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Technischer Aktien- und Rentenmarktkommentar: Bei DAX bleibt es übergeordnet charttechnisch bei Seitwärtsbewegung




13.09.21 10:32
Fürst Fugger Privatbank

Augsburg (www.aktiencheck.de) - In der letzten Handelswoche startete der DAX (ISIN: DE0008469008, WKN: 846900) zunächst fester, im weiteren Wochenverlauf drehten die Notierungen jedoch zunehmend ins Minus, so dass im Wochenvergleich ein Verlust von 171 Punkten oder 1,1% zu verzeichnen war, berichten die Analysten der Fürst Fugger Privatbank.

Übergeordnet bleibe es charttechnisch weiterhin bei einer Seitwärtsbewegung. Positiv zu werten sei, dass der DAX die Marke von 15.500 Punkten bislang kraftvoll habe zurückerobern können. Sollte der DAX jedoch unter das Tief vom vergangenen Donnerstag bei 15.454 Punkten fallen, so würde ein kalkulatorisches Abschlagspotenzial bis zum Tief vom 19. Juli bei 15.049 Punkten bestehen. Knapp darunter befinde sich zudem die 200-Tage-Linie bei 14.845 Punkten. Aber so weit seien wir noch nicht. Sollte es dem DAX gelingen, die Marken von 15.708, 15.755 und 15.827 Punkten zurückzuerobern, so könnte sich die Seitwärtsbewegung mittelfristig sogar nach oben auflösen. Hierzu wäre ein kraftvolles Überwinden der Marke von 16.000 Punkten vonnöten.

Der EURO STOXX 50 notiere derzeit bei 4.192 Punkten. Somit befänden sich auch die europäischen Standardwerte in einer übergeordneten Seitwärtsbewegung. Setze sich jedoch der kurzfristige Aufwärtstrend fort, würden die Analysten gute Chancen sehen, dass das Zehn-Jahres-Hoch vom 13. August bei 4.242 Punkten wieder erreicht werden könne. Zudem zeige sich in Anbetracht der traditionell schwächeren Sommerphase der EURO STOXX 50 bislang relativ robust. Analog zum Deutschen Aktienindex (DAX) sollte auch bei den europäischen Standardwerten abgewartet werden, in welche Richtung sich die Seitwärtsbewegung auflösen werde. Zur heutigen Handelseröffnung seien moderate Kursgewinne zu verzeichnen.

Der Dow Jones habe in der vergangenen Woche um 2,2% konsolidiert. Er habe bei 34.608 Punkten geschlossen. Feiertagsbedingt habe man eine verkürzte Handelswoche in den USA gesehen, jeder Tag habe mit Kursverlusten geendet, die zwar nicht dramatisch gewesen seien, sich aber auch aufsummieren würden. Insofern mache der September bisher seinem schlechten Ruf alle Ehre. Alle 11 Sektoren des S&P 500 hätten an Wert verloren, wobei sich Zykliker noch relativ stabil gehalten hätten (-0,3%), während der Immobiliensektor (-3,9%), Gesundheit (-2,7%) und Industrietitel (-2,5%) zu den Verlierern gehört hätten. Diese Schwäche habe die Märkte abgekühlt und auch zu einem erhöhten Absicherungsdruck bei den Marktteilnehmern geführt.

Insofern scheinen ein bis zwei positive Tage zu Wochenauftakt durchaus realistisch, zumal die Konsolidierung bis zur 90-Tage-Linie (aktuell bei 34.725 Punkten) geführt hat, so die Analysten der Fürst Fugger Privatbank. Insofern könnte der Dow Jones zu Wochenauftakt einen Versuch unternehmen, die 50-Tage-Linie (aktuell bei 35.058 Punkten) bzw. die 38-Tage-Linie (aktuell bei 35.174 Punkte), sollte jedoch zunächst an einer nachhaltigen Rückeroberung dieser Marken scheitern. Aus ihrer Sicht sei es aktuell für einen Aufbau von Risikopositionen noch zu früh, denn sie würden eine erhöhte Wahrscheinlichkeit sehen, dass die Konsolidierung an den US-Börsen noch nicht ganz ausgestanden sei. Eine in der Summe gesehene Konsolidierungswoche könnte jedoch für diese attraktive Einstiegsmöglichkeit sorgen. Ideal wäre eine Konsolidierung bis in den Bereich von 34.150 Punkten.

Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) notiere aktuell bei 171,67%-Punkten. Das Rentenbarometer sei schwach in die vergangene Woche gestartet, hinzu gekommen sei der Kontraktwechsel, der den Rentenmarkt zusätzlich belastet habe. Anschließend habe sich der Rentenmarkt leicht stabilisieren können. Mittelfristig sei aus Sicht der Analysten entscheidend, wie der Markt die anhaltende Tapering-Diskussion in den USA verkrafte und ob und in welchem Umfang Schritte in dieser Richtung erfolgen würden.

Charttechnisch befänden sich Märkte wie der Deutsche Aktienindex in einer ausgeprägten Seitwärtsbewegung. Negativ zu werten sei derzeit die saisonale Komponente. Anleger sollten abwarten, bis die oben genannten Marken unter- oder überschritten würden. (13.09.2021/ac/a/m)







 
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