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TeamViewer: Gelddruckmaschine - Aktienanalyse




04.12.19 15:56
Vorstandswoche.de

Haar (www.aktiencheck.de) - TeamViewer-Aktienanalyse von "Vorstandswoche.de":

Die Aktienexperten von "Vorstandswoche.de" nehmen in einer aktuellen Aktienanalyse die TeamViewer-Aktie (ISIN: DE000A2YN900, WKN: A2YN90, Ticker-Symbol: TMV) unter die Lupe.

An der Börse werde immer gerne Schrott abgeladen. Die Börse sei aber weder ein Schrottabladeplatz noch ein Umfeld für Unternehmen, die bislang keine Umsätze erzielen würden, aber bereits mit Produkten von angeblichem Weltrang Gelder einverleiben wollten. Die Börse sollte eher ein Platz sein für Unternehmen mit einer geilen Wachstumsstory, deren Produkte sich am Markt schon etabliert hätten und die nicht über viele Jahre hinweg Gelder vernichten würden. Ende September habe TeamViewer den Gang auf das Börsenparkett gefeiert. Die schwäbische Softwarefirma wachse stark und sei hoch profitabel. Zudem gebe es starke Free Cashflows. Einziger Nachteil - derartige Firmen gebe es natürlich nicht zum Schnäppchenpreis.

TeamViewer sei ein Anbieter von Remote-Konnektivitätslösungen und ermögliche es Anwendern, sich überall und jederzeit mit Endgeräten aller Art zu verbinden. Das Unternehmen biete sichere Fernzugriffs-, Support-, Kontroll- und Kollaborationsfunktionen und unterstütze Organisationen jeder Größe dabei, ihr volles digitales Potenzial zu nutzen. TeamViewer sei bereits auf mehr als 2 Mrd. Geräten aktiviert worden und bis zu 45 Mio. Geräte seien zeitgleich online. Zum Börsengang habe der Anteilsschein 26,25 Euro gekostet. Zunächst sei es aber abwärts gegangen. Von den Tiefs auf unter 22 Euro habe sich die Aktie jedoch wieder erholt und kämpfe sich nunmehr an den Ausgabepreis zurück.

Jüngst habe das in Göppingen ansässige Unternehmen die Zahlen für die ersten drei Quartale des Jahres 2019 veröffentlicht. Firmenchef Oliver Steil habe ein Wachstum der Billings um 45% auf 224 Mio. Euro präsentiert. Das Cash-EBITDA habe um 54% 120 Mio. Euro expandiert. Nach eigenen Angaben sei das Wachstum in erster Linie bedingt durch den starken Anstieg der Abonnentenzahlen infolge verschiedener strategischer Initiativen, einschließlich der erfolgreichen Einführung eines Enterprise-Produkts, gewesen. "Die Dynamik unserer strategischen Wachstumsinitiativen spiegelt sich im Billings-Wachstum wider, und unser Abonnement-basiertes Software-as-a-Service-Geschäftsmodell führt zu sehr gutem Ergebniswachstum", so Steil. Alleine im 3. Quartal habe der Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr beim Cash-EBITDA bei 95% auf 46 Mio. Euro gelegen. Nach neun Monaten habe der Umsatz um mehr als 60% auf 283 Mio. Euro expandiert. Das EBIT sei um 58% auf fast 110 Mio. Euro gestiegen. Die EBIT-Marge von 38% sei sehr sexy. Netto hätten 60 Mio. Euro in der Kasse geklingelt. Der operative Cashflow sei im Berichtszeitraum mit 84 Mio. Euro gesprudelt. Capex sei gering. Der Free Cashflow habe nach neun Monaten bei 76 Mio. Euro gelegen. TeamViewer sei eine Gelddruckmaschine.

TeamViewer entstamme aus dem Hause der Heuschrecke Permira. Die Beteiligungsgesellschaft habe TeamViewer im Jahr 2014 für mehr als 800 Mio. Euro gekauft. Zum Börsengang habe der Investor Anteile verkauft. Das Emissionsvolumen habe bei über 2,2 Mrd. Euro gelegen. Eine Kapitalerhöhung sei mit dem IPO nicht verbunden gewesen, so dass der Gesellschaft kein Geld zugeflossen sei. Laut Steil brauche TeamViewer aber auch kein Geld. Das Wachstum werde aus dem eigenen Cashflow bezahlt. Dass die Firma im vollständigen Besitz von Private Equity gewesen sei, sehe man auch an der Bilanz. Per Ende September würden sich mehr als 600 Mio. Euro langfristige Bankschulden türmen. Das sehe nicht ganz hübsch aus, sei aber angesichts der starken Kapitalflussrechnung kein echtes Problem. TeamViewer werde die Schulden nach und nach abstottern. Permira sei an der Gesellschaft weiterhin mit mehr als 60% beteiligt.

