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US-Wahlkampf verhindert Stimulationspaket




14.10.20 10:12
Fürst Fugger Privatbank

Augsburg (www.aktiencheck.de) - Die US-Wahlen am 3. November nahen und der Ton im Wahlkampf wird schriller, so die Experten der Fürst Fugger Privatbank im aktuellen Wochenkommentar.

Team Biden beschwöre den Untergang der Demokratie und Team Trump den der amerikanischen Wirtschaft im Falle eines Wahlsiegs der Demokraten. Für Marko Behring, Leiter Asset Management der Fürst Fugger Privatbank, sei das Wahlgeplänkel: "Keine der Parteien in Washington hat ein Interesse an einer schwachen Wirtschaft - weder Republikaner noch Demokraten." Und doch sei es genau das, was die amtierende US-Regierung gegen den demokratischen Herausforderer ins Feld führe: eine wirtschaftsfeindliche Ausrichtung.

Marko Behring verweise auf die Statistik: "Die Zahlen lügen nicht. Unter Clinton ist der S&P 500 um 210% gestiegen und unter Obama um 182%. Wirtschaftsfeindlichkeit sieht anders aus." Umso einfacher müsste eigentlich ein Corona-Stimulationspaket zu verabschieden sein. Tatsächlich hätten viele Beobachter eine schnelle Einigung zwischen Demokraten und Republikanern für möglich gehalten, meine Marko Behring. "Mittlerweile müssen wir davon ausgehen, dass es vor den Wahlen keine Einigung zum neuen Corona-Stimulationspaket geben wird." Im Umkehrschluss bedeute dies, dass nach der Wahl die Blockade aufgehoben werden könnte. "Spätestens nach den Wahlen dürfte der Präsident - wer es dann auch ist - die Mutter aller Stimulationspakete schnüren." So könne er mit Rückenwind in seine Legislatur starten. Für Marko Behring ein klarer Fall: "Keiner der Kandidaten will sich vorwerfen lassen wollen, er hätte nicht alles getan, um die Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen. Das zweite Corona Stimulationspaket in den USA wird daher kommen!"

Spannend könne es in den kommenden Wochen auch auf unserer Seite des Atlantiks werden: Es laufe der Countdown zum Brexit ohne Vertrag. London habe zwar erklärt, dass man auf alle Eventualitäten vorbereitet sei, und auch die Aktienmärkte seien darauf eingestellt. Jedenfalls auf ein Scheitern, meine Behring: "Eine kaum mehr erwartetet Lösung bei den Brexit-Verhandlungen wäre eine echte Überraschung. Die könnte die Märkte durchaus antreiben."

Zitate Marko Behring, Leiter Asset Management der Fürst Fugger Privatbank:

"Keine der Parteien in Washington hat ein Interesse an einer schwachen Wirtschaft - weder Republikaner noch Demokraten."

"Die Zahlen lügen nicht. Unter Clinton ist der S&P 500 um 210 % gestiegen und unter Obama um 182 %. Wirtschaftsfeindlichkeit sieht anders aus."

"Mittlerweile müssen wir davon ausgehen, dass es vor den Wahlen keine Einigung zum neuen Corona-Stimulationspaket geben wird."

"Spätestens nach den Wahlen dürfte der Präsident - wer es dann auch ist - die Mutter aller Stimulationspakete schnüren."

""Keiner der Kandidaten will sich vorwerfen lassen wollen, er hätte nicht alles getan, um die Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen. Das zweite Corona Stimulationspaket in den USA wird daher kommen!"

"Eine kaum mehr erwartetet Lösung bei den Brexit-Verhandlungen wäre eine echte Überraschung. Diekönnte die Märkte durchaus antreiben." (14.10.2020/ac/a/m)



 
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