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Überraschungs-Deal: Post gründet mit Flatex-Mutter eigene Bank - Aktiennews




11.09.18 12:18
FONDS professionell

Wien (www.aktiencheck.de) - Die Österreichische Post AG (ISIN: AT0000APOST4, WKN: A0JML5, Ticker-Symbol: O3P) hat eine neue Bankpartnerin anstelle der scheidungswilligen Bawag PSK gefunden, so die Experten von "FONDS professionell".

Die gelbe Post gehe künftig im Bankgeschäft neue - eigenständigere - Wege: Nach rund einem Jahr der Partnersuche sorge das Unternehmen mit der Ankündigung eines Banken-Joint-Ventures für eine Überraschung. Gemeinsam mit der deutschen Fintech Group AG, Mutter des Online-Brokers Flatex, werde die Post ein eigenes Finanzinstitut gründen, an dem beide Unternehmen je zu 50 Prozent beteiligt seien. Die neue Bank, für die noch ein Name gefunden werden muesse, solle von vier Vorständen gelenkt werden; drei davon aus der Fintech Group, einer aus der Post, wie Post-Sprecher Michael Homola zu "FONDS professionell ONLINE" gesagt habe.

Die Post müsse nun - entgegen der ursprünglichen Pläne - eine eigene Banklizenz beantragen, wie der Sprecher gesagt habe. Die Fintech Group besitze jedenfalls keine Banklizenz in Österreich, wie der Post-Sprecher erkläre; sie sei seit acht Jahren mit dem Onlinebroker Flatex in Österreich auf dem Markt. Die rund 30.000 Flatex-Kunden sollten in das Joint-Venture eingebracht werden. Die Aufsichtsbehörden müssten noch zustimmen.

Ziel sei es, gemeinsam klassische Zahlungsverkehrsdienste vom Girokonto bis zur Kreditkarte und später auch Kredite anzubieten, wie Homola gesagt habe. Dabei solle es wie bisher intensivere Beratung in den rund 420 eigenständigen Postfilialen geben und ein eingeschränkteres Produktsortiment - etwa einfache Sparbuch-Ein- und Auszahlungen - auch bei den rund 1.350 Postpartnern. Der Vertrag laufe über zehn Jahre.

Die IT-Dienstleistungen kämen von der Fintech Group, die Vertriebsdienstleistungen und die Infrastruktur von der Österreichischen Post. Sie wolle die Mitarbeiter für die Bank stellen. Rund 300 würden aus der Kooperation mit der Bawag PSK frei.

Das neue Institut solle in den nächsten Jahren mit einem Eigenkapital von über 200 Millionen Euro ausgestattet werden, das von beiden Seiten zur Hälfte zur Verfügung gestellt werde. Die Post werde sich zudem mit sieben Prozent an der börsenotierten Fintech Group beteiligen und einen Sitz im Aufsichtsrat der Gesellschaft einnehmen. Die Fintech Group werde für diesen Anteilsverkauf 1.225.761 neue Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre im Gesamtausgabebetrag von rund 35 Millionen Euro ausgeben.

Die Post sei mit mehreren Banken im Gespräch gewesen, nachdem die Bawag PSK rund um ihren Börsengang im Herbst 2017 nach rund zwei Jahrzehnten und einem Streit ums Geld und Filialnetz, die Scheidung eingereicht habe. Ende 2019 würden beide endgültig getrennte Wege gehen. Verhandlungen der Post mit den österreichischen Volksbanken seien am Widerstand einzelner Bundesländer gescheitert. Gespräche mit der Austrian Anadi Bank seien dem Vernehmen nach einigermaßen weit fortgeschritten gewesen, hätten aber "nicht das gewünschte Ergebnis" gebracht, wie ein Anadi-Sprecher zu "FONDS professionell" ohne weitere Angaben gesagt habe.

Börsenplätze Österreichische Post-Aktie:

Xetra-Aktienkurs Österreichische Post-Aktie:
37,28 EUR +0,16% (11.09.2018, 11:09)

Wiener Börse-Aktienkurs Österreichische Post-Aktie:
37,14 EUR -0,21% (11.09.2015, 11:54)

ISIN Österreichische Post-Aktie:
AT0000APOST4

WKN Österreichische Post-Aktie:
A0JML5

Ticker-Symbol Österreichische Post-Aktie:
O3P

Kurzprofil Österreichische Post AG:

Die Österreichische Post (ISIN: AT0000APOST4, WKN: A0JML5, Ticker-Symbol: O3P) ist der landesweit führende Logistik- und Postdienstleister. Zu den Hauptgeschäftsbereichen zählen die Beförderung von Briefen, Werbesendungen, Printmedien und Paketen. Das Filialnetz der Österreichischen Post zählt zu den größten Privatkundennetzen des Landes und bietet seinen Kunden in ganz Österreich hochwertige Produkte und Services in den Bereichen Post, Bank und Telekommunikation. Durch die flächendeckende und zuverlässige Versorgung der österreichischen Bevölkerung und Wirtschaft mit Postdienstleistungen liefert das Unternehmen einen wichtigen Beitrag zur Aufrechterhaltung und Absicherung der Kommunikations- und Logistikinfrastruktur des Landes. Die Österreichische Post ist zudem durch Tochterunternehmen auch in zwölf europäischen Ländern vor allem in den Bereichen Paket & Logistik sowie unadressierte Sendungen tätig. (11.09.2018/ac/a/a)







 
 
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