USA verpassen Bitcoin-Fans weiteren Rückschlag - Europa ist offener




02.10.17 13:02
FONDS professionell

Wien (www.aktiencheck.de) - Zwei weitere Versuche, Bitcoin-Investmentprodukte in den USA zuzulassen, sind gescheitert, so die Experten von "FONDS professionell".

Damit würden sich die Amerikaner bemerkenswerterweise restriktiver als EU-Mitglieder wie Schweden oder Deutschland zeigen, wo Bitcoin-ETNs im regulären Handel bereits Usus seien.

Verkehrte Welt: Europäische Finanzmärkte würden liberaler als ihre US-amerikanischen Widerparts agieren. Zumindest sei das beim Thema Bitcoin so, wie sich im Laufe dieser Woche gezeigt habe: Denn bei der US-amerikanischen Börsenaufsicht SEC (Security Exchange Commission) hätten zwei Anbieter von Bitcoin-Produkten ihre Anträge auf Zulassung zum regulären Handel vorzeitig zurückgezogen - wohl, um einer Ablehnung zuvorzukommen.

Beim ersten betroffenen Derivat handle es sich um Grayscale Investments "Bitcoin Investment Trust" (BIT), beim zweiten um eine Finanz-Konstruktion von Van Eck Associates. Letztere hätten ihren Antrag zurückgezogen, nachdem die SEC dem Finanzhaus knallhart mitgeteilt habe, man würde sich die Dokumente nicht einmal ansehen. Voraussetzung für eine eingehendere wäre gewesen, dass Bitcoin als Futures gehandelt werden könnten - was derzeit nicht der Fall sei.

Das bedeute nicht, dass Grayscales BIT nicht gehandelt werden könne. Die Orderplatzierung erfolge aber ausschließlich "Over The Counter", also außerbörslich und somit deutlich weniger reguliert als im ordentlichen Handel, in dem herkömmliche Wertpapiere wie etwa Aktien ge- und verkauft würden.

Regulärer Bitcoin-Handel in Schweden

Europa sei schon einen Schritt weiter. In Schweden habe das Unternehmen XBT Provider das an der Nasdaq Stockholm notierende ETN (Exchange Traded Note) "Bitcoin Tracker One" auf den Markt gebracht. Das ETF-ähnliche Produkt könne im normalen Handel ge- und verkauft werden. Das gehe jedoch nicht nur in Schweden, sondern auch in Frankfurt, München und Mailand. Der Haken: Abrechnungswährung seien Schwedische Kronen (SEK), der Käufer trage also nicht nur das an sich schon hohe Bitcoin-Risiko, sondern auch noch die Wechselkursunsicherheiten zwischen Euro und Krone. Euro-Ableger des ETN würden zwar ebenfalls existieren, diese würden aber nur OTC gehandelt.

Außerbörslich bleibe bei der Kursgestaltung und den Handelsbedingungen mehr Spielraum, was manche Produkte für Marktteilnehmer nur schwer durchschaubar mache. Grayscales BIT habe beispielsweise laut Bloomberg-Angaben zuletzt bei 715 US-Dollar notiert. Gegenüber dem inneren Wert der abgebildeten Bitcoin sei das Derivat somit um 100 Prozent überbewertet. (02.10.2017/ac/a/m)






 
 
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