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Kolumnist: Markus Fugmann

US-Arbeitsmarktdaten in der Detailanalyse: Spürbare Verschiebung hin zu mehr Jobs in der Industrie




09.12.17 07:41
Markus Fugmann

Die US-Arbeitsmarktdaten hatten wir eben schon in ihren Headlinezahlen veröffentlicht. Wie immer ist die Anzahl neu geschaffener Stellen bei den US-Daten mit Abstand die wichtigste Zahl. Woher kommen die Stellen im einzelnen? Hier wie jeden Monat die Detailinfos.

Von der Gesamtzahl von 228.000 neuen Stellen muss man zunächst einmal 7.000 neue Stellen abziehen. Die wurden nämlich im Staatssektor geschaffen. Verbleiben also 221.000 neue Stellen, die im November von der Privatwirtschaft geschaffen wurden. Davon entfallen 62.000 auf das produzierende Gewerbe. Eines muss man Donald Trump ja lassen. Alle die Jahre vorher lag die Zahl neuer Stellen in diesem Bereich der Wirtschaft immer fast bei Null, oder knapp drüber/drunter. Seit Trump Präsident ist, gibt es deutlich spürbaren Zuwachs in diesem Bereich. Eine gewisse Euphorie der Produzenten ist also durchaus statistisch messbar, ob man Trump nun mag oder nicht.


7.000 neue Stellen entstanden bei den Teilsegmenten Bergbau, Öl und Gas (weg mit Naturschutzgebieten, es muss gefrackt werden bis der Arzt kommt!). 24.000 Stellen entstanden auf dem Bau, und 31.000 in der Industrieproduktion, was der wichtigste Teilbereich überhaupt ist – hochwertige gut bezahlte Jobs, die viele weitere Jobs nach sich ziehen!



Trotz der 62.000 neuen Jobs im produzierenden Gewerbe stammt der größere Teil neuer Stellen nach wie vor aus der Dienstleistungsindustrie mit +159.000 neuen Stellen. Der Einzelhandel schafft 18.700 neue Stellen, wobei als Teilsegment Bekleidungsgeschäfte 5.600 Jobs abbauen (der Amazon-Effekt). Kaufhäuser legen um 6.800 Stellen zu. Der Teilsektor „Einfache Hilfsarbeiten“ (Administrative and support services) bringt 24.400 neue Stellen, der Bereich Gesundheit und Pflege legt um 40.500 zu!


Wie immer erwarteten wir auch für diesen Monat im Teilsegment „Freizeit und Bewirtung“ den größten Anstieg, aber nichts da. Nur 14.000 neue Stellen gab es in dem Bereich. Als Teilbereich davon gab es bei Kartenabreißern in Freizeitparks (vereinfacht ausgedrückt) sogar 5800 weniger Stellen, dafür aber +21.200 bei Bars und Restaurants. Ein schwacher Wert, wenn man die Zuwächse der letzten Jahre betrachtet. Denn hier wurden in der Vergangenheit schnell und einfach viele schlecht bezahlte Jobs geschaffen.



Quelle: US BLS



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