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USA: In spätzyklischer Phase jenseits traditioneller Muster denken




05.12.18 15:05
J.P. Morgan Asset Management

New YorkFrankfurt (www.aktiencheck.de) - Laut den Experten von J.P. Morgan Asset Management könnte sich das Jahr 2019 als symbolisches Jahr für Anleger erweisen: Sollte die Expansion in den USA bis Mitte 2019 anhalten, würde sie damit einen neuen Rekord für die Dauer eines US-Zyklus setzen.

Dies sei insbesondere vor dem Hintergrund der Paradoxien beachtlich, die diesen Zyklus prägen würden: Die Leitzinsen in einzelnen Industrieländern würden steigen, würden jedoch auch weiterhin unterhalb der Tiefststände früherer Zyklen liegen. Gleichzeitig hätten die Arbeitslosenquoten in den G7-Ländern den niedrigsten Stand seit 40 Jahren erreicht. Die aktuelle Hausse des S&P 500 (ISIN: US78378X1072, WKN: A0AET0) stelle die längste jemals verzeichnete Aufwärtsphase dar, wobei die zwischen den Tiefst- und Höchstständen verbuchten Zugewinne fast dem Doppelten des Durchschnitts anderer Bullenmärkte während der letzten 50 Jahre entsprechen würden. Und während einerseits technologische Entwicklungen geografische Grenzen und funktionale Barrieren aushebeln, könnte Handelsprotektionismus auf der anderen Seite - zumindest kurzfristig - einen Rückzug der Globalisierung erzwingen. Dies seien nur einige der Herausforderungen für Langfristanleger, die der langfristige Kapitalmarktausblick "Long Term Capital Market Assumptions" (kurz: LTCMA) von J.P. Morgan Asset Management thematisiere.

Diese langfristige Analyse über ein bis zwei Konjunkturzyklen hinweg in die Zukunft erscheine bereits im 23. Jahr. Ziel der langfristigen Ertrags-, Volatilitäts- und Währungsprognosen sei, eine Grundlage für die strategische Anlageentscheidung zu bieten und den Aufbau stärkerer Portfolios zu unterstützen. Die aktuelle Ausgabe fokussiere besonders die Herausforderungen des spätzyklischen Umfelds: "Allein das chronologische Alter der aktuellen Wachstumsphase löst erhebliche Spekulationen darüber aus, wann der aktuelle Zyklus wohl ein Ende finden dürfte. Und wenn auch niemand das Ende des Zyklus genau vorherzusagen vermag, ist es wichtig, die Eigenarten spätzyklischer Phasen genau zu verstehen und sich auf einen Marktabschwung vorzubereiten - wann auch immer dieser eintritt", erläutere Christoph Bergweiler, Leiter J.P. Morgan Asset Management in Deutschland, Österreich, Zentral- und Osteuropa sowie Griechenland.

Die Betrachtung der Endphase des Zyklus bedeute, dass eine Diskontinuität und ein Umfeld zu erwarten sei, das - zumindest eine gewisse Zeit - deutlich von der Normalität abweiche. "Ein Großteil unserer Kennzahlen und finanziellen Instrumentarien orientiert sich an durchschnittlichen Ergebnissen und einer langfristigen Rückkehr zum Mittelwert und zeigt daher an wichtigen Wendepunkten eines Zyklus womöglich nicht immer das gesamte Bild", betone Bergweiler. Das bedeute nicht, dass diese bewährten Instrumente verworfen werden sollten oder von einer Rückkehr zu langfristigen Mustern und Mittelwerten abzusehen sei. Aber, um bessere Einblicke während des gesamten Zyklus zu erhalten, sollten klassische "Mean-Reversion-Konzepte" ergänzt und die Annahmen bezüglich einer Rückkehr zu den Mittelwerten einer näheren Untersuchung unterzogen und kritisch überprüft werden. Denn Wirtschaftsräume und Märkte könnten sich - wie dieser aktuelle Zyklus immer wieder gezeigt habe - über einen langen Zeitraum hinweg vom Gleichgewichtswert entfernen. Und auch diese Gleichgewichtspunkte selbst seien alles andere als statisch.

"Der Umgang mit spätzyklischen Phasen verlangt von Anlegern, sich in ihrem Denken und Handeln vom Mittelwert und anderen traditionellen Mustern abzuwenden und zu beurteilen, wie Wendepunkte des Zyklus, selbst in diversifizierten Portfolios, zu nichtlinearen Ergebnissen führen könnten", so Bergweiler.

Jedes Jahr würden in die umfangreiche Marktanalyse von über 50 Anlageklassen, Investmentstrategien und zehn Währungen rund 9.000 Stunden Research einfließen. "Im vergangenen Jahr hatten wir uns als "langfristige Optimisten, aber zyklische Realisten" bezeichnet. Unser langfristiger Optimismus besteht tatsächlich unvermindert, auch wenn der zyklische Gegenwind in diesem Jahr zugenommen hat. Dies veranlasst uns zu Überlegungen, wie sich Portfolios stärken lassen, wenn sich eine höhere Volatilität abzeichnet. Zudem könnten einige der Faktoren, die das Ende dieses Zyklus schneller herbeiführen, auf lange Sicht auch tiefgreifende Auswirkungen auf die Wirtschafts- und Investmentlandschaft haben", führe Bergweiler aus.

Tatsächlich verändere sich womöglich auch der Charakter des Zyklus selbst, und damit auch die Ursachen von Rezessionen - und die jeweils zu ergreifenden Gegenmaßnahmen. Beispielsweise würden die Verschuldungsniveaus und das Ausmaß der Zentralbankbilanzen neue politische Herausforderungen darstellen. Gleichzeitig entwickle sich die Struktur der Kapitalmärkte weiter, wodurch sich für Anleger neue Rendite- und Risikoquellen ergeben würden. (05.12.2018/ac/a/m)






 
 
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