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USA: ISM PMI Non-Manufacturing auf gefährlich hohem Niveau




06.12.18 17:20
Nord LB

Hannover (www.aktiencheck.de) - In den USA sind heute aktuelle Zahlen zur Entwicklung des ISM PMI Non-Manufacturing gemeldet worden, so die Analysten der Nord LB.

Dieser zunehmend beachtete Stimmungsindikator für das Service-Segment der US-Wirtschaft präsentiere sich im November noch etwas stärker als im Vormonat. Nach bereits sehr erfreulichen 60,3 Punkten im Oktober sei nun ein Wert von wirklich beachtlichen 60,7 Zählern gemeldet worden. Folglich ziehe die ökonomische Aktivität bei den US-Dienstleistungsunternehmen auch weiterhin klar an; die Dynamik des Zuwachses habe sich am aktuellen Rand sogar noch etwas erhöht.

Da im Oktober bereits Sorgen bezüglich einer vielleicht schon wieder zu euphorischen Stimmung bei den Service-Firmen in den USA aufgekommen seien, müsse die aktuelle Entwicklung des Stimmungsindikators allerdings nicht unbedingt positiv interpretiert werden. Pessimisten dürften in der Tat zunehmend die Gefahr von Übertreibungen sehen.

Beim Blick auf die Details der heute gemeldeten Daten zeige sich, dass die wichtige Unterkomponente "Business Activity" im Berichtsmonat November sogar sehr deutlich habe anziehen können. Mit 65,2 Punkten würden die Einkaufsmanager im November ein wirklich signifikantes Anziehen der von ihnen tatsächlich realisierten ökonomischen Aktivität diagnostizieren. Zumindest an dieser Stelle könne sicherlich mit gutem Grund von einer fast schon bedrohlichen Euphorie bei den Teilnehmern an der Befragung gesprochen werden.

Der Sub-Index "New Orders", welcher grundsätzlich als leicht vorlaufenden Stimmungsindikator gelte, habe im November ebenfalls etwas anziehen können. Die Zeitreihe stabilisiere sich somit oberhalb der wichtigen Marke von 60 Punkten. Mit 62,5 Punkten werde signalisiert, dass sich die Auftragsbücher bei den befragten Firmen weiterhin sehr zügig füllen würden. Dieses Faktum mache schon Hoffnungen für die weitere Entwicklung des Headline-Indexes.

Dagegen habe sich der Sub-Index "Employment" am aktuellen Rand leicht rückläufig präsentiert. Dies Nachricht passe auf den ersten Blick nicht wirklich zum boomenden Aktivitätsindex. Mit noch immer erfreulichen 58,4 Zählern zeige die Zeitreihe zur Beschäftigung aber natürlich auch weiterhin einen starken Aufbau von Arbeitsplätzen im Dienstleistungsgewerbe der USA an. Die relative Schwäche der Zeitreihe könnte in der Tat bereits ein Hinweis auf Personalengpässe sein.

Der Sub-Index "Prices Paid" sei im November unerwartet deutlich auf nun 64,3 Punkte gestiegen. Die Einkaufspreise bei den befragten Unternehmen würden am aktuellen Rand also offenkundig zügiger anziehen. Beim ISM PMI Manufacturing habe sich am aktuellen Rand eine divergierende Entwicklung gezeigt.

Der ISM PMI Non-Manufacturing habe im November leicht anziehen können. Der wichtige Stimmungsindikator habe sich damit oberhalb von 60 Punkten stabilisiert. Die befragten Einkaufsmanager würden damit in einer fast schon gefährlich euphorischen Stimmung bleiben. (06.12.2018/ac/a/m)







 
 
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