das macht uns zu einem kompetenten und verlässlichen Partner.


 


Rechtliche Hinweise


Dies ist eine Marketingmitteilung, welche nicht unter Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt wurde und sie unterliegt auch keinem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen. Die hierin geäußerten Meinungen geben unsere aktuelle Einschätzung wieder, die sich auch ohne vorherige Bekanntmachung ändern kann. Alle in dieser Marketingmitteilung enthaltenen Angaben und Informationen wurden von der Zürcher Kantonalbank Österreich AG oder Dritten sorgfältig recherchiert und geprüft. Für Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität können jedoch weder die Zürcher Kantonalbank Österreich AG noch diese dritten Lieferanten die Gewähr übernehmen. Wir weisen darauf hin, dass jegliche in diesem Papier enthaltenen Empfehlungen allgemeiner Natur sind. Alle Angaben dienen ausschließlich Ihrer Information und stellen keine Anlageberatung oder sonstige Empfehlung oder Anregungen zu Anlagestrategien in Bezug auf ein oder mehrere Finanzinstrumente oder Emittenten von Finanzinstrumenten dar. Sie sind nicht als Angebot zum Kauf oder Verkauf eines Wertpapieres oder zum Abschluss eines Vertrages über Wertpapier(neben)dienstleistungen oder als Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebotes zu verstehen. Die hierin enthaltenen Informationen können eine auf den individuellen Anleger abgestellte, anleger- und anlagegerechte Beratung nicht ersetzen. Wir warnen ausdrücklich vor einer Umsetzung ohne weitergehende detaillierte Beratung und Analyse Ihrer spezifischen Vermögens- und Anlagesituation. Ohne diese Analyse können jegliche in dieser Broschüre enthaltenen Empfehlungen zu einem unerwünschten Anlageergebnis bis hin zum Totalverlust führen. Angaben von Wertentwicklungen in der Vergangenheit sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Die künftige Wertentwicklung kann völlig konträr verlaufen und zu einem Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass Veranlagungen in Wertpapieren mit einer Reihe von Risiken verbunden sein können. Zu diesen zählen beispielsweise das Währungsrisiko, das Transferrisiko, das Länderrisiko, das Liquiditätsrisiko, das Bonitätsrisiko, das Zinsrisiko und das Kursrisiko. Je nach Art des Investments können diese zu Verlusten bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Vermögens führen. Diese Marketingmitteilung darf ohne die vorherige Zustimmung der Zürcher Kantonalbank Österreich AG weder elektronisch noch gedruckt vervielfältigt noch sonst in einer anderen Form verwendet werden.
Zuständige Behörde: Finanzmarktaufsicht, Otto-Wagner-Platz 5, 1090 Wien.


 


Dieses Papier und die darin enthaltenen Informationen dürfen nicht an Personen, die möglicherweise US-Personen nach der Definition der Regulation S des US Securities Act von 1933 sind, verteilt und/oder weiterverteilt werden. Definitionsgemäß umfasst „US Person“ jede natürliche US-Person oder juristische Person, jedes Unternehmen, jede Firma, Kollektivgesellschaft oder sonstige Gesellschaft, die nach amerikanischem Recht gegründet wurde. Im Weiteren gelten die Kategorien der Regulation S.


 


Zusätzliche Informationen gemäß Mediengesetz:


Herausgeber, Medieninhaber und Redaktion: Zürcher Kantonalbank Österreich AG, Getreidegasse 10, 5020 Salzburg.


Sitz der Gesellschaft: Salzburg.


Vorstand: Hermann Wonnebauer (Vorsitzender), Christian Nemeth, Michael Walterspiel.


Vorsitzender des Aufsichtsrates: Christoph Weber.


Weitere Mitglieder des Aufsichtsrates: Adrian Kohler (Stellvertreter des Vorsitzenden), Dr. Stephan Hutter, Matthias Franz Stöckli, Ankie Brummans, Johanna Wieser.


Direkte Gesellschafterin: Zürcher Kantonalbank (100 %), selbständige Anstalt des Kantons Zürich.


Unternehmensgegenstand: Kreditinstitut gemäß BWG.


Erklärung über die grundlegende Ausrichtung des Newsletters:


Informationen über allgemeine Themen im Zusammenhang mit der Vermögensanlage, insbesondere Vermögensverwaltung, Wertpapiere und Kapitalmärkte.


____________________________________________________________________________


Der Autor stellt hier lediglich Informationen zur Verfügung, es erfolgt keine Anlageberatung, Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Vermögensanlagen. Anlagegeschäfte beinhalten Risiken, so dass die Konsultierung professioneller Anlagenberater empfohlen wird. Wir möchten in diesem Zusammenhang darauf hinweisen, dass ein Engagement in Aktien (auch Hot Stocks oder Penny Stocks), Zertifikate, Fonds oder Optionsscheine zum Teil mit erheblichen Risiko verbunden. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals kann nicht ausgeschlossen werden.





powered by stock-world.de




 

 

Aktien des Tages
  

Jetzt für den kostenfreien Newsletter "Aktien des Tages" anmelden und keinen Artikel unseres exklusiven Labels AC Research mehr verpassen.

Das Abonnement kann jederzeit wieder beendet werden.

RSS Feeds




Bitte warten...