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Technischer Aktien- und Rentenmarktkommentar: Wenig Spielraum für deutliche Kursanstiege




11.10.21 10:45
Fürst Fugger Privatbank

Augsburg (www.aktiencheck.de) - Hinter uns liegt eine weitere volatile Handelswoche, so die Analysten der Fürst Fugger Privatbank.

Der DAX (ISIN: DE0008469008, WKN: 846900) habe zwar mit rund 44 Punkten oder 0,33% leicht zulegen können, habe aber mit 14.819 Punkten ein Tief im Bereich der Tiefstände aus dem Mai verzeichnet. An der Schwankungsbreite lasse sich gut absehen, dass die Anleger über die Wachstumsaussichten mehr als besorgt scheinen. In der heutigen Eröffnung starte der DAX erneut unter der Marke von 15.200 Punkten, trotz freundlicher Vorgaben aus Asien.

Auf der Oberseite würde sich das Chartbild erst oberhalb von 15.695 Punkten deutlich aufhellen. Alle Bewegungen darunter wären lediglich Zwischenanstiege ohne große Relevanz. Daher komme der Unterseite aktuell die größere Relevanz zu. Erste Unterstützung stelle die 200-Tage-Linie bei 15.052 Punkten dar. Ein Bruch würde die Wahrscheinlichkeit eines Re-Test des Tiefs der letzten Woche bei 14.819 Punkten wahrscheinlich machen. Dieser Marke komme eine besondere Wichtigkeit zu. Ein signifikanter Fall unter diese Marke hätte einen DAX-Rutsch bis in den Bereich um 14.150 Punkten zur Folge.

Der EURO STOXX 50 (ISIN: EU0009658145, WKN: 965814) notiere derzeit bei 4.061 Punkten. Der europäische Standardwerteindex teste in der abgelaufenen Woche sowohl das untere Bollinger-Band bei 3.981 Punkten wie auch die bei 3.958 Punkten verlaufende 200-Tage-Linie. Trotz des erneuten Tests der genannten Marken habe die markante Unterstützung bestehend aus den Tiefkursen (auf Schlusskursniveau) aus dem Juli bei 3.956/3.928 Punkten weiter Bestand. Um Richtung 4.254 Punkten zu notieren, bedürfe es eines Anstiegs über die kurzfristige Abwärtstrendlinie bei aktuell 4.199 Punkten.

Der Dow Jones (ISIN: US2605661048, WKN: 969420) habe in der vergangenen Woche um 1,2% zugelegt. Er habe bei 34.746 Punkten geschlossen. Die vorübergehende Lösung der Verschuldungsobergrenze (bereits Anfang Dezember würden die 480 Mrd. USD wieder verbraucht sein, die jetzt zusätzlich an Schulden genehmigt worden seien) habe zu einer Erholung insbesondere von wertorientierten Aktien geführt. Energie (+5,0%) und Finanzwerte (+2,3%) seien die besten Sektoren im S&P 500 auf Wochenbasis gewesen. Ein schwacher Arbeitsmarktbericht am Freitag, mit viel weniger neu geschaffenen Jobs als erwartet, sollte der US-Notenbank zusätzliche Zeit in Punkto Staatsanleihenrückkäufe geben.

Die Analysten hätten in der Vorwoche mit einer Rückeroberung der 90-Tage-Linie (aktuell bei 34.755 Punkte) gerechnet und genau dorthin sei der Dow Jones gelaufen. Intraday habe er sie überwunden, mit einem Verlaufshoch von 34.979 Punkten sei es sogar zu einem Test der 50-Tage-Linie (aktuell bei 34.922 Punkten) gekommen, ehe der Dow Jones wieder etwas nachgegeben habe. 38-, 50- und 90-Tage-Linie lägen nun allesamt unmittelbar über dem aktuellen Indexstand des Dow Jones, sodass er zunächst ein wichtiges Widerstands-Bündel überwinden müsse.

Insofern könnte sich diese Woche noch etwas holprig, ohne klaren Trend entwickeln. Wichtig erscheine jedoch zu erwähnen, dass die Analysten mit einer kräftigen Jahresendrally rechnen würden, die im weiteren Oktoberverlauf beginnen sollte. Sie würden also das Erreichen neuer Jahreshochs für wahrscheinlich halten und im Herbst mit einem Überwinden der bisherigen Jahreshochs bei 35.629 Punkten rechnen. Ihr Worst-Case-Szenario sei ein erneuter Test der 200-Tage-Linie (aktuell bei 33.610 Punkten).

Der Bund-Future (ISIN: DE0009652644, WKN: 965264) notiere aktuell bei 168,86%-Punkten. Die Verluste beim Bund-Future würden mit einem anhaltenden Renditeanstieg bei zehnjährigen Bunds einhergehen. Aktuell sehe man einen siebenwöchigen Anstieg in Folge. Einen so langen Abverkaufstrend habe es zuletzt vor drei Jahren gegeben. Aktuell notiere der Bund-Future auf dem Niveau vom 19.05 bei 168,90%-Punkten. Ein Test des Intra-Day-Tief bei 168,29%-Punkten würden die Analysten aktuell für denkbar halten.

Die internationalen Krisen würden das Geschehen beherrschen. Aktuell würden die Analysten wenig Spielraum für deutliche Kursanstiege sehen, die Gefahren auf der Unterseite seien latent vorhanden. Sie würden daher vorsichtig bleiben und noch keine Kaufgelegenheiten sehen. (11.10.2021/ac/a/m)






 
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