Für das Gesamtjahr erwarte Steil ein Wachstum der Billings von 35 bis 39% auf 310 bis 320 Mio. Euro. Die Umsatzerlöse sollten von 258 auf 386 bis 391 Mio. Euro ansteigen. Das Cash-EBITDA erwarte der CEO zwischen 177 und 183 Mio. Euro. Die Marge: Mehr als 60%. Die Aktienexperten von "Vorstandswoche.de" wären dem Unternehmen dankbar, wenn nicht nur über das Cash-EBITDA berichtet werde, sondern um das EBIT erweitert oder zumindest auch über das berichtete EBITDA kommuniziert werde. Den zweifelsfrei starken Kennzahlen stehe nun allerdings auch ein strammer Börsenwert von knapp 5,2 Mrd. Euro gegenüber. Das KGV für 2020 würden die Aktienexperten auf 35 bis 40 schätzen. Auch in 2020 werde TeamViewer stark wachsen. Allerdings werde Steil auch investieren: Beispielsweise in eine verstärkte Abdeckung der Kundensegmente, eine Verbreiterung der Anwendungsmöglichkeiten und eine Ausdehnung der geografischen Präsenz. Die Aktienexperten von "Vorstandswoche.de" würden derzeit davon ausgehen, dass dies nicht wesentlich zu Lasten der Marge gehe. Insgesamt adressiere das Unternehmen einen Markt, der mehr als 10 Mrd. Euro groß sei und derzeit mit über 25% pro Jahr wachse.

Das Unternehmen sei stark positioniert und werde in den Folgejahren kräftig wachsen. Dies rechtfertige auch die hohe Bewertung. In Kürze werde das Unternehmen wohl nicht direkt in den SDAX aufsteigen, sondern in den MDAX. Die Mitgliedschaft im TecDAX dürfte ebenfalls nur Formsache sein. Sollte im Dezember nur der SDAX drin sein, erfolge der Aufstieg in den MDAX in 2020. Unternehmen aus der Peergroup wie beispielsweise Zoom, Slack, ServiceNow, Zendesk, Atlassian, RingCentral, LogMeln und Citrix seien übrigens auch keine Billigheimer. Permira werde zunächst erst einmal keine weiteren Stücke an TeamViewer verkaufen. Laut Jörg Rockenhäuser, Chef der DACH-Region von Permira, wolle das Unternehmen weiter mehrheitlich an TeamViewer beteiligt bleiben. Vor Herbst 2020 erwarte man daher keine weitere Platzierung seitens Permira.

Trotz der recht hohen Bewertung empfehlen die Aktienexperten von "Vorstandswoche.de" die TeamViewer-Aktie in einer aktuellen Aktienanalyse zum Kauf. (Analyse vom 04.12.2019)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.

Börsenplätze TeamViewer-Aktie:

Xetra-Aktienkurs TeamViewer-Aktie:
25,90 EUR +3,06% (04.12.2019, 15:21)

Tradegate-Aktienkurs TeamViewer-Aktie:
25,92 EUR +1,35% (04.12.2019, 15:36)

ISIN TeamViewer-Aktie:
DE000A2YN900

WKN TeamViewer-Aktie:
A2YN90

Ticker-Symbol TeamViewer-Aktie:
TMV

Kurzprofil TeamViewer AG:

Seit der Gründung im Jahr 2005 setzt TeamViewer (ISIN: DE000A2YN900, WKN: A2YN90, Ticker-Symbol: TMV) den Fokus auf cloudbasierte Technologien, die den Nutzern weltweit Online-Zusammenarbeit und Fernsupport ermöglichen. Um auch zukünftig weiter erfolgreich zu sein, benötigen Unternehmen wie auch Einzelpersonen Lösungen für den Fernsupport und -zugriff an ihrem Arbeitsplatz und die Möglichkeit, sich für die Online-Zusammenarbeit weltweit miteinander in Verbindung setzen zu können. Hier leistet TeamViewer an vorderster Front Innovationsarbeit. (04.12.2019/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.







 
 
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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
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ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE000A2YN900 A2YN90 29,44 € 21,38 €
Handelsplatz Letzter Veränderung  Zeit
 
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Xetra 28,54 € -0,63%  13.12.19
Hamburg 28,74 € -0,69%  13.12.19
Berlin 28,90 € -0,82%  13.12.19
Stuttgart 28,645 € -1,05%  13.12.19
Düsseldorf 28,77 € -1,30%  13.12.19
München 28,54 € -1,31%  13.12.19
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