Kolumnist: Oliver Groß

Ultrasonic-Skandal: Die Snowbird AG reagiert mit aufklärendem Statement




17.09.14 08:39
Oliver Groß

Alibaba-Hype und Ultrasonic-Skandal. Chinesische Aktien erleben ein wahres Gefühlsbad. Die Snowbird AG will aufzeigen, dass sie nie in die extrem heikle Lage von Ultrasonic kommen wird.


Gestern erschütterte eine Schock-Meldung über eine deutsche AG mit chinesischem Vorstand die Szene: Ultrasonic AG - Chinesische Chefs verschwinden mit deutscher Firmenkasse, Link.


Diese krasse Meldung zu Ultrasonic ist natürlich Wasser auf den Mühlen der China-Skeptiker. Chefs verschwinden und räumen die Konten leer – ein wahrer Albtraum für die Aktionäre, die gestern einen Kursverlust von über 75% hinnehmen mussten. Ein weiteres schwarzes Schaf unter den in Deutschland gelisteten Unternehmen.


Global herrscht dagegen unverändert eine Pro-China Investment Stimmung. Die Meldungen zum geplanten Börsengang von Alibaba überschlagen sich. Die Nachfrage nach den Aktien des größten IPOs aller Zeiten mit einem Emissionsvolumen von über 20 Milliarden US-Dollar ist so überwältigend, dass bereits laut darüber nachgedacht wird, das obere Ende der Preisspanne anzuheben.


Am Donnerstag gibt Alibaba voraussichtlich den Ausgabepreis für seine Aktien bekannt. Für Freitag ist dann das Debüt an der New Yorker Börse vorgesehen. Weltweit diskutiert die Börsenszene über den historischen IPO, der auch den Wandel bestätigt: China wird die USA von der Weltspitze verdrängen und nach den jüngsten Prognosen im Jahr 2016 die größte Wirtschaftsnation werden.


Die Snowbird AG gibt voraussichtlich am kommenden Mittwoch, 24. September den Ausgabepreis für seine Aktien bekannt. Für den darauf folgenden Montag, den 29. September ist das Debüt an der Frankfurter Wertpapierbörse vorgesehen. Eine Börsennotiz in New York wäre in dieser Zeit vermutlich einfacher.


Doch eine viel wichtigere Frage stellt sich aktuell im Hinblick auf den Vorfall bei Ultrasonic. Was hebt Snowbird diesbezüglich ab? Und welche vertrauensbildenden Maßnahmen hat Snowbird ergriffen?


Das Management von Snowbird teilte auf Anfrage die folgenden Zeilen mit:


Der Betrugsskandal bei Ultrasonic ist ein weiteres, dramatisches Kapitel. Wir haben bei Snowbird aber eine ganz andere Ausgangslage geschaffen und wollen darüber aufklären. Die Beteiligten zeigen von Anfang an eine hohe Kapitalmarktaffinität und agieren vom ersten Tag im Sinne der zukünftigen Aktionäre.


In der börsennotierten Gesellschaft sorgt ein hochkarätiger Aufsichtsrat für die Überwachung des Vorstandes und die Einhaltung der Corporate Governance. Und als Signal an die Investoren gibt es kein sogenanntes „Cashing Out“ der Altaktionäre, was von vornerein kategorisch ausgeschlossen wurde.


Alle Aktien aus dem IPO kommen aus einer Kapitalerhöhung. Der Gründer und größter Aktionär hat sich verpflichtet, eine überdurchschnittliche Haltefrist von 36 Monaten einzuhalten. Er will an dem zukünftig erwarteten Erfolg der Firma teilhaben, der mit den Mitteln aus dem Börsengang umgesetzt wird: Ausweitung der Umsätze, Steigerung der Effizienz in der Daunenproduktion, günstigerer Einkauf der Rohdaunen, weitere Investitionen in Forschung & Entwicklung.


Zudem werden wir die börsennotierte Snowbird AG entsprechend kapitalisieren, was auch von der Presse honoriert wird. Ebenso der geplante direkte Zugriff auf die Konten von Seiten des Aufsichtsrats.“


Dazu schrieb Stefan Otto vor wenigen Tagen auf boersengefluester.de:


„Es scheint, als hätten die Verantwortlichen für diesen Börsengang endlich verstanden, was deutsche Investoren bei den vergangenen Debütanten aus China verunsichert hat. So wird die deutsche AG von Snowbird mit mehr als 1 Mio. Euro Geld ausgestattet sein, das auf deutschen Konten liegt. Kok Weng Lam, Finanzvorstand bei Snowbird, sagt: „Wir sind noch in der Diskussion über die endgültige Summe. Aber ein paar Hundert Tausend Euro sind zu wenig. Die sind schnell weg.“ Darüber hinaus ist es geplant, dass der Aufsichtsrat einen Online-Lesezugriff auf die Konten des Unternehmens bekommen wird. In der Vergangenheit gab es bei einigen chinesischen Unternehmen Ungereimtheiten bei tatsächlich zur Verfügung stehenden Barmitteln. Auch die Wirtschaftsprüfer verwenden inzwischen besonders viel Energie darauf, die Kontostände zweifelsfrei zu identifizieren.


Snowbird entwickelt sein Geschäft mit jährlich steigenden Umsätzen und gleichbleibend hohen Margen. Und das in einem wachsenden Markt mit riesigem Potential. Das dreiköpfige Management verfügt über jahrzehntelange Erfahrung in der Daunenproduktion und -veredelung. Die zweite Ebene ist ebenfalls professionell besetzt.“













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