Kolumnist: Miningscout.de

Technische Analyse zu Gold: Starke Preiserholung nach dem Flash-Crash




17.08.21 09:26
Miningscout.de

Terminmarkt: COT-Report vom 13.08.2021

Im neuesten COT-Report mit dem Stichtag des 10. August fiel der Preis zur Vorwoche um 79,5$, während die Position der Spekulanten um 35 Tsd. Kontrakte abgebaut wurde. Dies würde eigentlich auf ein Überangebot und Schwäche hindeuten, doch haben die BIG 4 und die BIG 8 ihre Shortposition extrem stark um 9 Tage bzw. 11 Tage der Weltproduktion reduziert. Diese hatten über 1.800 US-Dollar auf den Goldpreis gedrückt und gegensätzlich im Long-Drop am Terminmarkt ihre Shortpositionen zum Tief des Ausverkaufs wieder an die zittrigen Hände abgegeben. So konnten sie einen gigantischen Profit realisieren und gleichzeitig das bullische Sentiment zerstören.


Ob der physische Markt ausgeglichen war, können wir aufgrund der starken Verwerfungen in dieser Betrachtungswoche nicht beurteilen. Die Daten sind zwar nicht gut, doch immerhin auf einem 2-Jahreshoch, weshalb wir nicht ausschließen können, dass mit dem Flash-Crash die Korrektur abgeschlossen wurde. Vor 2020 hätte dieses Sentiment noch lange kein Kaufsetup gezeigt, doch aufgrund der weltweiten QE-Programme werden wir vorerst keine völlige Bereinigung am Terminmarkt für Gold erleben. Die aktuelle Bereinigung wäre daher für einen Bullenmarkt ausreichend, weshalb wir prozyklische technische Kaufsignale bereits annehmen müssen.


Die Terminmarktdaten für Gold sind so gut wie zuletzt vor zwei Jahren

Das angekündigte Korrekturziel für den Goldpreis bei 1.680 US-Dollar bis 1.700 US-Dollar wurde in dem Flash-Crash vor einer Woche erreicht. Ein deutlicher Ausbau der Netto-Shortposition der BIG4 in den beiden Vorwochen war ein nochmaliges Indiz für einen weiteren deutlichen Preisrücksetzer. Dass sich dieser Rückgang binnen weniger Stunden anstatt Tagen oder Wochen ereignen würde, überraschte jedoch auch uns. Wir hatten einen Take Profit und antizyklische Käufe bei 1.700 bis 1.680 US-Dollar empfohlen, doch letztlich konnten nur jene, die in der Nacht des Crashs wach waren oder eine Kauforder platziert hatten, die Short-Gewinne einstreichen und auf die Käuferseite wechseln.


Da die Manipulatoren den Crash nutzten, um 11 Tage der Weltproduktion im Gold und 20 Tage der Weltproduktion im Silber abzustoßen, war die Preiserholung nach dem Einbruch entsprechend stark. Der Widerstand bei 1.760 US-Dollar hielt nur kurz stand, wobei es mit dem Anstieg darüber ein entsprechendes prozyklisches Kaufsignal auf kurzfristige Sicht gab. Ein mittelfristiges Kaufsignal gibt es jedoch erst mit der Überwindung des Kreuzwiderstands bei 1.810 US-Dollar, der aus dem Widerstand bei 1.800 US-Dollar und dem Abwärtstrend besteht. Solange dieser Kreuzwiderstand nicht gebrochen wurde, ist weiterhin alles offen in den nächsten Wochen. Die Käufe bei 1.700 US-Dollar und bei 1.760 US-Dollar sollten daher mit Stop-Loss-Orders versehen werden.


Nach dem Crash konnte sich der Goldpreis wieder schnell erholen

Im Tageschart ist ersichtlich, dass der Flash-Crash den Goldpreis zurück auf das Preisniveau vor den ersten Lockdowns und den QE-Programmen brachte. Die ganze Wahrheit ist jedoch, dass smarte und gut informierte Investoren bereits im Vorjahr den Goldpreis von 1.300 US-Dollar auf 1.700 US-Dollar trieben und frühzeitig die künftigen QE-Programme einpreisten.


Mit dem neuerlichen Rücksetzer unter den langfristigen Aufwärtstrend sieht der Chart angeschlagen aus, weshalb dort auch viele Stopp-Loss Orders lagen, die man abfischen konnte. Solange sich der Goldpreis über 1.760 US-Dollar halten kann, ist Gold long und hätte die Chance sich nach oben zu kämpfen. Je stärker die Teuerung anzieht und je stärker die Zinsen daraufhin steigen, desto mehr Investoren werden den sicheren Hafen künftig suchen. Es wird sich langsam Stärke aufbauen. Mit dem Überwinden der Kreuzunterstützung bei 1.810 US-Dollar wird es ein weiteres Kaufsignal geben.


Wann der Goldpreis auf ein neues Allzeithoch ansteigen kann, ist kurzfristig ungewiss, doch spätestes im nächsten Jahr erwarten wir einen Anstieg über da Allzeithoch unter zunehmenden Kaufdruck.  


Die Bullen haben noch viele technische Widerstände zu überwinden

Wie zuletzt erwartet, hatte der Goldpreis in Euro das Tief von März 2021 noch einmal angelaufen. Hier liegt die wichtige Marke bei 1.500 Euro – darüber ist Gold long – darunter sollte man abwarten. Über 1.540 Euro würde ein kurzfristiger Abwärtstrend gebrochen und es ein weiteres Kaufsignal geben. Der langfristige Abwärtstrend wurde bereits vor längerer Zeit gebrochen und der neuerliche Rücksetzer ist als Test des ehemaligen Trends und des letzten Verlaufstief zu sehen. Der Goldpreis in Euro ist eine Konsolidierungsphase übergegangen, die mit steigenden Inflationszahlen und Zinsen letztlich im nächsten Jahr ihr Ende finden und sich die Hausse langsam fortsetzen dürfte.


Seit dem Bruch des Abwärtstrends konsolidiert der Goldpreis auf hohem Niveau


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