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USA bleiben auch nach der Wahl ein zentraler Risikofaktor für die Märkte




07.11.18 11:00
FERI Institut

Bad Homburg (www.aktiencheck.de) - Dass die Demokraten nach den Midterm-Wahlen nun die Mehrheit im US-Repräsentantenhaus stellen, wird die Situation in den USA nicht entscheidend verändern, so die Experten des FERI Cognitive Finance Institute.

"Das Wahlergebnis zementiert nur die politische und gesellschaftliche Spaltung des Landes und wird den Konfrontationskurs des Präsidenten weiter verschärfen", sage Dr. Heinz-Werner Rapp, Gründer und Leiter des FERI Cognitive Finance Institute. Diese extreme Polarisierung führe dazu, dass die USA auch weiterhin als "Un-United States of America" (U-USA) wahrgenommen würden. Dies sei inzwischen ein strategischer Störfaktor, der sowohl die Weltwirtschaft als auch das globale Koordinatensystem untergrabe. "Für die weltweiten Kapitalmärkte bleibt das Problem der U-USA auch weiterhin ein sehr zentraler Risikofaktor", betone Rapp.

"Dass die Demokraten nun die politische Agenda von Donald Trump stärker kontrollieren können, bringt das Land nicht voran, sondern verstärkt nur dessen politische Spaltung", sage Rapp. Auch die theoretische Möglichkeit eines Impeachment-Verfahrens würde an den skizzierten Problemen nur wenig ändern und sei vorerst wenig realistisch. Politische Auseinandersetzungen würden in den USA nicht erst seit Trump mit großer Schärfe geführt, der Trend zu Polarisierung sei schon seit Jahren erkennbar. "Das Phänomen der "Un-United States of America" gab es bereits vor Donald Trump und es wird auch ohne ihn weiter existieren", erkläre Rapp, der sich dabei auf die Ergebnisse einer aktuellen Studie des FERI Cognitive Finance Institute beziehe.

Für Investoren bedeute dies eine stark erhöhte strategische Unsicherheit. "Wir haben es hier mit einer neuen Dimension von Risiken zu tun, die mit herkömmlichen Methoden kaum zu prognostizieren sind", warne Rapp. Klassische Verfahren zur Risikoanalyse hätten dazu tendiert, drohende Ereignisrisiken systematisch zu unterschätzen oder sogar ganz zu ignorieren. Statt quantitativer Risikomodelle sollten Investoren deshalb alternative Ansätze wie Szenarioanalysen einsetzen, so ein weiteres zentrales Ergebnis der Studie. (07.11.2018/ac/a/m)





 
 
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