Wien (www.aktiencheck.de) - VERBUND-Aktienanalyse von der Raiffeisen Bank International AG:
Bernd Maurer und Teresa Schinwald, Analysten der Raiffeisen Bank International AG, raten in einer aktuellen Aktienanalyse weiterhin zum Verkauf der VERBUND-Aktie (ISIN: AT0000746409, WKN: 877738, Ticker-Symbol: OEWA, Wien: VER, Nasdaq OTC-Symbol: OEZVF).
Aufgrund des starken Anstiegs der Strompreise für 2022 und 2023 um 70% beziehungsweise 45% und der voranschreitenden Absicherungsgeschäfte hätten die Analysten ihre EBITDA-Prognose für die Geschäftsjahre 2022-23e um 21% und 14% erhöht. Ihre Schätzung für das laufende Geschäftsjahr hätten sie infolge der späteren Konsolidierung des Gas Connect Austria-Anteils und einem schwächeren Netzgeschäft leicht gesenkt. Abgesehen von der Entwicklung der Stromerzeugung aus Wasserkraft, welche bisher unter dem langjährigen Durchschnitt gelegen habe, aber besser als im letzten Jahr gewesen sei, werde das Jahresergebnis davon abhängen, wie stark der VERBUND von der aktuell guten Dynamik am Spotmarkt profitieren könne.
Die Strompreiskurve sei in die Zukunft stark rückläufig, da kurzfristig die Lieferengpässe bei Kohle und Erdgas eingepreist würden, die sich aber nächstes Jahr wieder normalisieren sollten. Dementsprechend sollten auch bei VERBUND die Absicherungspreise wieder sinken.
VERBUND habe einen Kooperationsvertrag mit einem deutschen Großgrundbesitzer über den Bau von bis zu 2 GW Photovoltaik im Norden Deutschlands unterzeichnet und sei laut Berichten an einem 3 GW Entwicklungsportfolio in Spanien interessiert. Das Projekt im deutschen Norden bringe dem Unternehmen Zugang zu 2000 ha Land und die Investitionen von über EUR 1 Mrd. in den nächsten fünf Jahren, sollten bei einem Strompreis von EUR 80/MWh nach der Fertigstellung zu einem EBITDA-Beitrag von EUR 165 Mio. führen. Die Freigabe von Limberg III, einem EUR 500 Mio. teuren 480 MW Pumpspeicherkraftwerk, dürfte die Leistung des Konzerns um 650 GWh erhöhen. Das Kraftwerk werde mit den Base-Peak-Spreads Geld verdienen, welche jedoch seit Jahren rückläufig seien.
Die Analysten würden die zusätzlichen beträchtlichen Wachstumschancen im Ausland begrüßen, da es in Österreich, mit Ausnahme von Pumpspeicheranlagen, an Potenzial für große Projekte fehle. Angesichts des Verdrängungswettbewerbs in der Photovoltaik und der schwachen Speicherökonomie würden sie jedoch nur mit unterdurchschnittlichen Renditen rechnen. Sie würden ihr Kursziel auf EUR 77 erhöhen, basierend auf der Anhebung der Ergebnisschätzung infolge der gestiegenen Strompreise und der Anhebung der langfristigen CO2-Preisprognose.
Dennoch behalten Bernd Maurer und Teresa Schinwald, Analysten der Raiffeisen Bank International AG, ihre "verkaufen"-Empfehlung bei, da für die nächsten Jahre wieder fallende Strompreise erwartet werden, sobald sich die Liefersituation bei Erdgas und Kohle, die derzeit die Preise treibt, erholt, die Aktie aber die kurzfristig überschießenden Preise reflektiert. (Analyse vom 11.08.2021)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus:
Offenlegungen
3. RBI oder eine mit ihr verbundene juristische Person ist Market Maker oder Specialist oder Designated Sponsor oder Stabilisierungsmanager oder sonstiger Liquiditätsspender in den Finanzinstrumenten des Emittenten.
