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USA: Midterms ergeben optimale Konstellation für Kapitalmärkte




07.11.18 12:55
TARGOBANK

Düsseldorf (www.aktiencheck.de) - Der Ausgang der Midterm Elections in den USA dürfte für die Kapitalmärkte eine gute Nachricht sein, so Dr. Otmar Lang, Chefvolkswirt der TARGOBANK.

Dass der US-Präsident nun weiterhin seine republikanischen Impulse setzen könne, dabei aber etwas mehr Gegenwind von den Demokraten im Repräsentantenhaus bekomme, könnte sich als optimale Konstellation für die Märkte herausstellen. Denn grundsätzlich würden die Börsen den Republikanern mehr Wirtschaftskompetenz zutrauen als den Demokraten - doch Donald Trump habe es durch seine zuweilen aggressive Vorgehensweise geschafft, diesen Bonus zu verspielen. So sehr die Märkte republikanische Politik grundsätzlich zu schätzen wissen, so wenig mögen sie Unsicherheit und Instabilität, so Dr. Otmar Lang, Chefvolkswirt der TARGOBANK, weiter.

Dass US-Präsident Trump in der neuen politischen Konstellation bei vielen seiner Vorhaben leichter einzubremsen sei, dürfte vor allem auch ausländische Investoren freuen. Schließlich plane er die Regulierung der Finanzmärkte zurückzufahren, die Mittel zur Förderung erneuerbarer Energien zu kürzen und die Sozialausgaben zu senken - und das gehe vielen Investoren zu weit.

Trotz der positiven Effekte für die Börsen bedeute der Wahlausgang allerdings nicht, dass dem US-Aktienmarkt noch einmal eine Aufschwungphase bevorstehe. Denn die republikanische Regierung habe ihr Pulver mit Inkrafttreten der Steuerreform bereits weitgehend verschossen. Um das geplante milliardenschwere Infrastrukturprogramm sei es aufgrund des sich abzeichnenden höheren Staatsdefizits inzwischen sehr ruhig geworden. Auch hätten die Steuersenkungen nicht den Erfolg gebracht, den man sich erhofft habe. Die US-Investitionen seien kaum angesprungen. Die US-Unternehmen hätten es vorgezogen, mit den Steuergeschenken eigene Aktien zurückzukaufen, anstatt Investitionen zu tätigen, die Wachstumsschübe hätten auslösen können.

Darüber hinaus dämpfe der fortschreitende Prozess der US-Zinsnormalisierung die volkswirtschaftlichen Aktivitäten. Ein schwächeres Wirtschaftswachstum außerhalb der USA trage ein Übriges dazu bei, dass die Voraussetzungen heute andere seien als unmittelbar nach der US-Präsidentschaftswahl Anfang 2017. (07.11.2018/ac/a/m)






 
 
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