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Kolumnist: Feingold-Research

Trader – Geld sparen leicht gemacht




21.05.18 12:32
Feingold-Research

Die Deutschen sparen wo sie können. Ob beim Einkaufen mit Bonuspunkten und Paybackkarten oder bei Gutscheinheften für Restaurants. Kein Wunder, dass viele auch bei Immobilien oder Aktien gerne das Geld zusammenhalten wollen. Dabei sollte man aber genau hinsehen.

Kaum ein Markt ist so heterogen in der Preisbildung wie der Immobilienmarkt in Deutschland, speziell in der Hauptstadt. Von Neubauten ohne Provision über freistehende Objekte von privat bis vermietete Einheiten mit Maklergebühren um sieben Prozent ist alles drin. Ein billiges, aber zutreffendes Sprichwort unter Kaufleuten besagt aber, dass der Gewinn im Einkauf liegt. Daher sollte man sich genau überlegen, ob beispielsweise bei einer Wohnung um 150.000 Euro Verkehrswert rund 10.000 Euro an einen Makler gehen sollen. Das Geld sieht man nämlich nie wieder.


Zweimal hinschauen und rechnen

Kluge Käufer sortieren daher den Markt vor und wählen in den einschlägigen Apps die Möglichkeit „ohne Provision“ aus. Danach gilt es aber zu prüfen, ob man wirklich provisionsfrei zuschlägt oder die Maklergebühr anderweitig großzügig draufgeschlagen ist. Falls nicht, lässt sich von privatem Käufer zu privatem Verkäufer ein Geschäft ohne lästige Nebenwirkung machen.


Beim Aktienkauf, die übrigens aus Erfahrung der letzten 100 Jahre langfristig nicht unsicherer sind als Immobilien und zudem wie der Name schon sagt, nicht „immobil“ sind, sondern täglich zu verkaufen, kommt der deutsche Spardrang erneut zum Vorschein. Broker wie DeGiro aus Holland haben es geschafft, in Deutschland Fuß zu fassen, da die Konditionen in der Tat günstig sind. Ähnliches gilt beim Flattarif des Anbieters Flatex, der auf aktive Anleger ausgerichtet ist. Auch Börsen wie jene in München bieten mit dem Ableger Gettex interessante Offerten.


Gewinn liegt im Einkauf

Wer Anlageprodukte wie Zertifikate oder ETFs handeln möchte, sollte aber genau hinsehen, wenn das Zauberwort „Freetradeaktion“ auftaucht. Die Broker Comdirect und Consorsbank ködern so gerne Anleger für sich, doch der Mehrwert ist häufig überschaubar. So spart man bei Consorsbank beispielsweise bei beliebten Discount-Optionsscheinen mit deren Starpartner die Ordergebühr, dafür ist der Partner aber im Vergleich der weitaus teuerste unter den Anbietern.


Kein Star in Sachen Partnerschaft sind zum Beispiel Deutsche Bank oder UniCredit, dafür sind deren Papiere ohne Sparen der Ordergebühr schon bei einer 1000 Euro-Geschäft merklich billiger. Speziell Comdirect und Consorsbank  – fusionierte mit der DAB Bank – haben in den letzten Jahren eine starke Marktmacht etabliert und spielen diese weder zur nachhaltigen Freude des Kunden noch zur Freude der Partnerbanken aus. Wer also in Deutschland Aktien oder Anlagepapiere kaufen möchte, schaut bitte dreimal hin, vergleicht die Broker, das gewünschte Produkt und rechnet vor allem nach. Dann liegt der Gewinn wirklich im Einkauf.



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