7. Der zuständige Analyst oder eine sonstige an der Erstellung der Finanzanalyse mitwirkende natürliche Person besitzt Finanzinstrumente des von ihm analysierten Emittenten.
12. RBI erbrachte für den Emittenten in den vorangegangenen 12 Monaten Wertpapierdienstleistungen gemäß Anhang I Abschnitte A (Wertpapierdienstleistungen und Anlagetätigkeiten) und B (Nebendienstleistungen) der Richtlinie 2014/65/EU des Europäischen Parlaments und des Rates.
Offenlegung von Umständen und Interessen, die die Objektivität der RBI gefährden könnten: www.raiffeisenresearch.com/disclosuresobjectivity.
Börsenplätze VERBUND-Aktie:
Tradegate-Aktienkurs VERBUND-Aktie
80,25 EUR -0,37% (11.08.2021, 13:33)
Wiener Börse-Aktienkurs VERBUND-Aktie
80,35 EUR -0,19% (11.08.2021, 13:15)
ISIN VERBUND-Aktie:
AT0000746409
WKN VERBUND-Aktie:
877738
Ticker-Symbol VERBUND-Aktie:
OEWA
Wien Ticker-Symbol VERBUND-Aktie:
VER
Nasdaq OTC Ticker-Symbol VERBUND-Aktie:
OEZVF
Kurzprofil VERBUND AG:
VERBUND (ISIN: AT0000746409, WKN: 877738, Ticker-Symbol: OEWA, Wien: VER, Nasdaq OTC-Symbol: OEZVF) ist Österreichs führendes Stromunternehmen und einer der größten Stromerzeuger aus Wasserkraft in Europa.
Mehr als 90% ihres Stroms erzeugt die VERBUND AG aus Wasserkraft, ergänzt durch Wind- und Wärmekraft.
Mit Tochterunternehmen und Partnern ist VERBUND von der Stromerzeugung über den Transport bis zum internationalen Handel und Vertrieb aktiv. Seit 1988 ist VERBUND an der Börse, 51% des Aktienkapitals besitzt die Republik Österreich. (11.08.2021/ac/a/a)
Bernd Maurer und Teresa Schinwald, Analysten der Raiffeisen Bank International AG, raten in einer aktuellen Aktienanalyse weiterhin zum Verkauf der VERBUND-Aktie (ISIN: AT0000746409, WKN: 877738, Ticker-Symbol: OEWA, Wien: VER, Nasdaq OTC-Symbol: OEZVF).
Aufgrund des starken Anstiegs der Strompreise für 2022 und 2023 um 70% beziehungsweise 45% und der voranschreitenden Absicherungsgeschäfte hätten die Analysten ihre EBITDA-Prognose für die Geschäftsjahre 2022-23e um 21% und 14% erhöht. Ihre Schätzung für das laufende Geschäftsjahr hätten sie infolge der späteren Konsolidierung des Gas Connect Austria-Anteils und einem schwächeren Netzgeschäft leicht gesenkt. Abgesehen von der Entwicklung der Stromerzeugung aus Wasserkraft, welche bisher unter dem langjährigen Durchschnitt gelegen habe, aber besser als im letzten Jahr gewesen sei, werde das Jahresergebnis davon abhängen, wie stark der VERBUND von der aktuell guten Dynamik am Spotmarkt profitieren könne.
Die Strompreiskurve sei in die Zukunft stark rückläufig, da kurzfristig die Lieferengpässe bei Kohle und Erdgas eingepreist würden, die sich aber nächstes Jahr wieder normalisieren sollten. Dementsprechend sollten auch bei VERBUND die Absicherungspreise wieder sinken.
