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UniCredit: Formidable Ertragsaussichten - Aktienanalyse




21.02.22 15:32
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.aktiencheck.de) - UniCredit-Aktienanalyse von der Raiffeisen Bank International AG:

Aaron Alber, Analyst der Raiffeisen Bank International AG, rät in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie des italienischen Kredithauses UniCredit S.p.A. (ISIN: IT0005239360, WKN: A2DJV6, Ticker-Symbol: CRIN, NASDAQ OTC-Symbol: UNCFF) weiterhin zu kaufen.

Die Erträge seien in Q4 2021 gegenüber dem Q4 2020 um 4,7% auf EUR 4,44 Mrd. gestiegen. Die Kosten hätten leicht um 0,6% auf EUR 2,47 Mrd. zugelegt. Das Aufwand-/Ertragsverhältnis habe sich demnach um 106 Basispunkte auf 55,7% verringert. Damit rangiere man im europäischen Mittelfeld, wo zumeist ebenfalls Quoten von 50% bis 60% ausgewiesen würden. Stark hätten sich im Berichtsquartal abermals die Provisionserträge (+11,7%) gezeigt, welche von der weiterhin regen Handelstätigkeit der Kunden sowie von den höheren Vermögenswerten getrieben worden seien.

Unter dem Strich hätten die Italiener im Schlussquartal 2021 einen um Sondereffekte bereinigten Gewinn von EUR 810 Mio. nach EUR 204 Mio. in Q4 2020 eingefahren. Damit seien die Markterwartungen von im Schnitt EUR 476 Mio. klar übertroffen worden. Das ausgewiesene Q4-Ergebnis (Verlust von EUR 1,4 Mrd.) habe Restrukturierungsaufwendungen beinhaltet, welche aus der strategischen Neuausrichtung resultieren würden. Bezogen auf das Gesamtjahr 2021 habe UniCredit einen Gewinn von EUR 3,9 Mrd. eingefahren und damit vor der eigenen, zuvor nach oben revidierten, Gewinnprognose von EUR 3,7 Mrd. gelegen.

Die Dotierung zu Kreditrisikovorsorgen sei um 60,6% auf EUR 810 Mio. gesunken. Die Risikokosten hätten sich im Jahresvergleich um 106 auf niedrige 74 Basispunkte verringert, was auf eine gestiegene Kreditqualität zurückzuführen gewesen sei. Im Gesamtjahr 2021 seien diese bei 37 Basispunkte zu liegen gekommen, nach 105 Basispunkten in 2020. Die problembehafteten Kredite hätten sich im Jahresvergleich um 23,4% auf EUR 16,3 Mrd. verringert und würden damit 3,6% aller ausstehenden Forderungen auf Konzernebene ausmachen. Deren Bedeckung durch Risikovorsorgen habe zwar um 5,8 Prozentpunkte abgenommen, befinde sich mit 54,0% aber noch immer im soliden Bereich.

Die Kernkapitalquote (CET1) habe mit 15,03% per Jahresende 2021 komfortabel um 510 Basispunkte über dem von der Aufsicht festgelegten Minimum zur Vornahme von Ausschüttungen gelegen. Die geplanten Aktienrückkäufe und die Dividendenzahlung herausgerechnet habe die Quote pro forma bei 14,13% und damit über der eigenen Ziel-Bandbreite von 13,5% bis 14,0% gelegen. Damit habe man einen größeren Spielraum für künftige regulatorische Anpassungen bzw. Verschärfungen sowie bei einer allfälligen Verschlechterung des Kreditumfeldes.

Für das abgelaufene Geschäftsjahr sollten insgesamt EUR 3,75 Mrd. an die Aktionäre rückgeführt werden. Dabei sollten EUR 1,17 Mrd. auf Dividendenzahlungen und EUR 2,58 Mrd. auf Aktienrückkäufe entfallen.

Die im Dezember vorgestellte Strategie 2022-2024 des neuen CEOs sehe die Schwerpunkte bei Kosteneffizienz, digitaler Transformation und der optimalen Kapitalallokation in Kerngeschäftsfelder. Die Rendite auf das materielle Eigenkapital (RoTE) solle von zuletzt 7,3% auf rund 10% im Jahr 2024 steigen. Die Erträge sollten jährlich um ca. 2% und der Gewinn um ca. 10% gesteigert werden. Das Aufwand-/ Ertragsverhältnis wolle man dagegen auf ca. 50% drücken. Unter Beibehaltung einer robusten Kernkapitalquote (CET1) von 12,5% bis 13,0% wolle UniCredit über die Jahre verteilt in Summe EUR 16 Mrd. an Gewinnausschüttungen (Aktienrückkäufe und Dividendenzahlungen) tätigen.

UniCredit wolle die eigenen Treibhausgasemissionen gegenüber dem Jahr 2008 um 60% bis 2024 und auf netto Null bis zum Jahr 2030 reduzieren. In den nächsten drei Geschäftsjahren sollten sich die ESG-bezogenen Finanzierungen um EUR 150 Mrd. erhöhen. Unternehmen biete man mittels ESG-Beratung gezielte Lösungen für die Implementierung der neuen gesetzlichen Bestimmungen an.

