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Top 5 Gewinner-Branchen der Corona-Krise




26.06.20 18:30
aktiencheck.de

Bad Marienberg (www.aktiencheck.de) - Die Corona-Krise hat viele Unternehmen hart getroffen und einige Branchen mussten mit großen Umsatzeinbußen kämpfen. Es gibt aber auch Geschäftsfelder, die nicht nur Umsatz und Gewinn halten konnten, sondern durch die angehende Corona-Krise mit seinen Konsequenzen einen regelrechten Höhenflug erleben. Wir haben für Sie die Top 5 Gewinner-Branchen der Corona-Krise ermittelt.

1. Netflix und Co.: Streamingportale verbuchen Rekordzahlen


Der Corona bedingte Stillstand löste weltweit einen regelrechten Streaming-Boom aus. Das bekannteste Unternehmen der Branche ist mit großem Abstand Netflix. Im ersten Quartal 2020 konnte Netflix 15,8 Millionen neue Abonnenten gewinnen. Durch die Corona-Krise rechnet Netflix kurzfristig mit weiteren 7,5 Millionen Neukunden und wird somit bald die 200-Millionen-Abonnenten-Marke knacken. Dieser Aspekt widerspiegelt sich auch im aktuellen Aktienkurs des Unternehmens, der seit Anfang des Jahres (NFLX Aktienkurs 1. Januar 2020: 290,95 Euro) über 40 Prozent zulegen konnte (NFLX Aktienkurs 26. Juni 2020: 415,60 Euro).

Jedoch nicht nur Netflix konnte neue Abonnenten für sich gewinnen, auch die weniger bekannten Streaming-Anbieter wie Disney +, Apple TV+ und Amazon Prime Video konnten eine überdurchschnittlich hohe Neukundenanzahl verbuchen. Laut dem Portal JustWatch weisen europäische Länder mit strenger Ausgangssperre einen besonders hohen Anstieg an Streaming-Neukunden auf. Im Durchschnitt betrug der Zuwachs an Streaming-Neukunden in Europa während der Corona-Krise 100 Prozent, im Vergleich zu den normalen Wachstumszahlen.

Bild: Unsplash

2. Weltweite eSports Branche knackt 2020 die 1 Milliarde-Dollar Umsatz-Marke


Die eSports Branche galt auch schon vor der Corona-Krise als ein rasanter Wachstumsmarkt. Immer mehr Menschen spielen Computerspiele. Das Durchschnittsalter der deutschen "Gamer" liegt mittlerweile bei 37 Jahren (2015 lag es noch bei 31 Jahren) und auch die weibliche Bevölkerungsschicht holt kräftigst auf. Aber nicht nur die Anzahl der aktiven Spieler nimmt zu, sondern auch die Zahl derer, die "Gamer" beim Spielen zusehen. Laut einer Umfrage von Statista haben schon 18 Prozent der Deutschen mindestens einmal ein eSports-Spiel verfolgt.

Die eSports-Branche musste wegen der Corona-Krise zwar viele Live-Events absagen, dafür erhöhte sich die Anzahl der Online-Turniere massiv. Die auf Gaming spezialisierte Online-Streaming-Plattform Twitch.tv verzeichnete eine Verdopplung der Besucherzahlen und schaffte es während der Pandemie auf eine durchschnittliche Zuschauerzahl von über 2 Millionen.

Internet-Vertriebsplattformen für Computerspiele wie Steam oder Epic Games mussten teilweise Ihre Datenmenge drosseln, da der Zulauf an Neukunden und Downloads während des Lock-Down enorm anstieg. Es wird prognostiziert, dass der eSports-Umsatz in Deutschland im Jahr 2023 über 150 Millionen Euro beträgt (2020: 70 Mio. Euro) und somit ein zukünftiges, jährliches Wachstum von 20 Prozent erreicht. Weltweit wird die eSports Branche im Jahr 2020 zum ersten Mal die 1 Milliarde-Dollar Umsatz-Marke knacken.

Bild: Unsplash

iGames und Glücksspiel: immer mehr Online


Physische Spielbanken und Spielhallen mussten während der Corona-Krise komplett schließen und einige Anbieter stehen kurz vor dem "Aus". Online Casinos erfreuten sich hingegen über überdurchschnittlichem Zulauf. Spieler wichen auf das Online-Glücksspiel-Angebot aus und Online-Casinos konnten somit während der globalen Quarantäne viele neue Fans gewinnen. Laut Branchenexperten wird der Online-Glücksspielmarkt durch diesen Aspekt in Zukunft noch stärker dominieren.