VERBUND habe einen Kooperationsvertrag mit einem deutschen Großgrundbesitzer über den Bau von bis zu 2 GW Photovoltaik im Norden Deutschlands unterzeichnet und sei laut Berichten an einem 3 GW Entwicklungsportfolio in Spanien interessiert. Das Projekt im deutschen Norden bringe dem Unternehmen Zugang zu 2000 ha Land und die Investitionen von über EUR 1 Mrd. in den nächsten fünf Jahren, sollten bei einem Strompreis von EUR 80/MWh nach der Fertigstellung zu einem EBITDA-Beitrag von EUR 165 Mio. führen. Die Freigabe von Limberg III, einem EUR 500 Mio. teuren 480 MW Pumpspeicherkraftwerk, dürfte die Leistung des Konzerns um 650 GWh erhöhen. Das Kraftwerk werde mit den Base-Peak-Spreads Geld verdienen, welche jedoch seit Jahren rückläufig seien.
Die Analysten würden die zusätzlichen beträchtlichen Wachstumschancen im Ausland begrüßen, da es in Österreich, mit Ausnahme von Pumpspeicheranlagen, an Potenzial für große Projekte fehle. Angesichts des Verdrängungswettbewerbs in der Photovoltaik und der schwachen Speicherökonomie würden sie jedoch nur mit unterdurchschnittlichen Renditen rechnen. Sie würden ihr Kursziel auf EUR 77 erhöhen, basierend auf der Anhebung der Ergebnisschätzung infolge der gestiegenen Strompreise und der Anhebung der langfristigen CO2-Preisprognose.
Dennoch behalten Bernd Maurer und Teresa Schinwald, Analysten der Raiffeisen Bank International AG, ihre "verkaufen"-Empfehlung bei, da für die nächsten Jahre wieder fallende Strompreise erwartet werden, sobald sich die Liefersituation bei Erdgas und Kohle, die derzeit die Preise treibt, erholt, die Aktie aber die kurzfristig überschießenden Preise reflektiert. (Analyse vom 11.08.2021)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus:
Offenlegungen
3. RBI oder eine mit ihr verbundene juristische Person ist Market Maker oder Specialist oder Designated Sponsor oder Stabilisierungsmanager oder sonstiger Liquiditätsspender in den Finanzinstrumenten des Emittenten.
7. Der zuständige Analyst oder eine sonstige an der Erstellung der Finanzanalyse mitwirkende natürliche Person besitzt Finanzinstrumente des von ihm analysierten Emittenten.
12. RBI erbrachte für den Emittenten in den vorangegangenen 12 Monaten Wertpapierdienstleistungen gemäß Anhang I Abschnitte A (Wertpapierdienstleistungen und Anlagetätigkeiten) und B (Nebendienstleistungen) der Richtlinie 2014/65/EU des Europäischen Parlaments und des Rates.
Offenlegung von Umständen und Interessen, die die Objektivität der RBI gefährden könnten: www.raiffeisenresearch.com/disclosuresobjectivity.
Börsenplätze VERBUND-Aktie:
Tradegate-Aktienkurs VERBUND-Aktie
80,25 EUR -0,37% (11.08.2021, 13:33)
Wiener Börse-Aktienkurs VERBUND-Aktie
80,35 EUR -0,19% (11.08.2021, 13:15)
ISIN VERBUND-Aktie:
AT0000746409
WKN VERBUND-Aktie:
877738
Ticker-Symbol VERBUND-Aktie:
OEWA
Wien Ticker-Symbol VERBUND-Aktie:
VER
Nasdaq OTC Ticker-Symbol VERBUND-Aktie:
OEZVF
Kurzprofil VERBUND AG:
VERBUND (ISIN: AT0000746409, WKN: 877738, Ticker-Symbol: OEWA, Wien: VER, Nasdaq OTC-Symbol: OEZVF) ist Österreichs führendes Stromunternehmen und einer der größten Stromerzeuger aus Wasserkraft in Europa.
Mehr als 90% ihres Stroms erzeugt die VERBUND AG aus Wasserkraft, ergänzt durch Wind- und Wärmekraft.
Mit Tochterunternehmen und Partnern ist VERBUND von der Stromerzeugung über den Transport bis zum internationalen Handel und Vertrieb aktiv. Seit 1988 ist VERBUND an der Börse, 51% des Aktienkapitals besitzt die Republik Österreich. (11.08.2021/ac/a/a)
Archivbeitrag vom 11.08.2021. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.