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USA: Blindflug wegen Haushaltssperre




10.01.19 10:10
Helaba

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Der "government shutdown" in den USA hält an und so wird der Kalender immer dünner, so die Analysten der Helaba.

Auch wichtige Daten wie die Handelsbilanzzahlen, die Hinweise auf das BIP-Wachstum des vierten Quartals liefern könnten, seien überfällig. Immerhin die Arbeitsmarktstatistiker seien weiterhin aktiv und so richte sich das Augenmerk auf die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe. Bis zuletzt seien tiefe Niveaus gemeldet worden, die in keiner Weise mit Rezessionssorgen in Einklang zu bringen seien. Bei Arbeitsmarktdaten handele es sich zwar nicht um vorlaufende Indikatoren, es seien aber zeitlich sehr früh verfügbare, reale Daten und daher neben den Stimmungsbarometern zur Beurteilung der Lage heranzuziehen.

Die Grafik der Analysten verdeutliche, dass erst erhebliche Anstiege der Erstanträge über einen längeren Zeitraum hinweg auf eine negative gesamtwirtschaftliche Entwicklung hinweisen würden. Die Zahl der Erstanträge stehe selbst aber unter dem Risiko, dass sie negativ durch den "shutdown" beeinflusst werde. Aktuell würden die Analysten allerdings nicht davon ausgehen, dass es wie im Jahr 2013 zu einem temporären Anstieg von rund 50 Tsd. Anträgen pro Woche komme, denn einige Bundesbehörden seien weiterhin finanziert.

In der Eurozone seien konjunkturelle Sorgenfalten zuletzt nicht kleiner geworden, da die deutsche Industrie im vierten Quartal wohl einen per saldo sinkenden Ausstoß melden werde. Das dicke Minus des Monats November laste auf der Gesamtentwicklung und an ein Dezemberwunder würden die Analysten derzeit ungeachtet der leicht verbesserten Pkw-Produktion nicht glauben. Dass heute ausgerechnet die französische Produktion oder die italienischen Einzelhandelsumsätze positive Impulse setzen und die konjunkturelle Zuversicht der Marktteilnehmer stärken würden, sei nicht zu erwarten. In Frankreich herrsche ohnehin wegen der landesweiten Proteste Verunsicherung und die Analysten würden auch wegen schwacher Exporte gegenüber der Konsensschätzung Enttäuschungspotenzial ausmachen. (10.01.2019/ac/a/m)





 
 
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