Tomas Maier, ein Experte von CasinoNow - einem der angesehensten Gaming-Portale der Online-Casino-Branche - kommentiert wie folgt:

"Mein Team und ich erstellen Bewertungen der besten Internet-Casinos Schweiz, Deutschland und Österreich. Zudem überwachen wir die Stimmung der Spieler, sowie die Dynamik neuer Registrierungen. Während der Quarantänephase begannen die Leute mehr in Online-Casinos zu spielen und das ist eine Tatsache. Unsere Branche wächst weiter, vor allem, weil wir praktisch unabhängig von der äußeren Umgebung sind und unsere Welt vollständig online ist."

Bild: Unsplash

Online-Kurse und Online-Weiterbildung


Die Zeit während der Quarantäne produktiv nutzen oder sich neben der Arbeit flexibel weiterbilden, wurde eine beliebte Beschäftigungstherapie. Online-Weiterbildungsportale wie Udemy, Coursera, Udacity oder EDX vereinfachen den Zugang zu Bildung. Die Anzahl der Lernenden aus Deutschland auf Coursera.org stieg von 300.000 im Jahr 2016 auf über 500.000 im Jahr 2020. Alle Branchenexperten sind sich sicher, die Online-Weiterbildungs-Branche wird auch in Zukunft hohe Wachstumszahlen verbuchen.

Die Corona-Krise ist hierfür zwar nicht ausschlaggebend, hat jedoch definitiv als Katalysator fungiert. Die weltweite Pandemie hat dazu geführt, dass Software für erfolgreichen Fernunterricht stark verbessert und mit hoher Geschwindigkeit verbreitet wurde. Die Kommunikationsplattform Zoom wurde dank der Corona-Pandemie im März 2020 über 11 Millionen Mal heruntergeladen. Im Vergleich betrug die Anzahl der Downloads im Monat davor nur 780.000. Das Angebot an hochwertigen Online-Kursen wird von Jahr zu Jahr besser und Experten sind der Meinung, dass sich in Zukunft die Online-Weiterbildung in vielen Bereichen durchsetzen wird.

Bild: Unsplash

Online-Shopping weiter auf Erfolgskurs



Das bekannteste Unternehmen im Bereich Online-Shopping ist Amazon. Während die Kaufhausgröße Karstadt wegen der Pandemie 62 Filialen in Deutschland dauerhaft schließen muss, verzeichnet die Online-Shopping-Plattform Amazon einen neuen Besucherrekord. Im ersten Quartal 2020 stieg der Umsatz von Amazon im Vergleich zum Vorjahr um 26 Prozent auf 75,5 Milliarden Dollar. Die Amazon Aktie stieg seit Anfang des Jahres über 40 Prozent von 1.700 Euro im Januar 2020 auf 2.400 Euro im Juni 2020.

Generell konnten viele Online-Shopping-Portale von der Pandemie profitieren. Das Unternehmen Salesforce beobachtet die Online-Shopping-Branche seit einigen Jahren sehr genau und veröffentlicht regelmäßige Trendstudien. Für das erste Quartal 2020 betrug das weltweite Online-Shopping-Umsatzwachstum über 20 Prozent. Es wird erwartet, dass ein Teil der Kunden, welche während der Pandemie zum ersten Mal online eingekauft haben, dies auch in Zukunft weiterhin tun.

Bild: Unsplash

Fazit: Corona-Pandemie Katalysator für Onlinedienste


Die Corona-Pandemie hat viele Branchen teilweise zum kompletten Stillstand gebracht. Jene Unternehmen, welche bereits in der Vergangenheit verstärkt auf ein gutes Onlineangebot gesetzt haben, konnten in vielen Fällen von der Krise profitieren. Viele Leute, die während der Corona-Pandemie zum ersten Mal einen Onlinedienst genutzt haben, werden auch nach der Pandemie als Kunden bestehen bleiben. Bereits jetzt steht fest, ein gutes Onlineangebot wird in Zukunft noch viel wichtiger. (26.06.2020/ac/a/n)








 
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