UniCredit habe im Schlussquartal wie seine Mitbewerber dank der freundlichen Finanzmarktentwicklung abermals von höheren Provisionserträgen profitiert, welche der Analyst angesichts der regen Handelstätigkeit der Kunden auch im laufenden Quartal gut unterstützt sehe. Die neue Strategie richte den Fokus insbesondere auf die Bereiche Digitalisierung und Nachhaltigkeit, womit UniCredit voll dem Zeitgeist entspreche. Dafür nehme das Institut EUR 2,8 Mrd. für Investitionen in die Hand, wovon knapp die Hälfte durch Kosteneinsparungen im klassischen Bankgeschäft wieder kompensiert werden sollten. Die COVID-19-Pandemie gelte in puncto Kreditrisikovorsorgen bzw. Abschreibungen als abgehakt. Als Ertragskatalysator sollte sich mittelfristig die geldpolitische Normalisierung mit höheren Leitzinsen erweisen. Im Hinblick auf den starken Fußabdruck in Wachstumsmärkten sehe der Analyst UniCredit gut aufgestellt, um die gesteckten Ziele zu erreichen und halte das Institut angesichts der nach wie vor moderaten Bewertung für ein attraktives Investment.

Aaron Alber, Analyst der Raiffeisen Bank International AG, bestätigt seine "Kauf"-Empfehlung für die UniCredit-Aktie und erhöht das Kursziel von EUR 13,00 auf EUR 16,20. Dieses basiere auf einem Dividend-Discount-Modell und Konsensschätzungen. (Analyse vom 21.02.2022)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus:

Offenlegungen

3. RBI oder eine mit ihr verbundene juristische Person ist Market Maker oder Specialist oder Designated Sponsor oder Stabilisierungsmanager oder sonstiger Liquiditätsspender in den Finanzinstrumenten des Emittenten.

12. RBI erbrachte für den Emittenten in den vorangegangenen zwölf Monaten Wertpapierdienstleistungen gemäß Anhang I Abschnitte A (Wertpapierdienstleistungen und Anlagetätigkeiten) und B (Nebendienstleistungen) der Richtlinie 2014/65/EU des Europäischen Parlaments und des Rates.

Offenlegung von Umständen und Interessen, die die Objektivität der RBI gefährden könnten: www.raiffeisenresearch.com/disclosuresobjectivity

Börsenplätze UniCredit-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs UniCredit-Aktie:
14,364 EUR -1,45% (21.02.2022, 15:15)

Borsa Italiana-Aktienkurs UniCredit-Aktie:
14,276 EUR -2,43% (21.02.2022, 15:02)

ISIN UniCredit-Aktie:
IT0005239360

WKN UniCredit-Aktie:
A2DJV6

Ticker-Symbol UniCredit-Aktie:
CRIN

NASDAQ OTC-Symbol UniCredit-Aktie:
UNCFF

Kurzprofil UniCredit S.p.A.:

UniCredit S.p.A. (ISIN: IT0005239360, WKN: A2DJV6, Ticker-Symbol: CRIN, NASDAQ OTC-Symbol: UNCFF) ist eine paneuropäische Geschäftsbank und bietet ein einzigartiges Netzwerk in West-, Mittel- und Osteuropa sowie ein voll integriertes Corporate & Investment Banking. Entstanden aus der Fusion von Credito Italiano mit mehreren anderen italienischen Banken, unterhält sie heute eines der größten europäischen Finanznetzwerke. UniCredit bietet das volle Spektrum des Privatkunden- und Firmenkundengeschäfts mit Kontenverwaltung, Zahlungsverkehrsabwicklung, Vermögensverwaltung sowie Investment Banking und Management.

2005 übernahm die UniCredit S.p.A. den deutschen Hypothekenspezialisten HVB und damit auch deren Tochter Bank Austria. Damit gelang der UniCredit als erster ausländischer Bank der Aufkauf einer deutschen Bank. Er erfolgte in Form einer freundschaftlichen Übernahme mittels Aktientausch. Die ehemalige HypoVereinsbank ist heute als UniCredit Bank aktiv und bietet Finanzdienstleitungen für Privat- und Geschäftskunden und Vermögensverwaltung. (21.02.2022/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.







 
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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
9,87 € 9,816 € 0,054 € +0,55% 24.06./17:44
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
IT0005239360 A2DJV6 15,91 € 7,78 €
Handelsplatz Letzter Veränderung  Zeit
 
Tradegate (RT)
9,696 € -1,73%  24.06.22
Stuttgart 9,883 € +0,63%  24.06.22
Xetra 9,87 € +0,55%  24.06.22
Berlin 9,897 € +0,43%  24.06.22
Nasdaq OTC Other 10,47 $ +0,29%  24.06.22
Düsseldorf 9,82 € +0,20%  24.06.22
Frankfurt 9,682 € -2,35%  24.06.22
Hamburg 9,872 € -2,91%  24.06.22
Hannover 9,872 € -2,91%  24.06.22
München 9,707 € -4,89%  24.06.22
  = Realtime
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